Meet & Greet auf dem Ski-Gebiet

Sonja hat mir eine Ansichtskarte aus Berlin geschickt. Sie schreibt:

Habe gestern die verrückteste Show aller Zeiten gesehen: Bernhard Willhelm im Alten Postbahnhof. War auf eine Modeschau vorbereitet, doch was mich dann dort erwartete, war eine völlig verrückte Inszenierung. Männliche Models, vorwiegend in Skikleidung, total schräg in der Halle positioniert, und man schlenderte wie auf einem Rummelplatz an den (Schießbuden-)Figuren vorbei. Ein Model saß auf einem Karusselpferd, ein anderes kletterte unermüdlich auf einer Miniaturausgabe des Eifelturms auf und ab, schwierig nachzuerzählen, am besten schauen, ob es Fotos gibt.

Gibt es. Zum Beispiel hier oder hier oder hier oder hier. Und anhand des Videos von Julia Reinecke für Hobnox kann man sich sehr gut die Stimmung vorstellen.

Bernhard Willhelm

Die Models hatten eine gewisse Verbindung zum Objekt, sie haben damit gespielt, und ich hoffe, sie hatten Spass. Es geht ja bei mir schon drum, dass man Spass an den Sachen hat.

Bernhard Willhelm im Video von Julia Reinecke auf Hobnox.

Mit dieser spektakulären Performance gelang es der Berlin Fashion Week wohl diesmal auch die Avantgarde-Zielgruppe besser anzusprechen.

Bild: Bernhard Willhelm, Screenshot aus dem Video von Julia Reinecke.

Weihnachtseinkaufs-Endspurt-Tipps

YPPIG*24 - 24 Schätze passend zur Jahreszeit

Bild: YPPIG ModeGalerie

Ein wenig abseits des hektischen Shopping-Wahnsinns hier noch ein paar Tipps für den heurigen Weihnachtseinkaufs-Endspurt:

Cloed Priscilla Baumgartner hat für ihre YPPIG ModeGalerie Schätze für eine Verkaufsausstellung zusammen getragen. In der Einladung heißt es:

Fünf Tage lang wird der Holzofen ordentlich eingeheizt. Die YPPIG ModeGalerie verwandelt sich in eine grosse Wunderkammer. 24 DesignerInnen steuern dafür feine Produkte bei, die sich ideal als Geschenke eignen.

Die Geschenksvorschläge  kommen von Hedi Lusser, Baldauf & Lenk, margrijt, maiko, mija t. rosa, MICHAEL männerg’wand, only4freaks, motmot, Ina Kent, mano design, Bianca Bannach, muu design, lila , tamoko, Frau Hirsch, Frau Reh ( FREIGEHEGE), kontiki, MARONSKI, MILCH, MILCHMANN, tea, PANORAMAMA, nb-factor.

Fritz Maierhofer: Pink auf Weiss, Foto: Robert Marksteiner © Salon Manschettenknopf Katharina Schmid: Schuh!, Foto: Robert Marksteiner © Salon Manschettenknopf

19 edle Manschettenknopfmodelle von Katharina Schmid, Andreas AND_i Eberharter und Fritz Maierhofer werden heute Abend im Salon Manschettenknopf vorgestellt.

Bilder: Fritz Maierhofer „Pink auf Weiss“ (links), Katharina Schmid „Schuh!“ (rechts),  Fotos: Robert Marksteiner © Salon Manschettenknopf

Und morgen Samstag kümmert sich Sonja Weinstabel wieder um unsere Zukunft. In ihrem temporären Konzeptladen w?atf kann man nur an diesem Tag T-Shirts einer limited Edition von Retrofame erstehen. Die Leiberl verfügen über 1A Street-credibility und sind innen mit Motiven von Vice bedruckt. Exakt 25 Stück  sind um je 25 Euro zu haben. Ähm, Retrofame? Wann war das nochmal?

  • Erstpräsentation der WIENER.MANSCHETTENKNOPF.LINIE:
    Freitag, 19.12.2008, 19:00 Uhr
    Salon Manschettenknopf, Bräunerstraße 2, 1010 Wien
  • YPPIG*24 – 24 Schätze passend zur Jahreszeit:
    Freitag, 19.12.-Dienstag, 23.12. 2008, 11:00 – 20:00 Uhr
    YPPIG ModeGalerie, Yppenplatz 5 (beim Brunnenmarkt!), 1160 Wien
  • Einkaufswaschtag bei w?atf  mit:
    VICE T-SHIRTS RETROFAME-25 zu 25
    T-Shirt Edition “Schleudergang? by MD featuring Ferozzz
    DJ Laminat (Filterqueen) & Drinks
    Samstag, 20.12., ab 15:00 Uhr
    w?atf. what about the future, Siebensterngasse 52, 1070 Wien
    Öffnungszeiten: Di,Mi+Fr 13-19; Do 13-20; Sa 11-18 und länger

Mann-oh-Mann

Alexander hat mich mit dem Kommentar zu meinen „Hosen mit Geschichte“ dazu gebracht, hier wieder mal meine Verwunderung auszudrücken: Männer und Mode, das ist etwas, was oft nicht gut zusammenfindet. Ich verstehe also die Männer nicht.

