Archiv des Tags ‘Kleidung’

Gloria tschilpt

Saisonelles Ausmisten

4. September 2007 11:23, by Gloria

Gestern war mein erster Arbeitstag, nach fünf Wochen Erholung pur. Und da ich wohnungsmäßig zu gar nichts gekommen bin, hab ich nach Arbeitsende endlich meine Kleiderkästen ausgemistet. Dank der Second Hand Läden muss ich meine Wohnung nicht mit Kleiderschränken zupflastern, sondern darf - wie es mein Wille ist - mit sehr wenig Möbeln auskommen. Circa fünf Kilo sind es geworden, die ich heute zu Seconda befördern werde.

Die Qual der Wahl fällt schwer, werden doch in immer kürzeren Abständen sämtliche Stilvorgaben remixt bzw. neu aufgelegt. Da würde sich Gewandhamstern schon auszahlen. Doch meine Leitlinie lautet: Alles was ich im letzten Winter kein einziges Mal getragen habe, wird gnadenlos abgeliefert. Der einzige Haken an der Sache: Wenn es bei Seconda wieder Girbaud gibt, kann ich nicht ohne heimkehren.

Da fällt mir noch ein: Vor kurzem habe ich ein Haarglätteisen gekauft. Das muss ich auch schnell wieder loswerden! Meine ganze Umgebung bricht nach erfolgter Glättung immer in schallendes Gelächter aus?

Gloria tschilpt

Was Frauen wirklich wollen!?

15. August 2007 16:11, by Gloria

Also, eigentlich will und kann ich hier nur von mir sprechen. Vordringlich will ich einen Mann fürs Leben finden. Aber auch sonst stimmt einiges nicht. Manchmal tue ich mir selber leid und denke, ich habe kein Leben neben dem Job!

Die Realität schaut so aus: Ich freue mich, wenn ich mal wieder zu meinem Chiropraktiker muss. Das ist eine der wenigen Begegnungen mit einem Mann, den ich sympatisch und sexy finde! (Selbstverständlich ist er fest vergeben.) Dann gibt es noch die Männer aus meinem beruflichen Umfeld. Die mit viel Geld, viel Eitelkeit und noch mehr Eingebildetheit und die komischerweise auch glauben, im Leben irgendwie zu kurz gekommen zu sein! Und heut hatte ich einen netten und subtil erotischen Termin mit dem Rauchfangkehrer (Die Therme geht schon wieder nicht!). Diese kleinen Begegnungen halten mich weibliches Wesen am Leben.

Doch nun zu Träumen, die sich realisieren lassen. Es stören mich diese dünn machenden Spiegel mit der diskreten Beleuchtung in den Boutiquen. Aber auch die Spiegel bei H & M, die so schiach und fett und alt machen, mag ich nicht. (Der Vorteil dabei ist, das ich das Geschäft verlassen kann ohne etwas zu kaufen!) Ich mag keine Verkäuferinnen, die mich überheblich anmachen! Auch will ich nicht belehrt werden, in nasalem Ton vielleicht, was ich wie und wo und wann zu tragen habe - ist mir übrigens letztens bei Park passiert. (Ich weiß, Verkäufer/in sein ist schwer! Trotzdem!) Und meinen Schneider werde ich auch wechseln. Hab keine Lust mich anschnauzen zu lassen, wie schlecht doch die Kleider verarbeitet sind, die ich dauernd zum Umändern bringe. Und diese Fragen: “Wieviel haben Sie dafür bezahlt? Warum schleppen Sie immer soviel Essenseinkäufe mit sich herum? Wo ist Ihr Mann?”

Wann werde ich den Menschen (männlich) finden, den ich mag, der mir gefällt und dem ich gefalle? Ich hab es satt, wie im Märchen König Drosselbart immer nur Kontakt zu jenen zu haben, die absolut nicht in Frage kommen! (Wie hat das meine Freundin Yvonne letztens so trefflich formuliert: “Da hab ich dich im Café Prückl mit diesem Mann gesehen und wußte - der vereint alles in sich, was du an Männern absolut nicht leiden kannst!”) Naja, bis dahin, werde ich weiter Kleidung anhäufen, dich ich gar nicht brauche und die ich nur um des kurzen Kicks der Verwandlung kaufe! Was Frauen wirklich wollen: Liebe und feine Gewandungen u. v. a. m.!

Gloria tschilpt

Vintage nächst Donnerbrunnen

14. Juni 2007 14:35, by Gloria

Meine Mittagspause nutzend hab ich endlich das Second-Hand-Shop VINTAGE in der Tegethoffstraße 3 besuchen können. Ein vergeblicher Versuch letzten Samstag nach 15.00 Uhr - Achtung, da schließt es! - hat meine Neugierde noch gesteigert.

