Alber Elbaz & Lanvin & H&M

Heute bestätigte H&M die nächste Design-Kollaboratgion.  Alber Elbaz, Kreativdirektor bei Lanvin gestaltet eine Holiday-Kollektion für Frauen und Männer.  Sie soll ab 23. November in 200 H&M Geschäften weltweit verkauft werden.

Also tragen wir hier halt auch noch unser Schärflein zum Erfolg dieser Win-Win Imagekampagne bei und helfen ein wenig mit, dass die Marken Lanvin und H&M ihren Bekanntheitsgrad verbreitern und somit den Brand-Wert steigern können.

[… ] They asked if I could actually translate the dream we created at Lanvin to a bigger audience. […] I loved the idea that H&M was going luxury.

Soweit Alber Elbaz im folgenden Video.


Schön brav aufgesagt, Herr Elbaz!

via WWD, Jessica’s closet, et al

As time goes by

Der nächste Fernsehabend kommt bestimmt. Außer Haus gibt’s aber natürlich mindestens genaus so viel zu entdecken, zum Beispiel im Musée Carnavalet gleich ums Eck. Dort finden sich nebst eines wunderschönen, streng geometrisch – ich mag das ja – komponierten Gartens (mit W-Lan) im verwinkelten Inneren teilweise recht orginielle Schaustücke zur Pariser Stadtgeschichte.

Das abgebildete Modell zeigt die Maison Lanvin um 1955 und wurde als Weihnachtsdeko verwendet. In der rue du Faubourg Saint-Honoré Nummer 92 schaut es inzwischen ein bisschen anders aus. Und das von Jeanne Lanvin Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete Haus gehört heute einer taiwanesischen Unternehmensgruppe. Der Pariser Laden befindet sich inzwischen hier.

Acne & Lanvin Onlineshop

Acne launcht noch schnell vor Weihnachten den virtuellen „Campaignshop“ für die Acne & Lanvin Kollektion, deren Ankunft in den real life Stores gleichzeitig verkündet wird.  Ein ziemlich husch, pfusch – wie man auf gut österreichisch sagt – gemachter Emailnewsletter dieses Inhalts landete heute in meiner Inbox (siehe Screenshot).

Wer jetzt aber meint, er oder sie kann sich oder lieben anderen da noch zu Weihnachten eine Freude machen, wird gleich mal enttäuscht. Die meisten Modelle kann man lediglich vorbestellen, die Lieferung wird mit Jänner recht vage angegeben. Verschickt wird immerhin international.

Die Produktfotos lassen sich zwar gut vergrößern, Rückenansichten bleiben allerdings ein Geheimnis (beim klassischen Acne Onlineshop hat man das immerhin schon geschafft). Farben weichen in den verschiedenen Darstellungen innerhalb einer Seite (!) stark voneinander ab. Rückgabe innerhalb 14 Tagen via UPS ist ok, allerdings auf eigene Kosten, was ich nicht ok finde, und bei richtig gut gemachten Onlineshops wie etwa Net-A-Porter selbstverständlich gratis ist.

Die Kollektion selbst halte ich für überschätzt, überteuert – edler japanischer Denim hin oder her – aber wohl und vor allem tragbar und vermarktbar. Mit Versatzstücken wie kleinen Hemdkragen bei den Herren oder betonter Taille in Kombination mit Halbkreisrock bei den Damen wirft Alber Elbaz mit seiner 80er-Jahr-Brille einen Blick auf die 50er.

Kooperationen dieser Art sind als Werbekonzept – siehe H&M, Mango, Topshop, etc. gerade der absolute Renner. Und das passt doch perfekt zu einem aus einer Werbeagentur heraus entstanden Unternehmen.

Liska’s Herbstmodenschau

Das Pelzhaus Liska zeigte am Dienstag im Wiener MAK seine aktuelle Verkaufsschau. Einige 100 Gäste langweilten sich mehr oder weniger.

A-List oder nicht, das war wohl die fadeste Modenschau in Wien seit langem. Qualität in der Verarbeitung? Meinetwegen. Aber sonst? Ich find’s einfach unnötig, 17-jährige Models auf das Alter des Kaufpublikums zu stylen (ungefähr 50+) und sich mit Größe 34 in den viel zu großen Teilen über einen viel zu glatten Boden zu quälen.
Nun denn. Liska ist ein absolut angesehenes Wiener Pelzhaus und führt seit einigen Jahren auch Kleidung und Accessoires von stark nachgefragten Topmarken wie Fendi, Jimmy Choo, Lanvin, Dior und anderen. Wunderbar, dass es bei Liska die YSL Schuhe im Metallic-Look gibt und große Verbeugung für Martin Margiela. Liska ist auch der einizige Laden in Wien, der Wunderkind, die neue Eigenmarke von Wolfgang Joop, führt. Großes Lob gebührt hier dem Einkauf.

Bild041.jpg
Aber diese Modenschau hätte viel mehr als 100mal gesehene Pelzkreationen zeigen können: wenigstens die aktuelle Dior Jeans, die Kate Moss im Vogue Inserat trägt und die bei Liska ja immerhin in der Auslage zu sehen ist.