Preview: Ute Ploier Kollektion „Lost Angeles“, SS 2013

Ute Ploier zeigt derzeit ihre neue Männerkollektion „Lost Angeles“ (Spring/Summer 2013) in Paris. Maria Ziegelböck hat die Teile an Model Jana Wieland fotografiert.  Schön und subtil! Quasi Andrej Pejic mit umgekehrten Vorzeichen.

Ute Ploier: Lost Angeles, SS13
Fotos: Maria Ziegelböck
Model: Jana Wieland

Austrian Fashion Showcase in Paris, Nummer Zwei

Nach dem gelungenen Pilotprojekt im letzten Herbst findet nun zum zweiten Mal der Austrian Fashion Showcase in Paris statt. Ziel der Gemeinschafts-Präsentation österreichischer Mode-, Schmuck- und Accessoires-Labels bei der Première Classe ist es, die Positionierung an internationalen Märkten zu unterstützen und nachhaltige Marktchancen zu eröffnen.

Wie die Idee dazu entstanden ist, haben die beiden Initiatorinnen Camille Boyer und Marlene Agreiter im vergangenen Jahr hier und hier erzählt.

Teilnehmende Labels:

AUSTRIAN FASHION SHOWCASE
Première Classe
Parc des Expositions – Porte de Versailles
1 Place de la Porte de Versailles, F-75015 Paris
Messehalle 4, zwischen den Messeständen D35 und D41
21.01.2012 – 24.01.2012
Täglich von 9:00 – 19:00 Uhr (Dienstag bis 18:00 Uhr)

Foto: Mario Schmolka

Austrian Fashion Designers @ Paris Spring/Summer 2012

pelican avenue: „polynesia“ Spring/Summer 2012
Showroom Paris 29.9.-3.10.2011
Appointments: studio(at)pelicanavenue.com

Hartmann Nordenholz: Spring/Summer 2012
Showoom Paris 1.10.-4.10.2012
Appointments: info(at)hartmannnordenholz.com

Michel Mayer Spring/Summer 2012
Showing at Tranoi, 30.9.-3.10.2012
Appointments: anthony(at)amfshowroom.com

Anna Aichinger Spring/Summer 2012
Showroom Paris 29.9.-2.10.2012
Appointments: contact(at)annaaichinger.com

superated: „Pier“ Women Spring/Summer 2012
Showing at Tranoi, 30.9.-3.10.2012
Appointments: robin(at)robinmeason.com

(Die Liste stellt eine Auswahl dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

Paris: Ausstellung Madame Grès, la couture à l’oeuvre

Nach ein paar wunderschönen Tagen in Paris erlaube ich mir hier mal wieder eine Reise- und Ausstellungsempfehlung.

Eines der ganz großen, klassischen, französischen Haute Couture Häuser ist oder besser gesagt war Grès. Madame Grès – eigentlich Germaine Emilie Krebs – kleidete seit den 30er- bis in die 80er-Jahre Prominente wie gekrönte Häupter in ihre zeitlos eleganten, von der griechischen Klassik inspirierten und unendlich aufwändig drapierten Modelle.

Die Kleider modellierte sie entweder direkt am Körper oder anhand spezieller Körperformen aus Holz, ähnlich Schuhleisten. Im Gegensatz zu ihrem Zeitgenossen Christian Dior setzte sie auch in den taillen-betonten 50ern kein Korsett ein. Sie verstand es, eine elegante Silhouette mit hohem Tragekomfort zu verbinden, was sie auch durch ihr bevorzugtes Material, feine Seiden-Jerseys erzielte.

Noch bis 24. Juli zeigt das Pariser Musée Bourdelle, ansonsten kein typischer Ausstellungsort für Mode, eine absolut sehenswerte Retrospektive mit achtzig Kleidern aus allen Jahrzehnten sowie unzähligen Zeichnungen und Fotos. Eine geballte Präsentation aus verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen, die in der Zusammenstellung wohl kaum mehr zu sehen sein wird.

Besonders erfreulich fand ich, dass viele Figurinen so aufgestellt sind, dass man rundherum gehen und dadurch auch in den Genuss der Seiten- und Rückenansichten kommen kann.

Auf irritierende Vitrinen wurde bei den meisten Modellen verzichtet, wodurch der eingehende Blick auf Details möglich ist. Und doch staunt man auch aus nächster Nähe nicht selten. Wie etwa der unglaubliche Rocksaum von 16, 29 Metern Umfang in der schmalen Taille eines Abendkleides verschwindet, bleibt wohl das Geheimnis von Madame Grès.

Das Modelabel Grès gehört heute einem japanischen Konzern. Der Versuch mit Kreativdirektor Koji Tatsuno in der ersten Hälfte der Nullerjahre einen Relaunch des wertvollen Brands zu verwerten, scheint nicht den gewünschten Erfolg erzielt zu haben.

Wen wundert’s? Erweiterte doch Madame Grès erst sehr – vielleicht zu – spät ihr Haus um eine Pret-a-porter Linie, die sie denn auch mehr als notwendiges Übel empfand.

Übrigens konnte ich leider online keine Fotos der neuen Kollektionen von Koji Tatsuno finden, hat jemand von euch mehr Glück?

Madame Grès, la couture à l’oeuvre
Musée Bourdelle
16 rue Antoine Bourdelle, 75015 Paris
Noch bis 24. Juli 2011

Als Givenchy die Hepburn anzog

Givenchy hatte den Film angezogen. Damals war das noch sehr damenhaft, das war kurz vor Courreges, den Hippies und dem Minirock und den Jeans. Das ist noch – wie soll ich sagen – eine sehr konventionelle Welt mit einem sehr anständigen Humor.

Karl Lagerfeld stellt in seiner Kurzeinführung Charade, den Abschlußfilm der Arte Fashionweek in einen modehistorischen Zusammenhang.

Die anständige Dame trug damals (1963) unterwegs noch stets Hut und Handschuhe, Tasche und Pumps hatten selbstverständlich die selbe Farbe zu haben. Und der männliche Part des Filmpaares Audrey Hepburn und Cary Grant konnte ohne weiteres 26 Jahre älter sein als sie.

Charade (1963):
Stanly Donen (Regie), mit Audrey Hepburn, Cary Grant, Walter Mattau, James Coburn u.a.
Kostüm für Audrey Hepburn: Hubert de Givenchy