Tschilp Interview auf woman.at

Die Online-Redaktion der gleichnamigen österreichischen Frauenzeitschrift Woman.at zeichnet seit einiger Zeit dank Michaela Cooloutfit Ambos ein hübsch buntes Bild der österreichischen Mode-Blog-Landschaft. Jetzt gibt’s auch ein Interview mit mir, hat Spass gemacht! Zum Nachlesen, einfach auf den Screenshot klicken oder direkt bei woman.at lesen.

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Erfolgreich Modebloggen?

FashionCamp Vienna 2012, 8.u.9.September

Die liebe Anna, eine der Organisatorinnen des nunmehr dritten Fashioncamps (8.& 9.9.) hat mich vor einiger Zeit zur Diskussionsrunde Erfolgreich Modebloggen – Welche Erfolgskriterien hat ein Modeblog? geladen. Ich wäre auch sehr gerne gekommen, vor allem angesichts der illustren Gäste (David & Jakob/Dandy Diary, Katja Schweitzberger/LesMads, Kira Stachowitsch/Indie Magmaterial girlThe Pet Fanclub, Monki Magazine) und der fachkundigen Moderation von Anne Feldkamp, aber der runde Geburtstag meiner besten Freundin hat diesmal Vorrang. Vielleicht kann ich ja einen kleinen Beitrag leisten, indem ich hier ein paar Fragestellungen zum Thema anbiete:

Erfolg bedeutet ja für jede etwas anderes und hängt sehr stark mit persönlichen Zielsetzungen und Erwartungshaltungen zusammen. Eine Binsenweisheit? Genau, aber wichtig, wenn man über das Thema sprechen will.

So kann Erfolg zum Beispiel heißen, es überhaupt zu tun. Ein Blog einzurichten, eventuell sogar selbst zu hosten, sich die erforderlichen Multimedia-Fertigkeiten anzueignen, das Ganze mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu befüllen und in ein Netzwerk zu integrieren, Kontakte zu knüpfen, Spaß zu haben…

Ein Blog lässt sich aber auch als Profilierungsplattform nutzen, also dazu über veröffentlichten Content Glaubwürdigkeit und Anerkennung in einer bestimmten Szene aufzubauen. Oft können darüber längerfristig Aufträge und Projekte lukriert werden. Oder Einladungen zu Shows, Openings, Previews und dergleichen. Der Tweet „Huch, sitze gerade bei der XY-Show neben YZ in der Frontrow,“ klingt doch schwer nach Erfolg.

Marketingleute wie ich denken meist automatisch ans Messen: Visits oder besser User – wenn geht Unique User – per Zeiteinheit (etwa pro Monat), Google PageRank, Alexa Rank usw., also Indikatoren, die auf Reichweite schließen lassen. Solche quantitativen und scheinbar exakten Kennzahlen spielen natürlich eine Rolle, wenn es um Werbebuchungen und Advertorials geht, schließlich muss ich als Auftraggeberin ja beurteilen können, ob ein Werbeträger überhaupt in der Lage ist, soviele Impressions auszuliefern wie ich brauche um meine Zielgruppen zu treffen. Wer also an Monetarisierung mittels Werbung oder diverser Kooperationen denkt, sollte seine Zahlen kennen und Erfolg damit darstellen können.

Erhebt sich die Frage: Wer nutzt das betreffende Blog überhaupt? Und wie? Welche Art Inhalt kommt an? Und bei wem? Darüber wissen wir meist wenig. Klar, wer sich keine systematischen Erhebungen leisten kann, ist auf Rückschlüsse aus Gesprächen, Blogkommentaren, Likes, Fans, Followers und Tools wie etwa Klout angewiesen. Und so kommt es, dass große Unternehmen da oft den besseren Überblick haben. Etliche Listening und Monitoring Tools wurden da entwickelt, und Agenturen beschäftigen sich zunehmend damit Sentiment, Engagement etc. via Social Media zu eruieren und Key-Influencers aus der vielfältigen Blogosphere herauszufiltern. Relevanz ist hier das maßgebliche Kriterium.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass in der Diskussion nicht ausschließlich Kriterien zum monetären Erfolg thematisiert werden. Was ist aus der Idee mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine eigene Meinung zu publizieren, die durchaus ein konträres Bild zur weit verbreiteten Hofberichterstattung entwerfen könnte, geworden? Und wie schätzen die AkteurInnen der Mode-Blogosphäre heute das entsprechende Erfolgspotential ein? Dazu gibt’s ja dann hoffentlich viele Anregungen in der Abschluss-Session am Sonntag Bloggerszene: Was fehlt, ist Mut!

PS: Ich hoffe immer noch auf einen Livestream!

FashionCamp Vienna
8. und 9. September 2012
The Hub Vienna
Lindengasse 56, Top 17-18 (Hofeingang), 1070 Wien

FashionCamp Vienna 2011

Am Samstag findet das zweite FashionCamp Vienna statt. Die ursprünglich aus dem BarCamp-Umfeld enstandene Konferenz will das spannende und breite Themengebiet rund um Mode und neue Medien präsentieren,  diskutieren sowie kommentieren und versteht sich als Plattform und Treffpunkt der österreichischen Web 2.0 Modeszene.

Für fünf knapp einstündige Sessions, in denen rechtliche oder werbliche Fragen ebenso wie Bezüge zur lokalen Modeszene behandelt werden sollen, haben sich die Veranstalterinnen heuer entschieden.

So hostet Social-Media Fachfrau Julia Basagic eine Runde mit Jette Farwick (Dealhunter), Heiko Herbig (Burda Verlag) und Sabine Kolby (Humanic).

Sie möchte Unternehmen und BloggerInnen einander näher bringen und aufzuzeigen, welche Maßnahmen nötig sind, um eine funktionierende und für alle zufriedenstellende Zusammenarbeit zu fördern.