In den ersten sechs Monaten Liebestaumel ist die Kleiderfrage noch nicht wirklich relevant geworden. Trafen mein (Lauf)Freund und ich doch nur im Trainingsgewand, Hauskleid oder Pyjama aufeinander. Heute allerdings, spüre ich Erleichterung darüber, dass er auch angezogen sehr gut aussehen kann. Und immer noch, halte ich ihn im Anzug nicht gut aus. Was ich noch weniger aushalte ist, dass der Mann mit zwei Anzügen und zwei Paar Schuhen im Berufsleben sein Auslangen findet.

Ich weiß, das ist ein alter Hut! Auch mein Ex hat erst Neues akzeptiert, wenn das Bewährte bereits definitiv in Auflösung begriffen war. Ich erinnere mich gut daran, wie ich oft ratlos und mit durchlöcherter Unterhose bewaffnet bei H & M herum irrte und Bundweiten verglich! Dagegen hat der Sportsfreund mehrere Dutzend Unterhosen und mindestens dreißig Shirts vorzuweisen. Von Hemden, Socken, Krawatten und Schuhwerk will ich gar nicht reden. Alles exklusive Marken, angefangen mit Hugo Boss bis D & G etc. Nur heutzutage, wo er an mich gekommen ist, übt er sich in Konsumverweigerung. Nicht einmal für den Job will er investieren…

Und weil das Gegenüber und ich uneinig sind, wer von uns schlank(er) sei, habe ich ihn gestern gezwungen, sich in meine engste Röhrenjeans zu zwängen. Leider ist es ihm, trotzdem er zwanzig (!) Kilo mehr auf die Waage bringt, gelungen. Und ich will euch sagen – er hat wirklich sexy ausgesehen! Wir Frauen haben’s doch auch sehr gern, wenn ein Mann herzeigt, was er hat! Überhaupt, warum sollen immer nur wir weibliche Wesen als Sexsymbol herhalten und uns demgemäß stylen? Mein alter Freund, seines Zeichens Ungar und Philosoph, hat mal gesagt: Eine Frau in Stöckelschuhen, ist für einen Mann ein Sonnenstrahl im Nebel. Also, wo sind unsere Sonnenstrahlen, wenn es schon um fünfzehn Uhr dunkel wird? Männer traut euch! Mut zur Mode!

Und was haben Sie in Ihrer Umhängetasche, Frau Ploier?

  • die letzte Ausgabe der Zeit
  • einen Stadtplan von Hamburg
  • einen dicken Schlüsselbund
  • Handcreme? Nein, das ist Sonnencreme
  • einen Taschenrechner
  • eine DVD (Deathproof von Quentin Tarantino)

Woher ich das weiß? Ute Ploier plauderte gerade mit Bernhard Fellinger in der Radiosendung Ganz Ich über sich, ihre Lieblingsmusik (u.a. The Cure, Laurie Anderson) und ihre Männermode.

Ihre Kollektionen, in denen es immer um die Bedeutung von Details und das „Aufbrechen der Männerrüstung“ geht, sind auf der Ute Ploier Website dokumentiert.

Der ORF bietet den Beitrag auch als Download an, leider nur gegen Gebühr.

cool down and down under

Vorige Woche war Party angesagt, Motto: cool down. Eigentlich wollten wir ins Jenseits tanzen gehen und freitags auch mal dancing stars sein! Doch die Einladung kam dazwischen. Und weil sie von einem netten Freund kam, änderten wir unser Pläne kurzfristig. Die beiden Freundinnen hab ich einfach mitgenommen. Irgendwie habe ich es schon vorher gespürt, ich hatte ein Bedürfnis, mich dem Alkoholgenuss hinzugeben. Leider kenne ich kein Maß, bereits vor Mitternacht wurden sämtliche Hemmungen über Bord geworfen.

Ich weiss nicht mehr wie und warum, aber ich lernte ihn kennen – Mann und Musiker, sogar größer als ich, gutaussehend und eigentlich nicht mein Typ. Die Freundinnen befragten ihn sogleich ob seines coolen Kleidungsstils: blaues Trainingsjackerl, ausgestellte Jeans. Seine Antwort, dass er sich so gar nichts aus Kleidung mache, die ihm sowieso völlig egal sei, war für die beiden unglaublich. Und mir war sie – wie auch alles andere zu diesem Zeitpunkt – ziemlich wurscht.

Ich durfte diese Stücke später genauerer Betrachtung unterziehen. Und – Überraschung – unter den Jeans trug er eine lange Unaussprechliche in weiss, zwei glatt, zwei verkehrt… Das war Beweis genug, der Mann spricht keineswegs mit gespaltener Zunge! Und ich lernte, wenn es passt, sind solche Details vollkommen unwichtig: An den Unterhosen soll es niemals scheitern!