Flor de Illusion: Interview mit Wolfgang Langeder

An der schönen Adresse Wiesenweg 5, etwas ausserhalb von Linz, ist der Sitz von Flor de Illusion. Hier entsteht Mode, die das Treiben der Großstadt als Inspiration nicht braucht.

Flor de Illusion, Spring Summer 2008 Kollektion “Travail?, Foto: Elisabeth Grebe

Wer ist Flor de Illusion?

Ich bin Wolfgang Langeder, geboren 1971 in Linz, neben und nach dem Geschichtestudium in Wien „klassische“ Ausbildung in Sachen Schneiderkunst, Assistenz bei Edwina Hörl, seit 2001 eigenes Label Flor de Illusion, 2004 Debut in Paris.

Wo kommen Sie her?

Aus der europäischen Kleidertradition und ihren konkreten Vorstellungen von Kleid-Körpern.

Wo möchten Sie hin?

Zu einer nicht-gegenwärtigen, abgehobenen, eigen-förmigen Kleider-Welt, die Menschen anregt.

Wie finanzieren Sie Ihr Label und wie kann man sich z.B. eine Präsentation im Rahmen der Pariser Fashion Week leisten?

Flor de Illusion finanziert sich durch eigene Einkünfte und Sponsorenmittel bzw. Fördermittel österreichischer Unternehmen und der öffentlichen Hand.

Wie sehen Sie die österreichische Modeförderung?

Reformbedürftig – gut wäre es, auf bestehende Erfahrungswerte von Designern zurückzugreifen und davon ausgehend effiziente Förderkonzepte zu entwickeln. Ich halte zwischengeschaltete Strukturen für unnötig, Geld sollte in eine Verbesserung der Ausbildung (um die notwendigen professionellen Grundlagen zu schaffen), in Stipendien (die stellen Verbindungen zum internationalen Mode-Netzwerk her und stärken rückwirkend die Szene vor Ort) und an Designer direkt gehen (zeitlich begrenzt , ein Label/Business langfristig durch Förderungen zu finanzieren, ist nicht sinnvoll).


Was fällt Ihnen zu „Mode in Wien“ ein?

Knize, Fred Adlmüller, Helmut Lang. Gegenwärtig ein Aufblühen der Szene und von Mode in Österreich insgesamt.

Flor de Illusion ist in Wien bei Nachbarin erhältlich, Accessoires auch bei artup. Das Bild zeigt ein Jacket aus der neuen Frühjahrs/Sommer-Kollektion „Travail“, Foto: Elisabeth Grebe, Linz.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie von Email-Interviews mit österreichischen Designerinnen und Designern.

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