Pia Mia zeigt im Wuk

Das Wiener Modelabel Pia Mia startet erfreulicher Weise die Frühjahrs-Saison und zeigt seine aktuelle Frühling/Sommer Kollektion im Rahmen einer Produktion der Abschlussklasse des Kollegs Modemanagement Michelbeuern.

Show Frühling/Sommer 2012 Pia Mia
Projektraum im WUK
Währingerstraße 59, 1090 Wien
3. Februar 2012, 19 Uhr (Show ab 20 Uhr)

10festival Guerilla Store

Anschließend an die heutige Eröffnungs-Pressekonferenz lud Unit F zum Pre-Opening in den  10festival Guerilla Store. Heuer wurde er von Andreas Murkudis (richtig, der Bruder von Designer Kostas Murkudis) kuratiert. Hier ein paar Bilder.

10festival Guerilla Store
Shop für österreichische Mode und Design
Liska, Hoher Markt 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: 8. – 17. Juni 2010, MO-FR 9 – 18 Uhr
Eröffnung: Montag, 7. Juni 2010, 19 Uhr

Accessoires, Schmuck und Mode von:

Designobjekte von:

Unter dem leicht missverständlichen Titel „Vintage Super Sale“ gibt es auch noch ein paar in den letzten Jahren liegen gebliebene, edle Stücke aus dem Liska Sortiment.

Brunchen mit Pia Mia

Susanna Dziadek, Pia Mia (links) und Elke Zellinger

Letzte Woche bin ich durch eine Mischung aus aus Zufall und Neugier beim Kreativbrunch gelandet, einer Veranstaltung der Grünen Wirtschaft. Elke Zellinger lädt dazu in unregelmäßigen Abständen Gäste aus dem Bereich Creative Industries für Interessierte zum Gespräch. Der eher kleine Rahmen – bis maximal 20 TeilnehmerInnen am Ovaltisch – bietet sich bestens für den ungezwungenen Gedankenaustausch an.

Knapp zehn Leute waren wir und unterhielten uns mit Susanne Dziadek vom noch recht jungen Wiener Label Pia Mia, das sie gemeinsam mit Freund Andreas Pohnitzer seit drei Jahren betreibt. Mit damals 23 Jahren wagte Dziadek nach ihrer Ausbildung in Michelbeuern und einigen Jahren Praxis zunächst mit Kindermode den Schritt in die Selbständigkeit und hat ihn nicht bereut.

Inzwischen bringt sie zwei Kollektionen (hauptsächlich Damen, ein bisschen Herren) im Jahr heraus, die in ihrem eigenen Laden in der Schönbrunnerstraße und bei Tiberius erhältlich sind. Vier Stück pro Größe werden produziert, und das geschieht sowohl in der eigenen Werkstatt als auch bei Merit, einem Projekt zur Förderung langzeitarbeitsloser Frauen, das auch andere heimische Labels gerne beauftragen.

Nachhaltigkeit und faire Erzeugung spielen bei Pia Mia eine wesentliche Rolle. Bei den Stoffen muss man aus Kostengründen noch Kompromisse machen. Für ihre eher schlichten Entwürfe spielt Susanne Dziadek gerne mit gegensätzlichen Materialien wie etwa Leder und Seide, die ihr auch Inspiration sind. Ihr Label, das sie ohne Fördergelder aufgebaut hat, möchte sie schrittweise weiterentwickeln und auch im Ausland präsentieren, eher in den nordischen Ländern als in Paris, aber das hat noch Zeit.

Blickfang Messe Wien 2008

Die Blickfang 08 öffnete gestern im MAK ihre Tore. Die Designmesse für Möbel, Schmuck und Mode hat sich inhaltlich stark weiterentwickelt. Was anfangs da und dort an einen besseren Weihnachtsbazar erinnerte, gerät jetzt dank gelungener Vernetzung und wichtiger Kooperationen zu einer aufmerksamkeitsstarken Publikumsmesse, bei der das Schauen und Konsumieren Spaß macht.

Im Modeteil ist Avantgarde nach wie vor nicht das, was man sich erwarten kann, aber die Labels zeichnen sich durchgängig durch einen hohen qalitativen Anspruch aus.

