Kleine schwarze Variationen

Kleines, schwarzes Partyzeugs im Zara Schaufenster. Nur blöd, dass die an Rodarte (Herbst 08) angelehnten grobmaschigen Leggings am durchschnittlichen Bein wohl ziemlich anders aussehen werden.

Nochmal schwarz und nicht mehr ganz so klein bei Prada. Die Blumenapplikationen erinnern ein bisschen an Chanels Kamelien, oder?

„Nachgeshoppt“: Fast-Fashion-Versionen von Prada, Acne oder Bally

Das Original ist immer besser. Präzisere Verarbeitung – obwohl bei Prada wissen wir das nicht so genau -, hochwertigeres Material und exakte Schnittführung sollten einen Unterschied ausmachen. Sollten. Wenn aber der Preis nur die Hälfte oder ein Viertel des Originals ist und das Teil eh nicht für die nächsten 10 Jahre halten muß? Hier einige recht gut gelungene Fast-Fashion Beispiele mit Anleihen bei Prada, Acne (Achtung jetzt mit Onlineshop!) und Bally.

“Gladdis? von Bally Variante von Zara

Denim Babydoll by Zara Denim Babydoll by Acne SS07

Prada Zara

Große Namen. Kleine Preise? Promotion at its best.

Während sich in Wien sowohl der Madonna Rummel bei H&M recht in Grenzen hielt und bei Mango die wenigen Modelle der Jovovich-Hawk-Kollektion vermutlich noch immer schlapp auf der Stange hängen – ich werde das demnächst überprüfen, versprochen – zeigt Topshop in London, wie man Promotions inszeniert. Dass ein eigener Font für Kate Moss und ihre 3-Millionen-Pfund-Zusammenarbeit mit der britischen Fast Fashion Kette kreiert wurde, geisterte schon ebenso lang und wirkungsvoll durch die Medien wie der angekündigte 15 Sekunden Auftritt im Schaufenster. Susie „Style“ Bubble hat davon ein nettes Posting mit einem recht authentischen Video ins Netz gestellt:


Sowas würde ich gern mal in Wien sehen bitte.

Bio-Mode goes Börse

100% Organic
Mode aus „Bio“ hat die längste Zeit einen alternativen, schmuddeligen Beigeschmack gehabt. Konzerne wie der – laut Eigendeklaration – Jeans-Erfinder Levi Strauss & Co oder der britische Handelsriese Marks & Spencer sehen in ökologischen und/oder fair gehandelten Produktlinien echte Marktvorteile.

Gleichzeitig dürfen sich Konsumentinnen und Konsumenten der industrialisierten Welt mit einem „100% organic Cotton“ T-Shirt auch wohler in ihrer Haut fühlen. Und das nicht nur, weil die Pestizid-Rückstände wegfallen, sondern weil man auch irgendwie noch Gutes damit tut, etwa eine Fairtrade Community in Westafrika unterstützt.

Was sich dann unter dem Schlagwort Corporate Responsibilty wieder findet, wirkt sich ganz konkret auf den finanziellen Wert von Brands aus. Das gefällt dann wiederum den Aktionärinnen und Aktionären.

Auch das spanische (nona, börsenotierte) Top-Textilunternehmen Inditex hat in seiner Kette Zara neuerdings T-Shirts aus Biobaumwolle im Programm (gesehen bei Zara, Mariahilferstraße, 1070 Wien).

Zara hat es innerhalb kürzester Zeit unter die Top 100 Global Brands geschafft und rangiert derzeit auf Platz 73 (Wert: 4,235 Millionen Dollar, +14% zum Vorjahr). Levi’s steht – übrigens hinter Nivea – gerade noch bei Platz 100.