8 Fragen an Rose Beck

Star Tote, Rose Beck Wien

Die eleganten Rose Beck Taschen sind mir schon bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder aufgefallen, dann verlor ich sie irgendwie aus den Augen. Umsomehr freue ich mich, dass sich Roswitha Ruprechter, die Frau hinter dem Wiener Label, die Zeit genommen hat, mein 8-Fragen Interview zu beantworten.

Wer ist ROSE BECK Wien?

ROSE BECK wurde 1996 von Roswitha Ruprechter gegründet.

Woher kommt ROSE BECK Wien?

Aus dem Interesse etwas Skulpturales für den Alltag schaffen zu wollen und der Faszination an dem Material Leder.

Wo will ROSE BECK Wien hin?

zu modeinteressierten Menschen.

Was unterscheidet ROSE BECK Wien von anderen Labels?

ROSE BECK ist ein Taschenlabel mit Anspruch auf Originalität und Mode in klassischer und qualitativ hochwertiger Ausführung. Unsere Taschen sind für Frauen mit Selbstbewusstsein und Stilsicherheit. Das Accessoire ist ein Gegenstand, der die natürliche Eleganz der Trägerin zur Geltung bringt.

Sie zeigen auch international, welche Bedeutung hat das für Ihr Label und wie ist dieser Aufwand zu schaffen?

Wir investieren viel Energie und Leidenschaft um auch international präsent zu sein, dies bringt die Möglichkeit andere Kunden und Kulturen zu erreichen. Wiederum erweitert es den eigenen Horizont und inspiriert.

Wie sehen Sie die österreichische Modeförderung?

zu wenig neutral.

Was fällt Ihnen zu “Mode in Wien” ein?

Die Modeszene in Wien ist sehr interessant und vielseitig, leider sind die Konsumenten etwas vorsichtig und zu wenig mutig um Österreichische Mode zu tragen. Das ist sehr schade, da sich dadurch auch die Boutiquen lieber international anerkannte Ware nehmen um den nötigen Absatz zu erzielen.

Was sollte unbedingt über ROSE BECK Wien gesagt werden?

Zu haben sind die Taschen in Wien bei N5 (Neubaugasse 5) und DWH store (Gumpendorferstr.), sowie isthenew (St. Pölten), Breineder & Gibiser (Graz).

Danke für das Interview!

Casetto Stripe, Rose Beck Wien Star Ring, Rose Beck Wien Cigarette Wihite, Rose Beck Wien Casetto Eyelash, Rose Beck Wien

Photos: Jessica Shimizu, Concept & Styling: Mana Furuyama

Jetzt neu: kontiki Shop

Karin Maislinger – aufmerksamen Tschilp-LeserInnen keine Unbekannte – öffnet ab sofort jeden Freitag und Samstag ihr Geschäft. Im 16. Wiener Gemeindebezirk, Nähe Yppenplatz, wo sonst?

Ihre Taschenkollektion aus recycelten Fahrradschläuchen hat sie um eine neue große Umhängetasche mit Henkeln und eine kleine Clutch erweitert. Das trifft sich gut, sowas suche ich nämlich gerade.

kontiki studio/showroom/gallery
Grundsteingasse 20/1, 1160 Wien
Freitag 10 – 18 Uhr & Samstag 10 – 16 Uhr
Gast-Label: Coq en pâte (Frankreich)

Fotos: kontiki

FREITAG Flagship Store Wien

Wien hat seit gestern Abend einen Freitag Flagship Store. Und der ist ziemlich gut ausgefallen. In dem abgespachtelten, entkernten Geschäftslokal in der Neubaugasse wird nämlich erstmals ein eigens für Freitag entwickeltes Regalsystem konsequent eingesetzt. Aus recyceltem Material gefertigt – eh klar. Designer Colin Schaelli erhielt dafür 2009 den Design Preis Schweiz.

Wer glaubt, die Freitag Taschen zur Genüge zu kennen, wird bei 1600 Unikaten, die jeweils mit Foto versehen in Schubladen ihrer neuen BesitzerInnen harren, trotzdem überrascht sein. Kein Wunder, dass Markus und Daniel Freitag für ihr  faszinierendes Konzept vielfach Auszeichnungen erhalten haben.

