Austausch ist ganz wichtig. Sonja Weinstabel über ihren Store „w?atf“

Seit einer Woche hat der temporäre Laden w?atf geöffnet. Und ich habe die Gründerin Sonja Weinstabel mal ein bisschen ausgefragt, was sie da eigentlich tut.

Sonja, wie war die erste Woche?

Natürlich sehr aufregend und spannend, es ist ja ungewiss, wie wird der Shop, das Sortiment ankommen. Doch vom ersten Tag an hat mich der 7. Bezirk supernett aufgenommen. Die Leute sind sehr interessiert am Sortiment, es ist ausgesprochen gut angekommen und das Konzept gefällt! Viele freundliche Gesichter lachen von draußen herein. Ich wünsche mir, dass die Menschen einfach reinkommen, sich den Shop ansehen und dass wir uns ein bisschen austauschen können und ich auch Feedback einholen kann.

Wer oder was ist w?atf?

w?atf steht für „what about the future“ und ist einerseits der Name unseres Stores, andererseits ist es auch die Bezeichnung unseres Labels. Im Store bieten wir ein sorgfältige ausgesuchtes Sortiment an Mode, Accessoires, Musik, Literatur, Magazinen an, als Label stehen Eigenproduktionen in Planung.

Könntest du ein bisschen mehr über dein Konzept und wie du es entwickelt hast erzählen?

Das Konzept des Stores und des ausgesuchten, vielfältigen Sortiments habe ich vor einigen Jahren in New York und London, in den letzten Jahren auch in Berlin, sehr stark erlebt und dieses neue Einkaufserlebnis, weg vom stressigen Massenkonsum, hat mich gleich begeistert. Den Plan, einen derartigen Store in Wien zu eröffnen, hatte ich 2005 das erste Mal. Anfang Februar 2008 wusste ich eines Morgens plötzlich ganz genau: Jetzt geh ich das Projekt an.

Wie bist du auf diesen wunderbaren Namen gekommen?

Ich konnte mich für kein Wort oder Einzelnamen entscheiden. Unter dem Aspekt, das der Name dann ja nicht mehr geändert werden kann (oder sollte), schien mir nichts passend. Dann hörte ich einen Song in dem unter anderem diese Frage gestellt wurde. Hinter dieser Frage steht soviel, da kann man so viel hinein interpretieren und – diese Frage ist einfach immer aktuell. Sie ist immer gültig. Dann soll diese Frage aber auch sagen: Wir befassen uns mit Trends, versuchen in die Zukunft zu sehen, bleiben aber am Boden, heben nicht ab, wir wollen nicht jeden Trend schlucken, wir wollen kritisch beleuchten, darüber sprechen, uns mit unseren Kunden austauschen.


Wie schaut dein Angebot aus, welche Sachen, welche Labels gibt es, und nach welchen Kriterien suchst du diese aus?

Im Modebereich starten wir mit den HW Kollektionen von Butterflysoulfire (Berlin) und Bitten Stetter (Hamburg), mit einem Wiener Label führen wir noch Gespräche, es gibt Schaltücher vom Wiener Label DOLLER und Taschen von Berg und Kather aus Aachen, T-Shirts von MD featuring Feroz (Edition „Schleudergang“). Im Musikbereich präsentieren wir die neuesten Releases verschiedener Label aus dem elektronischen Musiksektor, es gibt Magazine und Bücher. Die erste Kunstausstellung kommt von dieschwarzarbeit.com und erzählt eine Reise durch Prints auf Bodenwischtüchern. Eine Sitzlounge lädt zum Verweilen ein, dazu servieren wir unseren Kunden auch Getränke.

Planst du auch eine eigene Kollektion?

Ideen gibt es schon einige, konkret geplant ist eine eigene Kollektion in ca 2 Jahren.

Wie siehst du dein Publikum, wen möchtest du ansprechen?

Ich möchte Menschen ansprechen, die sich für Trend interessieren, gerne beobachten, was es so Neues gibt, aber trotzdem am Boden dabei bleiben, kritisch sind und eben nicht bei jedem ausgerufenen Trend mitmachen, sondern Ihren eigenen Stil haben und bei uns Schnäppchen oder die berühmten Details finden.


Was unterscheidet w?atf von anderen Konzeptstores?

Wir möchten mehr auf die Leute zugehen, uns ist der Austausch, die Kommunikation, mit unseren Kunden ganz wichtig.

Danke für das Interview!

w?atf
Noch bis Ende Dezember geöffnet. Verlängert bis Ende März! ?
Mo geschlossen, Di, Mi und Fr 13-19 Uhr, Do 13-20, Sa 11-18 Uhr.
Siebensterngasse 52, 1070 Wien

Fotos: Tschilp.com

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