Archiv des Tags ‘Window-Shopping’

Michaela tschilpt

Dieser Blog wird nicht gesponsert, auch nicht von Frau Song

30. Oktober 2006 19:13, by Michaela

Am Heimweg hab ich mir heute Falters Best of Vienna gekauft, das wie immer recht brauchbare Wienkonsumgenußkompendium, das wie immer verspätet von Morawa (böse!) an Thalia (gut? keine Ahnung, hat in Wien Mitte jedenfalls bis 21 Uhr geöffnet) ausgeliefert wurde.

Dort finde ich auf Platz 1 der absoluten Top Ten-Liste Song. Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Dieser Laden atmet geradezu den Duft der Metropole, nur fällt mir dabei im Gegensatz zum Falter eher New Yorks Meatpacking District als London ein. Das nenn ich mal internationales Flair. Liebe Familien Chegini, Liska, Jonak und Palmers schaut euch das an!

Michaela tschilpt

Herbst/Winter Schuhe von Prada: Vom Anschauen schon hin?

27. Juli 2006 00:31, by Michaela

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Neulich staunte ich nicht schlecht, als ich das in der Auslage des Wiener Prada Stores sah: Nicht nur 1 Schuh, sondern alle Damenmodelle im Schaufenster lösen sich da an der Verklebung der Sohle auf!

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Jetzt kann man durchaus dazu stehen, sich Schuhe nur zum Anschauen zu gönnen. Oh, ich erinnere mich gut an eine ganz charmante und gleichermaßen strenge Verkäuferin bei Braun am Graben (Gott hab den von Palmers vermurksten Laden seelig): Als ich bei meinen 1000 Euro “Jimmy Choo for Narciso Rodriguez”-Stiefeln die schon nach 1x Tragen komplett abgenutzten Spitzen reklamierte, meinte sie erstmal, die seien ja auch nicht für die Straße. (Ähem, Winterstiefel?)

Tja, die edlen Teile von Prada halten offensichtlich nichtmal das aus… Unternehmens-Konsolidierung wirkt sich eben immer auf die Produktqualität aus. Was auch bei jedem No-Name Schuh stört, kann jedoch für einen Luxus-Brand, bei dem die Differenz zwischen Nutzen und Image besonders groß und wertvoll ist, einen noch größeren Verlust bedeuten: nämlich den des ganzen guten Namens.

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P.S. Die fachgerechte Reparatur der Stiefel wurde dann übrigens doch übernommen, seitdem funktionieren sie prächtig - drinnen wie draußen.

Michaela tschilpt

Auslage in Arbeit

5. Juni 2006 23:31, by Michaela

Dass Wien nicht unbedingt die Stadt der inszenierten Schaufenster ist, war klar. Zugegeben, einige wenige rühmliche Ausnahmen wie etwa die Auslage von Hartmann, der Werkstätte für handgearbeitete Brillen, kommen vor.
Salamander Auslage in Arbeit

Und wie lernen potentielle Kundinnen und Kunden einer durchschnittlichen Schuhkette, dass an einer Auslage überhaupt gearbeitet wird? Richtig, am Schild! Ansonsten wäre da nämlich tatsächlich kein Unterschied festzustellen. Nun ist es zweifellos Arbeit, die gezeigten Produkte ab und an mal auszuwechseln und mit kleinen Preisschildchen zu versehen - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Leider.

Auslage in Arbeit gesehen bei Salamander, 1010 Wien, Am Graben.

Michaela tschilpt

Her mit den Engländerinnen

16. Mai 2006 19:04, by Michaela

Ganz neu in Wien sind die Labels Emma Hope und Anya Hindmarch ja genau genommen nicht. Das kurze Vergnügen hatten wir schon mal so nebenbei bei Song und Liska. Diesmal aber spielen die aufs Feinste gearbeiteten Schuhe, Taschen und Accessoires Hauptrollen. Und zwar bei Primrose in der Spiegelgasse 13.

Hindmarch, Vorreiterin im Verknüpfen von traditioneller Fertigung mit digitaler Drucktechnik, ist seit Jahren vor allem durch ihre mit Erinnerungsphotos individuell bedruckten Taschen (”Be a Bag”) bekannt. Emma Hope gilt spätestens seit den 90ern als britische “Edel-Schusterin”, die unter anderen auch die berühmten, wellig gestreiften Pumps für Paul Smith kreierte. Überraschend lässig wirken dagegen ihre klassischen und doch irgendwie anderen Tennis-Sneakers, Empfehlung: aus Samt!

Irgendwie fehlt noch Lulu Guiness - andererseits auch wieder ein Grund mehr, um wiedermal nach London zu fahren!

Michaela tschilpt

Ein Eis in der Stadt. Oder Frühling ist, und die Schuhgeschäfte sprießen wie die Eissalons aus dem Boden.

9. Mai 2006 23:46, by Michaela

Das beste Eis gibt’s bekanntlich… - nö, der Tichy kommt da nicht in Frage, der ist ja nicht im Ersten. Ich mag den Eissalon auf der Tuchlauben lieber. Der liegt ganz einfach auslagenmäßig besser.

Gleich in der Nähe habe ich am Wildpretmarkt ein neues Schuhgeschäft entdeckt: klein, viel Glas, trotzdem wenig Ware zu sehen, diese u.a. von Maloles und Louboutin. Namen, die eigentlich auf einen gewissen Anspruch schliessen lassen.

Nichts gegen Glas - ich liebe die klare, puristische Linie - nur: ein bisschen eigenständige Gestaltung erwarte ich mir schon von einem “gehobeneren” Shop. Witzig und für die doch bescheidene Metropole Wien noch eher ungewöhnlich ist immerhin das Angebot, auch ausserhalb der normalen Öffnungzeiten “on appointment” zur Verfügung zu stehen. Das hat was.

Sehr gespannt bin ich auf eine andere Neueröffnung, wo in Kürze höchst edles Schuhwerk zu haben sein wird, in der Spiegelgasse 13. Das bestens gepflegte, klassisch moderne Entree (Adolf Loos-Schule?) freut mich schon jetzt.
PrimRose