Archiv des Tags ‘Fashion’

Michaela tschilpt

Dimitri [MQ Vienna Fashion Week]

30. September 2009 16:35, by Michaela

Dimitri

Edel, vornehm und gut schwebten die Kleider des in Meran arbeitenden Dimitrios Panagiotopoulos am letzten Tag der MQ Vienna Fashion Week über den Laufsteg. Die Modelle vertreibt er unter dem Namen Dimitri auch online.

DimitriDimitriDimitri

DimitriDimitriDimitri


Fotos, Video: Tschilp.com

Michaela tschilpt

Baiba Ripa [MQ Vienna Fashion Week]

28. September 2009 00:27, by Michaela

Baiba Ripa

Feine Baumwollstoffe mit einer speziellen Art von Lochstickornamenten und viel Detail in der Schnittführung gab es beim lettischen Label Baiba Ripa vergangenen Samstag zu sehen. Für meine Begriffe zu angepasst, aber sicher gut kombinierbar.

Baiba RipaBaiba RipaBaiba Ripa

Baiba RipaBaiba RipaBaiba Ripa

Baiba RipaBaiba Ripa


Fotos, Video: Tschilp.com

Michaela tschilpt

Gina Drewes & Tiberius [MQ Vienna Fashion Week]

24. September 2009 23:30, by Michaela

Gina Drewes & Tiberius

Gegensätze ziehen sich an, heißt es. Tiberius, Spezialist für Fetisch, Leder, Lack und Latex traf heute auf Gina Drewes‘ elegante Madames. Einige Kombinationen wirkten absolut spannend, wie etwa die verwaschen bunt gefärbten Seidenkleider mit den extrem hohen Lackschnallenstiefeln, andere fand ich eher vulgär.

Gina Drewes & TiberiusGina Drewes & Tiberius

Gina Drewes & TiberiusGina Drewes & TiberiusGina Drewes & Tiberius

Gina Drewes & Tiberius

Gina Drewes & TiberiusGina Drewes & Tiberius

Busen und Beine beiderlei Geschlechts entzückten jedenfalls zusammen mit den erotisch besetzten Materialien die vergnügt kreischende Menge im vollen Zelt. Ein gelungenes Spektakel in der Praterstadt.


Fotos, Video: Tschilp.com

Michaela tschilpt

Auftakt: MQ Vienna Fashionweek

24. September 2009 01:38, by Michaela

Emma Bell

Eine richtig lange Warteschlange muss sein. Das gehört nun mal genauso zu einer Fashionweek wie mindestens ein Zelt. 250 bis 300 Personen passen da schätzungsweise hinein, in das Fashionzelt beim Wiener Museumsquartier.

Und heute fanden als Auftakt die Modequartier 21 Shows dort statt. Gleich 11 Labels spulten zur Eröffnung der MQ Vienna Fashionweek eine satte Show vor überaus zahlreichem und dankbarem Publikum ab.

PitourPitourPitour

Maria Oberfrank, neben Elvyra Geyer und Zigi Mueller Organisatorin der MQ Vienna Fashionweek machte mit ihrem Label Pitour den Anfang. (Das ist übrigens ganz normal in Österreich, auch Ausstellungs-Kuratoren inkludieren so gut wie immer ihre eigenen Werke.) Die britische Designerin Emma Bell kippte am Schluss erfreulicher Weise jede Menge Farbe und Humor über das Ganze.

ArtistaArtista

km/akm/akm/a

MasiMasi

dypol deductionsdypol deductionsdypol deductions

MarkertkraftMarkertkraftMarkertkraft

Dazwischen zu sehen: alte Bekannte wie das sichtlich gereifte Label Artista, gut Verkäufliches in Strick von Masi, coole Recyclingmode von km/a, Performatives von dypol deductions und ein bisschen enttäuschend die Blickfang-Stammgäste Markertkraft, deren Mäntel aus edlem Loden ich in den vergangenen Kollektionen gelungener fand.

Cindy SteffensCindy SteffensElke Freytag

Feminin Verspieltes in Farbe und Form gab’s bei Cindy Steffens, die mit vielen kleinteiligen Details und ihren exzellenten Kopfbedeckungen glänzte und natürlich bei Elke Freytag, deren Cocktailkleider zwar nichts Neues aber jedenfalls ziemlich gut sind.

