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Michaela tschilpt

Anemonen bei paula.paul

3. November 2009 16:18, by Michaela

paula.paul: Anemonenring Schwarz, Foto: paula.paulpaula.paul: Anemonenring Rot, Foto: paula.paulpaula.paul: Anemonenring Beige, Foto: paula.paul

Wieso sind die schwarzen eigentlich teurer? Das habe ich Birgit Paula Reiger vom Schmuck-Label paula.paul neulich gefragt. Nun, Schwarz ist teurer, da die Färbeprozedur mit den schwarzen Pigmenten die meisten Arbeitsschritte verlangt.

Die neuen Anemonenringe aus der Linie paula.paul picadilly sind aus Silber und mit weichen, elastischen Büscheln aus Kunststoffspiralen besetzt. Sie werden nicht nur von Hand gefertigt sondern auch gefärbt. Als Ergebnis wippen dann bewegliche, farbenfrohe Geschöpfe am Finger.

Birgit Paula Reiger, Foto: Andreas Peter Wall

Auch frühere Kollektionen wie etwa Serail spielen schon mit Bewegung, die Stücke lassen sich z.B. flach gedrückt oder aufgeplustert verwenden, und sind damit schon mehr Wesen als ein einfacher Gegenstand.

Ich stelle mir das ja ein bisschen wie beim Ostereierfärben vor und sehe Birgit vor mir, wie sie geheime Formeln murmelnd in ihrer bunten Hexenküche diese freundlichen Anemonen produziert.

Der Anemomenring ist derzeit Produkt des Monats beim Onlineshop Styleaut.

Fotos: paula.paul (Ringe), Andreas Peter Wall (Portrait Birgit Paula Reiger)

Michaela tschilpt

Design ist unsichtbar

9. Juli 2008 23:20, by Michaela

Ausstellung Zwischen Fließen und Schweben, 11.7.-21.9.08

Im Designforum im Wiener Museumsquartier eröffnet am 10. Juli die Ausstellung Zwischen Fließen und Schweben. Sie setzt sich mit Beispielen aktueller österreichischer Formgebung auseinander. Zentrales Thema der Ausstellung ist das „unsichtbare Design“ – ein vom Schweizer Soziologen und Urbanisten Lucius Burckhardt geprägter Begriff. Unter anderem wieder eine Gelegenheit Schmuckobjekte von paula.paul zu sehen!

Design: paula.paul, Foto: Andreas Peter Wall

Bild: Design von paula.paul, Foto von Andreas Peter Wall

Eröffnung: 10. Juli um 18.30 Uhr durch Kurator Christian Knechtl und SC Mag. Andrea Ecker (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur)
Laufzeit: 11. Juli bis 21.September 2008
Öffnungszeiten: Mi-Fr, 10-18 Uhr, Sa-So, 11-18 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

MQ – Designforum Museumsquartier
Quartier 21
Museumsplatz 1, Hof 7
1070 Wien

Michaela tschilpt

8 Fragen an paula.paul

18. Juni 2008 19:50, by Michaela

paula.paul: Kollektion SERAIL Birgit Paula Reiger und Bernd Stelzer

Bei der Shop-Präsentation der Kollektion SERAIL hatte ich das Vergnügen, die kreativen Persönlichkeiten, die hinter dem Schmucklabel paula.paul stehen, kennen zu lernen. Soeben wurde meine Neugierde, wie die beiden meine 8 Fragen beantworten würden,  gestillt. Und Hier kommt schon das Interview:

Wer ist paula.paul?

paula.paul sind Birgit Paula Reiger und Bernd Stelzer.

Woher kommt paula.paul?

Geografisch:
aus Tirol bzw. Oberösterreich.

Künstlerisch:
von Jus und Romanistik über Tapisserie zu Metall/Objekt und Produkt in Linz bzw. von Geologie und Jalousienmontage zu Automotive Design in Detroit.

Inhaltlich:
von Oberfläche und Material zu Skulptur und Konzept.

Wo will paula.paul hin?

Klein, fein und teuer bleiben.
International und bekannter als bloß ein Geheimtipp werden.

Was unterscheidet paula.paul von anderen Labels?

Der Schmuck unterwirft sich nicht der Kleidung sondern umgekehrt.

Gestalterisch sehr breiter Horizont und daher auch nicht leicht konsumierbar: eine Herausforderung für Trägerin und Träger.

Nichts für „Herdenspirit“.

Wie finanziert sich das Label, leistet ihr euch z.B. auch internationale Präsentationen?

Die Finanzierung erfolgt zum Teil aus dem Verkauf, zum Teil aus Lehraufträgen und Workshops.

Internationale Präsentationen sind zur Zeit nur im Rahmen von Galerien und Ausstellungshäusern leistbar.

Wie seht ihr die österreichische Modeförderung?

Gut dass es sie gibt … hat auch wesentlich dazu beigetragen, dass die Existenz österreichischen Modedesigns abseits von door-opener Helmut (Lang, Anm.d.A.) ins Bewußtsein von Modeinteressierten gedrungen ist.

Was zeitgenössisches Schmuckdesign betrifft, ist allerdings weder Bewußsein, noch Kenntnis geschweige denn Anerkennung vorhanden. Anmerkung: auf (kunst-)universitärer Ebene gibt es österreichweit keine spezifischen Ausbildungsmöglichkeiten mehr.

Was fällt euch zu „Mode in Wien ein“?

Erste Gedankenkette: hier tut sich was … viele engagierte kleine Labels … facettenreich.

Zweite Gedankenkette: von „offizieller“ Seite wird nur eine Handvoll davon gepusht … schade … macht die ganze Sache etwas eindimensional.

Fazit: Wien ist kein Nährboden für den großen modischen Erfolg. Dafür ist die Stadt cool und leistbar.

Was sollte sonst noch über paula.paul gesagt werden?

Keep watching … and dare buying!

Herzlichen Dank für das Interview!

  • Mehr Info unter www.paulapaul.at
  • Die Raum-Installation und natürlich die Stücke gibt es noch bis 21. Juni bei be a good girl.
  • Fotos: Andreas Peter Wall

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie von Emailinterviews mit österreichischen Designerinnen und Designern.

Michaela tschilpt

8festival Shop-Präsentationen: paula.paul

1. Juni 2008 22:34, by Michaela

Installation SERAIL bei be a good girl Birgit Paula Reiger mit Kette aus der Kollektion SERAIL

Raumveränderung, Kollektion SERAIL zusammengelegt

SERAIL Ring

paula.paul

Station Nummer 3 im Rahmen des samstäglichen 8festival-Shop-Rundgangs war die feinsinnige und absolut stimmige Schmuck-Installation des Designerduos paula.paul mit dem Titel “SERAIL” bei be a good girl in der Westbahnstraße.