Archiv des Tags ‘Marketing’

Michaela tschilpt

Tschilp auf Stimmenfang: Jetzt abstimmen beim MBBDBWBSZZMDSBL!

16. April 2008 00:01, by Michaela

tschilp tschilp

Wir haben also unsere Spatzen Alter Egos beim heurigen MBBDBWBSZZMDSBL-Wettbewerb - kurz Blogo 2008 - eingereicht, den der Besserwerberblog veranstaltet. Gesucht wird das schönste Blog-Logo, bitte um Votes für Nummer 075!

MBBDBWBSZZMDSBL 2008

Derzeit gibt es 152 Einreichungen, und man kann auch noch mitmachen.

Michaela tschilpt

Lokalaugenschein beim Clemes en August Tourstop Wien

12. April 2008 12:49, by Michaela

Beinahe völlig unbeachtet macht soeben die Roadshow von Clemens en August in Wien Halt. Noch bis heute, Samstag Abend, 20 Uhr wird im MAK die schlicht-sportive Mode für Männer und Frauen verkauft.

Der Labelname bezieht sich bewusst auf das alte Familienunternehmen C&A, dem der abtrünnige Spross Alexander Brenninkmeijer 2003 den Rücken gekehrt hat, um ein eigenwilliges Konzept zu versuchen: Die Kollektionen kommen nicht über herkömmliche Retailwege auf den Markt, sondern touren zwei Mal im Jahr durch den deutschsprachigen Raum. Sie werden prinzipiell im Kunstkontext, also in Gallerien und Museen an jeweils drei Tagen direkt verkauft.

Wir machen keine Reklame, bezahlen keine teuren Ladenmieten, arbeiten in einem kleinen Team von fünf Leuten - und bleiben so effizient.

So Brenninkmeijer im Interview mit Spiegel Online. Aufwertung mittels Kunstkontext, Exklusivität auf Basis von Mailinglisten, künstliche Verknappung durch den begrenzten Zeitraum - das klingt eigentlich nach einem interessantem Ansatz.

Clemens en August im Wiener MAK, April 2008 Clemens en August im Wiener MAK, April 2008 Clemens en August im Wiener MAK, April 2008

Die Kollektion selbst besteht hauptsächlich aus Basics, die einem immer schon bekannt vorkommen (was durchaus ein Vorteil sein kann). Die Nichtfarben Grau, Schwarz, Weiss, Dunkelblau dominieren die riesige Halle im MAK gekoppelt mit wenigen Damenmodellen in Trendfarben (heuer Gelb, Pink, Blitzblau). Klare, unauffällige und wohl bewährte Schnitte sind in ordentlicher Qualität umgesetzt.

Clemens en August im Wiener MAK, April 2008 Langeweile an der Kassa

Nur vereinzelt ist Kundschaft zu sehen. Woran liegt’s? Vielleicht doch ein bisschen zu wenig Öffentlichkeitsarbeit? Zu wenige NewsletterabonnentInnen aus Wien? Oder hat es womöglich mit der angebotenen Ware selbst zu tun?

Gut gemachtes puristisches Modedesign fände ich gerade jetzt, in Zeiten eines allzu madamigen blumigen, rüschigen Pupperl-Celebrity-Stils erfrischend. Theoretisch. Praktisch reichen jedoch schmale Hosen, klassische Blazer, sportliche Shirts mit kleinen Schnitteffekten hie und da bei weitem nicht aus, um in eine Liga mit Prada oder Jil Sander zu kommen (Vgl. Interview Spiegel Online).

Und die angeblich hohe Qualität zum günstigen Preis macht mir mit Kunstseide und Preisangaben ohne Mehrwertsteuer nicht wirklich Spass.

Michaela tschilpt

Levi’s Electric Disco

6. April 2008 01:21, by Michaela

Levi’s Electric Disco Tour. Vertreter der Zielgruppe im Wiener Fluc

Am Donnerstag war Tourstart der Levi’s Electric Disco Tour im Wiener Fluc. Die zwei Jungs da wollten unbedingt aufs Foto. Brave Zielgruppe. Und die Party funktionierte ja auch wie am Schnürchen: Shitdisco hübsch tanzbar punkig als Start, MSTRKRFT mit wundervollen Bässen - so voll habe ich die Fluc Wanne noch nie erlebt. Dank Youtube auch hier zu erahnen.

Levi’s Electric Disco Tour Levi’s Electric Disco Tour, Fluc Wien

Davor hatte ich die Ehre am famosen Levi’s Electric Dinner im Tempel teilnehmen zu dürfen. Es war mein erster Press-Relations Event als einzige Bloggerin in Gesellschaft von VertreterInnen der klassischen Medienwelt wie Standard, Puls4, Flair, Peng!, Woman, Vice, The Gap oder Indie.

Da gab es einiges zu lernen: zum Beispiel, dass man in eher Streetwear-orientierten Kreisen nicht an die Wirkung solcher Promotion-Kampagnen glaube. Ist den Leuten wirklich nicht klar, dass sie soeben mit ihrer Anwesenheit und ihren Gesprächen genau das widerlegen?