R! by Dominique RaffaR! by Dominique RaffaR! by Dominique Raffa

Caleidoscope Eyes by Leonie SmeltCaleidoscope Eyes by Leonie Smelt

Avantgardistischer ging es bei R! by Dominique Raffa zu. Ihre Kollektion fand ich perfekt in sich geschlossen, Design und Materialien gehen ein bisschen Richtung Space Age und als Tüpfelchen auf dem I gabs auch sehr schöne LED-Lichteffekte. Leonie Smelt spielt in ihrer Kollektion Caleidoscope Eyes auch ein bisschen mit Glühwürmchen, die Kleider versuchen sich an Facettenschliff und Prisma.

Emma BellEmma BellEmma Bell

Insgesamt ein erfolgreicher Auftakt. Mal sehen, was aus der Fashionweek wird! Von den Einzel-Shows, deren insgesamt 30 bis Sonntag auf uns zukommen, erwarte ich mir aber schon etwas mehr Dramaturgie und Individualität im Showdesign.

Fotos: Tschilp.com, Videos zu den Fashionquartier 21 Shows demnächst!

Michaela tschilpt

The Future of Retail

8. September 2009 11:55, by Michaela

Vorschlag für Inserate (nicht realisiert) Projekt "United People", Benetton

Im Rahmen der Ars Electronica in Linz (3. – 8. September) fand am Samstag, den 5. September – etwas im Wust der Konferenzen versteckt – das Symposion The future of retail statt.

Die Veranstaltung stellt den ersten Arbeitsschritt einer für 12 Monate geplanten Zusammenarbeit zwischen dem Benetton Institut Fabrica, dem Ars Electronica Future Lab, dem Telekom Italia Future Centre sowie dem London College of Fashion dar. Ziel des Projektes soll nicht mehr und nicht weniger sein als das Real Life Einkaufserlebnis im Modebereich neu zu erfinden.

Deswegen befasste man sich erstmal hauptsächlich mit Geschichte. Andy Cameron, Executive Director Fabrica, rief das damals relativ innovative Benetton Projekt United People in Erinnerung, bei dem KundInnen in bestimmten Filialen Videos aufnehmen und versenden konnten. Wie das 2004 funktionierte, ist hier zu sehen.

Wieviele Menschen daran teilgenommen und sich dadurch aktiv mit der Marke auseinandergesetzt haben, wurde leider nicht erörtert. Etwas verwunderlich, wenn Retail im Zentrum des Geschehens stehen soll.

Wie sich Einkaufswelten vom Department Store des 19. Jahrhunderts zum Flagship Store entwickelten riss der britische Lektor mit Spezialgebiet Flagship-Marketing Tony Kent anhand von Abbildungen aus der Literatur an.

Weiter gings mit einer Mischung aus ein bisschen innovativer Shop-Architektur hier und einem eher altmodischen Image-Vortrag von Sponsor Telecom Italia da – Beispiele von Haushaltsgeräten mit Internetanschluss sind halt leider seit Jahren keine relevanten, visionären Themen mehr.

Es folgten einige sehr schöne Beispiele von Inszenierungen, die Fabrica an der Schnittstelle zwischen Werbung und Kunst für Auftraggeber, mit denen sich wohl alle Kreativen gerne schmücken würden, wie Prada (Trembled Blossoms Präsentations-Event), Colette, Galeries Lafayette oder The New Museum durchführte. Auch hier sprach man leider nicht über Zahlen oder den Return on Marketing Investement.

Futurelab-Direktor Horst Hörtner hingegen schien mit seiner Entdeckung des Klassikers Marketing Management von Philip Kotler (1967) gerade so happy zu sein, dass er meinte damit die Innovationskraft von Ars Electronica Projekten aus den vergangenen Jahren  untermauern zu müssen.

Auf die Präsentationen von Chris Salter (Performativity and Shopping) und Sabine Seymour (Fashionable Technology), deren Lectures über eines der spannendsten Zukuntftsthemen, nämlich Wearables ich bereits zweimal in Wien sehen konnte, musste ich diesmal verzichten.