Moderedakteur Daniel Kalt (Die Presse) wird sich mit Marlene Agreiter (Kooperationsbörse), Cloed Baumgartner (Modepalast), Marjan Firouz (Vienna Awards) und Maria Oberfrank (MQ Vienna Fashion Week) überlegen, wie die zahlreichen Mode-Events im Zusammenhang mit der Bedeutung Wiens als „Modemetropole“ stehen.

Der Eintritt ist frei, für Essen ist gesorgt, die Sponsoringpartner haben sich die eine oder andere Hetz einfallen lassen und Afterparty gibt’s sowieso. Was will man mehr?


FashionCamp Vienna
The Hub Vienna
Lindengasse 56, Top 17-18 (Hofeingang) , 1070 Vienna, Austria
Samstag, 10. Septemner, 11 bis 18 Uhr
Veranstaltet von: Michaela Ambos, Viktoria Egger, Teresa Hammerl, Anna HeubergerLeni Garibov, Maria Ratzinger

Video: Anna Heuberger

Einheitsbrei und andere Kost

Kollegin Blica konstatiert der Fashion-Blogosphere eine zunehmende Tendenz zum Einheitsbrei. In Zeiten, wo immer mehr PR-Agenturen auch den Bereich Blogger-Relations für ihre Kunden betreuen, belaufe sich

der inhalt von modeblogs eben nur mehr darauf, aussenreportagen zu diversen pr-veranstaltungen zu liefern.

Will heißen:  Die verschiedenen Postings zu Events wie etwa Press Days beschränken sich derzeit oft auf „Beweisphotos“ aus ein- und denselben Showrooms. Es geht dabei praktisch nie um auch nur irgendwie fachliche Inhalte, sondern wohl eher darum, die Zugehörigkeit  zu einer Szene zu demonstrieren, die man für professionell hält.

Diese „Gleichschaltung“ rührt meiner Ansicht nach zu einem Gutteil von der Dankbarkeit her, überhaupt eingeladen worden zu sein. Diese Dankbarkeit äußert sich durchwegs in Form affirmativer Berichterstattung, auch wenn es denn halt nur Bilder sind. Ein altes wie allgegenwärtiges Phänomen, das ich dem Begriff Hofberichterstattung zuordnen möchte.

Das Prinzip ist recht einfach. Kritische Auseinandersetzung ist in einer um Events und Image zentrierten Branche nicht gefragt. Und die Hand, die einen füttert, hat man gefälligst nicht zu beißen. Ansonsten gibt’s kein Futter. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Beispiel:

Nachdem ich mich auf eine Einladung der Veranstalter der kürzlich stattgefundenen Styles Gala mit Show der Wiener Modemacher und Verleihung des Couture Preises 2011/12 hin angemeldet hatte, erhielt ich folgende Email (Auszug):

Sehr geehrte Frau Dr. Amort!
Gerne sind wir auf Ihre Anfrage eingegangen und haben diesbezüglich auch eine kurze Recherche durchgeführt. Daraus ergab sich bei uns jedoch eine leichte Verwunderung, weshalb Sie sich wiederum ein Event mit ‚letztklassigem Publikum‘ und ‚geschmacklosen Hors d’œuvre sowie laschen Hauptgängen‘ antun wollen.

Wir müssen leider davon ausgehen, dass sich unser grundlegendes Verständnis für Stil und Mode in den letzten beiden Jahren nur mariginal verbessert hat und daher Ihre Erwartungshaltung auch nicht nur annähernd erfüllen kann. (…)

Was da ironisch rüberkommen sollte, wirkt entlarvend. Stören sich doch die Veranstalter offensichtlich am meisten an meiner – zugegeben ziemlich deutlichen – Meinung über die Verköstigung. Was ich zur seinerzeit präsentierten Mode zu sagen hatte –  hier und hier nachzulesen – spielte überhaupt keine Rolle.

Den Couture Preis hat übrigens Melitta Rockenbauer (Nurit Couture) mit einem sehr aufwendig gefertigten, sommerlich eleganten Modell gewonnen. Im  Nachbericht der Veranstalter, der mir zugespielt wurde, fand dies allerdings keinerlei Erwähnung.

Tschilp in der Maxima

Zusammen mit Anne (Blica), Michaela (Cool Outfit), Maria (Stylekingdom) und Viktor (Miss Viki) bin ich nun also in der aktuellen Ausgabe der Kundinnenzeitschrift Maxima aus dem Rewe-Konzern gelandet. Fotografin Regina Hügli war so nett mich in Form meines Lieblingsfotos von Christoph Pirnbacher in einen Leuchtkasten zu montieren, da ich leider nicht zum Shooting kommen konnte.

Unter dem Titel Blog on the Rock (den ich allerdings nicht wirklich nachvollziehen kann) hat Ulrike Tschabitzer-Handler (Unit-F) an uns fünf ein paar nette Worte verteilt. Das Magazin habe ich mir übrigens aus diesem Anlaß zum ersten Mal gekauft.

Von der reichlichen Platzierung österreichischer Modelabels in einer hübsch gemachten Fotostrecke von Nicole Adler war ich positiv überrascht. Oder geht das schon in Richtung Kooperation mit dem diesjährigen 11festival?

Ein  zweites Foto, das dann nicht verwendet wurde, gibt es übrigens für Neugierige bei Miss Viki zu sehen.

PS und off-topic: Wer Maxima oder deren Services liest oder benutzt, erklärt sich übrigens laut Impressum mit der Weitergabe der persönlichen Daten an Dritte einverstanden. Vielleicht sollte ich das gleich mal schriftlich widerrufen, sicher ist sicher ;-)