Ansonsten viel, ab und an auch recht bissiger Smalltalk und etliche Unsicherheiten unter den Jungjournalistendiven - eine lustige Mischung, die von der Agentur schön & gut - was für ein Name! - erstklassig betreut wurde. Danke!

Michaela tschilpt

Puma und Hussein Chalayan nebst ein paar anderer Kleinigkeiten

4. März 2008 01:30, by Michaela

Die letzten 3 Viertelstunden habe ich mich mit dem Abzupfen nasser, weisser Papiertaschentuchfussel von ebenso nasser, schwarzer Wäsche aus der Waschmaschine ziemlich verausgabt. Dabei konnte ich immerhin feststellen, dass mercerisierte, glattere Baumwoll-Gewebe gegenüber Frottee oder gar billigen 0815- Unterhosen diesbezüglich klar im Vorteil sind.

Nur habe ich jetzt absolut keine Lust mehr, mich ausführlich mit den Börsekursen von PPR zu befassen. Der Name ist schlicht, denn zu glänzen ist Aufgabe der Konzerntöchter: Gucci, Yves Saint Laurent, YSL Beauté, Balenciaga, Sergio Rossi, Alexander McQueen, Stella McCartney, Boucheron aber auch Handelsketten wie La Redoute oder FNAC.

Das von CEO François-Henri Pinault geführte Großunternehmen hat letztes Jahr Puma gekauft und soeben hervorragende Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben.

PPR Ergebnisse 2007, Screenshot PPR.com

Mit Puma folgen ruckzuck auch gleich die nächsten Schlagzeilen: Avantgarde Designer Hussein Chalayan übernimmt die Position des Kreativdirektors - vielleicht endlich eine entsprechende Antwort auf die Adidas-Yamamoto-Connection - und Puma erwirbt nebenbei noch die Mehrheitsanteile an Hussein Chalayan. Ein Win-Win-Deal? Die PPR Presseaussendung formuliert es so:

“(…) Hussein Chalayan is a proven visionary in the fashion, design and art industries. As our Creative Directorfor our Sport Fashion business, Chalayan will bring his use of new technology, forward-thinking design and provocative point of view to PUMA,” said Jochen Zeitz, Chairman and CEO of PUMA. “Acquiring majority shares of the Hussein Chalayan brand is giving PUMA the ability to move into a new space, expanding our reach to become the most desirable Sportlifestyle company in the world.”

“(…) PUMA will support Chalayan to grow his brand worldwide, using guidance, resources and infrastructure from PUMA’s parent company PPR and giving the Hussein Chalayan brand a better opportunity to evolve in the retail environment. (…)”

Die Hussein Chalayan Website funktioniert übrigens zur Zeit nicht. Zufall oder Zeichen?

Website Hussein Chalayan Screenshot

Achja, und schwarze Unterwäsche wird in Zukunft nur mehr aus Seide oder mercerisierter Baumwolle gekauft.

Michaela tschilpt

Fashion Against AIDS: H&M in Sachen Corporate Social Responsibility

2. Februar 2008 14:17, by Michaela

“Fashion Against Aids” Auslage, H&M, Kärntnerstraße Wien

“Fashion Against AIDS” ist das Motto der eben gelaunchten H&M Kampagne, die geschickt soziale Verantwortung mit Popkultur verbindet. Die Mode mit Botschaft für die Zielgruppe der 15-24 Jährigen kommt von Rihanna, Chicks on Speed, Good Charlotte, Henrik Vibskov, Jade Jagger, Katharine Hamnett, My Chemical Romance, Rufus Wainwright, Scissor Sisters, The Cardigans, Tiga, Timbaland und Ziggy Marley, die Arbeit und Namen ohne Honorar zur Verfügung gestellt haben (und damit nebenbei in den Genuss einer weltweiten Imagekampagne gelangen).

25 Prozent der Einnahmen will H&M für Projekte zur Prävention von AIDS zur Verfügung stellen. Und des Guten noch nicht genug, bestehen die Shirts überdies aus organischer Baumwolle. Ein kuschelrundes CSR (Corporate Social Responsibility) Konzept, das sich rechnen wird.

Zum Drüberstreuen - weil’s grad aktuell ist - ein Auszug aus dem eben veröffentlichten Geschäftsbericht für das vergangene Geschäftsjahr:

Sales excluding VAT for the H&M Group for the financial year amounted to SEK 78,346 m (68,400), an increase of 15 percent. In local currencies, the increase was 17 percent and in comparable stores 5 percent.

Profit after financial items for the financial year was SEK 19,170 m (15,808), an increase of 21 percent. Group profit after tax was SEK 13,588 m (10,797), corresponding to SEK 16.42 (13.05) per share, an increase of 26 percent.

(…)

For the financial year 2007/2008 a net contribution of 190 stores is planned.

First stores in Russia is planned to open in 2009.

Egypt, Saudi Arabia, Bahrain and Oman new franchise markets in 2008.

The Board of Directors proposes a dividend of SEK 14.00 (11.50) per share.

Update (3.2.): Mehr über Designers Against Aids und AIDS Aufklärung.