Gloria in der KabineVintage InnereienMissoni Teil

Und ich muss sagen, es war sehr nett! Du kannst völlig gelassen und aller in Ruhe stöbern, doch wenn du Beratung möchtest, ist sogleich jemand zur Stelle. Überhaupt, ein wunderbares Geschäft! Hans Hollein hat es in den 70er Jahren innen und außen gestaltet für die Schneiderin Christa Metek und die nachfolgende Besitzerin Brigitte Slar hat es so belassen.

Hollein FassadeHollein InnenarchitekturVintage Auslage

Die Preise der angebotenen Markenwaren varieren: Für ein Max Mara-Shirt musst Du 50.00 Euro hinblättern, für das Missoni-Oberteil samt Schal bereits 450.00 Euro. Da ich mir geschworen hab, bis zum Jahreswechsel kein einziges Kleidungsstück mehr zu kaufen, habe ich die Lokalitäten unbefriedigt verlassen müssen. Aber Euch sei gesagt, einen Versuch ist es allemal wert!

Gloria tschilpt

Preview - Schönheit hat ihren Preis!

21. März 2007 14:32, by Gloria

Morgen hab ich endlich mein Interview mit der Tochter der Besitzerin meines Lieblings-Second-Hand-Ladens. Warum das, fragt ihr? Weil sie schön ist! Und weil ich immer schon wissen wollte, wie das ist, wie sich das anfühlt. Ist sie glücklicher? Vielleicht fällt ihr Vieles leichter!? Wird sie mehr geliebt? Kann sie jeden Typen haben, den sie will?

Bitte um noch ein wenig Geduld - bald wird das Rätsel gelöst und der Vorhang gelüftet! Noch eine wichtige Frage: Muss sie sich vielleicht entsetzlich viel Gewand kaufen, weil sie in jedem Kleidungsstück toll ausschaut? Na, seid ihr schon neugierig geworden? Vielleicht kann ich sie doch dazu überreden, sich fotografieren zu lassen. Ich werde jedenfalls die Kamera mitnehmen.

Jean tschilpt

Stil Manifest#1

25. Januar 2007 15:49, by Jean

Marken habe ich bereits angesprochen, ungern und mit Groll. Die leidige Lektüre der Tagespresse beschert mir da heute eine suffisantes Déjà vu: Burberry und wie unsere Populares auf den Verlust beinahe familiär empfundener Produkte reagieren! Erlaubt mir, meiner mürben Laune nachgebend, folgende Positionen. Ich mag keine Marken, so sie nicht Tradition besitzen und Produkte hervorragender Qualität offerieren - ergo, ich schätzt fast keine Marken. Sie sind nie Indiz guten Geschmacks, sondern zeugen lediglich von naivem Qualitätsbewußtseins oder Prahlerei. Der übliche Handel mit Markenzeichen ist verwerflich, zieren sie doch in Folge meist Produkte, die sich kaum als Markenware titulieren sollten. Mein Bespiel: Bally und die unter diesem Label vertriebenen Golfschuhe. Sie sind sehr ansehnlich, nicht ganz im Stream des antiquierten Golfergeschmacks, bequem und funktionieren. Aber halt, sie funktionieren leider nicht sehr lange. Drei solche Paare hat Euer, zugegeben nicht ganz lernfähiger, Jean besessen. Das erste: Innenfutter nach einem Monat an der Ferse durchgescheuert. Die Konsequenz, Rücknahme durch die süße Händlerin im Proshop. Das zweite: Halsnaht am Knöchel beidseitig nach einem Monat offen. Konsequenz, Umtausch, kann mich ja verständlich machen und die betroffenen Blicke der Verkäuferinnen deuten. Das Dritte, Sohle löst sich an der rechten Spitze (Belastungspunkt beim Golf) nach zwei Wochen und die Halsnaht… So, und jetzt war es vorbei mit der Kulanz (wir nehmen das Produkt eh nimmer in´s Sortiment, macht nur Probleme). Stark strapaziert war die Replik der Deutschen “Qualitätsproduzenten”! Nach 14 Tagen? Also, wer einen Sportschuh will, kauft einen solchen. Wer ein Markenprodukt will, vermeidet ein Lizenzprodukt. Letzteres erkennt man daran, dass es auf der Page des Markenhalters nicht auftaucht. Punktum, Euer Jean.

P.s. Ach ja, Michaela hat da auch ihre Erfahrungen: Reklamation teuflisch schicker Stiefel (ihre Meinung ;-)). Antwort: die haben sie aber auf der Straße getragen! Also, Michaela hat nicht sooo einen Job, bei dem man die Stiefel im Schlafzimmer trägt und ich gehe halt nicht mit Golfschuhen Zeitung holen.

P.p.s. Meinen extrem überteuerten, schlecht imprägnierten, langweiligen Trench - besser Bademantel, denn nass ist man darin garantiert, wie einst Rick zu Casablanca oder Bryan Ferry auf der Bühne, im März - werde ich trotzdem nicht verbrennen. Er hat noch historische Qualität (leider, meint Irene), hält seit 13 Jahren und tut´s noch mindestens ebenso lang.