Blickfang Opening-Show: PIRATIN, Wien

Blickfang Opening-Show: Erika Eibl, Salzburg (Fashion), Mona Moore, Wien (Jewellery)

Blickfang Opening-Show: Luisa Clare, Sydney

Blickfang Opening-Show: Bittenstetter, Hamburg

Blickfang Opening-Show: Liniert, Pia Mia, beide Wien

Blickfang Opening-Show: Daniel Kroh, Berlin

Ein Dreamteam rund um Hannah’s Plan setzt die Fashionshows in Szene (heute Samstag nochmals um 18.30 und 20.30 zu sehen!). Ken Krüger (Styling und Choreographie) weiß einfach, was gutes Posing ist, und die Haare habe ich schon lange nicht mehr so schlüssig gesehen wie hier (von propaganda).

Meine persönlichen Mode-Highlights: Piratin aus Wien, weil’s so schön bunt ist und Daniel Kroh aus Berlin, weil er mit Rezykliertem und Versatzstücken der Herrenmode meisterlich umgeht. Weiters zu sehen: Erika Eibl, Mona Moore, Liniert, Pia Mia, Claudia Güdel, Gina Drewes, Nix, goyagoya, Bittenstetter, Luisa Clare.

Meine neuen Home-Utensilien: Detail aus dem Geschirrtuch von b:witch’d und Serviertablett von MATRIX

Nach der Eröffnungs-Show habe ich dann die meiste Zeit wieder einmal bei Fabia von MATRIX aus der Schweiz verbracht. Sie erfindet Muster, Farben und Techniken für ihre Foulards, Schals, Kuschelhauben und Serviertabletts mit eingepressten Stoffen immer wieder neu.

Ihr zuzusehen, wenn sie persönlich ihre Stücke vorführt, ist ein besonderes Vergnügen, das schon viele Fans gefunden hat. Am selben Stand gibt es auch die unterhaltsamen, praktischen Anleitungen im linearen Infografik-Stil, die Agathe Kern unter dem Label b:witch’d auf Küchentücher druckt.

Blickfang 08
17. – 19. Oktober 2008
MAK, Weiskirchnerstrasse 3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: FR 12 – 22 Uhr, SA 12 – 22 Uhr, SO 11 – 20 Uhr

Nachlese: Club Prominier Modenschau im WerkzeugH

Was Miuccia Prada kann, das können wir schon lang. Unter dem Motto stand wohl die erste Kollektion des brandneuen Labels „blaspheme“. Mit viel Spitze, Transparenz und heftig vom Original (Prada Fall/Winter 2008, vgl. z.B. hier) inspirierter Linienführung betreibt man hier frech „Gotteslästerung“. Wie soll das bloß weitergehen? (Da wird wohl in Ermangelung einer Website ein Interview fällig…)

Am Anfang der gut gemachten und kurzweiligen Fashionshow des Club Prominier hatte letzten Freitag im WerkzeugH Martina Salner aka Ready-made ihre klaren, fast klassischen Ensembles gezeigt. Die bloß auf den ersten Blick simpel anmutende Farbzusammenstellung Rot und Blau wird auch im kommenden Sommer noch wichtig werden. Rating: Kaufen! (Z.B. auf der Blickfang Wien)

Von Pia Mia waren spannungsreiche Materialkombinationen von glänzende Satins mit matten Materialien zu sehen, sehr weich und fließend. Die Schnitte erinnerten mich manchmal leider ein bißchen an die madamigen Teile der Zaras und Mangos unserer globalisierten Welt. Aber das spricht ja ganz und gar nicht gegen den Geschäftserfolg.

Den Abschluß bildeten Edith A’Gays perfekt produzierte Kreationen mit vielen Hängerchen in allen möglichen Längen, auf denen die voluminösen Schmucktücke von AND_i bestens zur Geltung kamen.


Insgesamt eine runde Veranstaltung mit charmanter Moderation (Paul Lohberger, Club Prominier), interessanter Damenmode made in A (einzig bei Pia Mia war ein Mann am Catwalk zu sehen) und guter Inszenierung (Michael Meinhart, Audioroom). Nur das Licht fand ich – vor allem fürs schlichte Schnappschießen – nicht ganz optimal.

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