Die Ideen gehen ihnen auch nicht aus, starten sie doch heuer mit zusätzlichen saisonalen Kollektionen. Meine Favoriten aus der irgendwie ganz anderen Linie namens Reference sind die Schuppentaschen Hind und Hale.

FREITAG Flagship Store
Neubaugasse 26, 1070 Wien

Fotos: Tschilp.com

 

„Kopenhagen ist interessant.“ Ein Gespräch mit Günther Schöffmann, Ozelot

Mehr als vier Jahre führt Günther Schöffmann schon Ozelot, seinen Laden für individuelles Taschendesign. Infos über neue Labels recherchiert er online und natürlich auf Branchenmessen wie etwa in Paris. Heuer stattete er erstmals Kopenhagen einen Besuch ab, und ich habe ihm dazu ein paar Fragen gestellt.

Du warst vor kurzem bei der Modewoche in Kopenhagen, wie sind deine Eindrücke?

Kopenhagen ist interessant. Mehr als fünfzig Prozent der Einwohner fahren mit dem Fahrrad. Die Stadt bewegt sich dadurch auch langsamer, die Leute sind relaxter. Man nimmt sich für alle schönen Dinge des Lebens mehr Zeit. Ich habe zwei Tage gebraucht um mich darauf einzustellen.

Dafür dass Kopenhagen eine relativ kleine Stadt ist (laut Reiseführer 500.000 Einwohner) hat sie in Sachen Design und Mode um einiges mehr zu bieten als Wien. Bei Spaziergängen durch die Stadt ist uns aufgefallen, dass es sehr viele kleine Geschäfte gibt und große Ketten (z.B H&M, Zara…) nicht so dominant sind wie bei uns.

Welche Messen/Events hast du besucht?

Wir haben die CPH Vision, Terminal 2 und Gallery besucht. Shows interessieren mich weniger.

Dein persönliches Highlight?

Die Messe Gallery, es gab schöne hochwertige Produkte, viele nordische Labels, die ich zum ersten Mal gesehen habe. Leider sind einige Labels zu hochpreisig um sie in Wien erfolgreich verkaufen zu können. Unser persönliches Highlight war die neue Kollektion von Lumi, die wiedermal mit gut durchdachten und schön designten Taschen überzeugen konnten.

Gibt es neue Labels, die wir demnächst im Ozelot Sortiment erwarten können?

Sandqvist aus Schweden (entdeckt auf der Terminal 2), sie machen schlicht elegante Aktentaschen und Handtaschen aus hochwertigem, robustem Leder. Neu (allerdings nicht auf der Messe entdeckt) im Geschäft gibt es auch schöne Taschen von Ackermann und wieder im Sortiment die veganen Taschen von Matt & Nat.

Nach welche Kriterien kaufst du deine Ware ein, was ist dir bei deinen Produkten wichtig?

Das Wichtigste ist, dass mir die Produkte vom Design her gefallen. Dabei ist mir auch die Art der Produktion wichtig: wenn möglich ökologisch und unbedingt unter sozial korrekten Arbeitsbedingungen. Dazu kommen ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und sehr gute Verarbeitung der Materialien.

Ich versuche außerdem Labels zu finden die in Wien noch nicht auf dem Markt sind. Natürlich gibt es auch Vernunft-Entscheidungen, d.h. ich nehme auch Produkte ins Sortiment, die sich gut verkaufen, auch wenn sie mich optisch nicht hundert prozentig überzeugen. Die Qualität muss aber auf jeden Fall stimmen.

Ozelot gibt es jetzt seit rund viereinhalb Jahren, was wünscht du dir für die kommenden viereinhalb Jahre, welche Ideen möchtest du umsetzen?

Vorrangiges Ziel ist, mit meiner Partnerin unseren neuen Onlineshop im Jahr 2011 auszubauen. Weiters planen wir den Shop auch auf Englisch zu führen, um uns international besser positionieren zu können.

Ziel ist, dass der Shop in den nächsten Jahren einen wichtigen Stellenwert am europäischen Taschen-Onlinemarkt in unserem Segment, also bei individuellen Taschen, erreicht. Eins nach dem Anderen. Wenn das soweit ist, gibt es ein neues Ziel.

Danke für das Interview und viel Erfolg weiterhin!


Fotos: Ozelot, Hersteller