Liska mistet aus

Supersale bei Liska

Gestern hab ich kurz beim Liska Supersale vorbeigeschaut, der offiziell am Montag, den 31. August startet. Die Ankündigung versprach

Ware aus alten Saisonen mit „Superpreisen“ ab EUR 9,00. Es gibt Jimmy Choo, Fendi, YSL, Christian Dior, Roberto Cavalli, Lanvin, Valentino, Loro Piana, Jil Sander Men, Calvin Klein, …

Text laut Liska Aussendung

Das klingt verlockend und stimmt auch prinzipiell, um 9 Euro habe ich allerdings nichts gesehen. Schuhe starten bei um die 50 Euro, Jimmy Choo kosten 149, wenn ich mich richtig erinnere. Die Preise sind natürlich immer noch toll.

Für mich habe ich eine schwarze, gerade geschnittene Baumwollhose von Calvin Klein um 29 Euro sowie ein niedliches Ponyfelltäschchen von Marni um 39 Euro (leider mit einem – jedoch recht kunstfertig – geflickten Riss und Flecken innen) gefunden. Oder besser: sie haben mich gefunden.

Den Sale kann ich für alle, die nicht wie ich durchschnittliche Standardgrößen haben, oder die an alten, wirklich günstigen Thang de Hoo Teilen interessiert sind, sehr empfehlen.

Zwei weise Sprüche passen hier noch recht gut dazu: Der Preis ist heiß und Schau genau! – Vieles ist in nicht allzugutem Zustand und teilweise beschädigt.

Supersale bei Liska
Ab Montag, 31. August 2009
Hoher Markt 8, 1010 Wien

Ein Tom Ford für Halston muss her

Tri-Color Wollmantel von Halston für Montaldos, laut Decades aus den 70er-Jahren, Bild: Decades

Im Blog der Vintage-Spezialisten Decades leuchtete mir vorhin dieses perfekte Original von Mr. Roy Halston Frowick geradezu entgegen. Irgendwie drängt sich da die Frage auf, ob der Durchbruch der emsig wiederbelebten Marke Halston gelingen kann.

Im vergangenen Juli trennten sich CEO Harvey Weinstein und Beraterin Tamara Mellon (Jimmy Choo) von Head-Designer Marco Zanini (vormals Versace).

Weinstein Co. and Hilco Consumer Capital LLC hatten Halston von Neema Clothing Ltd. und dessen Inhaber James J. Ammeen 2007 erworben. Ein Kaufpreis zwischen 22 und 27 Millionen US-Dollar wurde damals kolportiert.

Die Neuinterpretationen von Halstons Entwürfen gelten zwar als gelungen, sauber, tragbar und – zumindestens in Europa – gut verkäuflich, aber die erhoffte Symbiose mit den roten Teppichen Hollywoods blieb aus. Da half auch Celebrity-Stylistin Rachel Zoe im Advisory Board nicht.

Vielleicht besteht die Schwierigkeit auch darin, den hedonistischen Lebensstil der späten 70er und frühen 80er-Jahre, für den der Name steht, in eine heute relevante Ausprägung zu übersetzen und damit den Brand substanziell zu erneuern. Tom Ford – auch wenn ich nicht unbedingt sein Fan bin – wäre da sehr spannend!

People Magazine Cover (Nachruf), April 1990: Halston mit den „Halstonettes“ Liz Taylor, Liza Minelli, via TFS

Quellen: WWD, TFS
Siehe auch das schöne Posting von blica!

Liska’s Herbstmodenschau

Das Pelzhaus Liska zeigte am Dienstag im Wiener MAK seine aktuelle Verkaufsschau. Einige 100 Gäste langweilten sich mehr oder weniger.

A-List oder nicht, das war wohl die fadeste Modenschau in Wien seit langem. Qualität in der Verarbeitung? Meinetwegen. Aber sonst? Ich find’s einfach unnötig, 17-jährige Models auf das Alter des Kaufpublikums zu stylen (ungefähr 50+) und sich mit Größe 34 in den viel zu großen Teilen über einen viel zu glatten Boden zu quälen.
Nun denn. Liska ist ein absolut angesehenes Wiener Pelzhaus und führt seit einigen Jahren auch Kleidung und Accessoires von stark nachgefragten Topmarken wie Fendi, Jimmy Choo, Lanvin, Dior und anderen. Wunderbar, dass es bei Liska die YSL Schuhe im Metallic-Look gibt und große Verbeugung für Martin Margiela. Liska ist auch der einizige Laden in Wien, der Wunderkind, die neue Eigenmarke von Wolfgang Joop, führt. Großes Lob gebührt hier dem Einkauf.

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Aber diese Modenschau hätte viel mehr als 100mal gesehene Pelzkreationen zeigen können: wenigstens die aktuelle Dior Jeans, die Kate Moss im Vogue Inserat trägt und die bei Liska ja immerhin in der Auslage zu sehen ist.