Archiv des Tags ‘T-Shirt’

Gloria tschilpt

Anzugträger und Tagträume

6. Juni 2008 15:02, by Gloria

Wie ihr vielleicht noch wisst, bin ich eingefleischte Anzug-Hasserin. Keine Ahnung warum, aber ich finde sie total abtörnend. Möglicherweise auch deshalb, weil ich beruflich viel mit solcherart Businessgewandeten-Menschen zu tun habe. Nun bin ich aber selber an ein Exemplar gekommen, welches eben jeden Tag, gottseidank nur Wochentags, sich darin kleiden muss. (Bei den Ex-Männern, bildender Künstler bzw. Yoga-Lehrer, hat sich die Anzugproblematik nie ergeben.)

Keine Frage, ich mag ihn nach wie vor und täglich mehr. Aber manchmal fühl ich mich schizophren (Wen wundert’s bei der erblichen, familiären Belastung durch Mutter und Cousin?): Wenn ich ihn morgens verabschiede (im Anzug), zweifle ich an meiner Liebe: Hab ich nicht doch was Besseres verdient?! Und wenn er dann abends in Jeans und T-Shirt zu mir kommt, muss ich mich fragen: Habe ich einen so gutaussehenden Mann überhaupt verdient? Wollen den nicht alle Frauen? Und wie kann ich ihn halten?

Aber um es klarzustellen: Irgendwie kann ich mir schon einen Mann im Anzug sexy vorstellen. Wenn er ein Model-Typ ist, das Hemd lässig aufgeknöpft über der Hose trägt und mit anachronistischen Schuhen kombiniert (D. h. in diesem Fall alles ausser College-Schuhe oder Budapester!). Derartige Anzugträger habe ich aber bisher ausschliesslich auf Modeschauen und im TV entdeckt. Im echten Leben muss ich mich eben doch mit dem Veloce-Mann (Ist den Leserinnen schon aufgefallen, dass diese Radler oft auch einen ziemlich ausdefinierten Oberkörper vorweisen können?) oder ansonsten halt dem Bauarbeiter-Typ als erotischen Tagtraum begnügen!

Michaela tschilpt

Austrian Fashion Awards 08: die Shirts

31. Mai 2008 00:45, by Michaela

Shirt mit Druck von pelican avenue

Shirt mit gesticktem Logo von Wilfried Mayer

Irgendwie interessant: Was ich gestern noch schlicht für eine nette Idee aus dem ganz normalen Eventmarketing-Alltag hielt, entpuppt sich jetzt in fataler Weise wirklich als bestens funktionierender Erinnerungsträger. In ihrer Lieblosigkeit spiegeln die als Giveaways zum Abschied verteilten T-Shirts in auch den gesamten Event wider.

Sponsoren sind sehr wichtig

Im Vordergrund stehen zu allererst die Sponsoren. Die Schriftzüge der Modelables sind dazu verdammt auf einem, am Rücken applizierten Billig-Glanz-Etikett gemeinsam mit dem Logo der fördernden Tageszeitung in trauter Zweisamkeit zu prangen. Und sonst nirgends. Untrennbar miteinander verbunden. Von der Scheußlichkeit trennen, kann sich also nur, wer auch auf den Nachweis der Kunst verzichtet.

originell-protzige Etikett-Lösung

Apropos Nachweis: Wie ist das bitte mit der Limited Edition zu verstehen? Ohne Auflage ist das leider eine recht matte Ansage. Aber vielleicht steht’s ja im Verwertungs-Vertrag mit pelican avenue und Wilfried Mayer - so es einen gibt. Unübersehbar auch das Logo der T-Shirt-Produzenten: das zu entfernen, hinterläßt auf jeden Fall Spuren in Form von 2 Löchern. Und selbst wenn man das in Kauf nimmt, bleibt immer noch der dezente Abdruck der Firmenphilosophie auf der Innenseite.

Mit ein bisschen Feingefühl sollte es doch zu schaffen sein, eine auch für Sponsoren zufriedenstellende Form zu finden, in der die Hauptakteure pelican avenue und Wilfried Mayer nicht bloß den Aufputz für billige Werbeartikel abgeben, sondern alle Beteiligten ihren Anspruch an Qualität kommunizieren.

Qualitätssicherung? die verschieden weiten Ärmel

Letztenendes profitiert weder Die Presse vom schlampig bedruckten Satin-Streiferl. Noch spricht es für advancedminority - die Website schaut irgendwie sehr nach Icons aus - wenn der rechte Ärmel um 4 cm (!) weiter ist als der linke, die Größenangaben offensichtlich per Zufall eingenäht werden oder Frauen-Shirts gar nicht erst vorhanden sind.

Da stellt sich halt wiedermal die Frage, was tun damit? Auf Ebay versteigern? Humana spenden? Umändern?

Michaela tschilpt

Fashion Against AIDS: H&M in Sachen Corporate Social Responsibility

2. Februar 2008 14:17, by Michaela

“Fashion Against Aids” Auslage, H&M, Kärntnerstraße Wien

“Fashion Against AIDS” ist das Motto der eben gelaunchten H&M Kampagne, die geschickt soziale Verantwortung mit Popkultur verbindet. Die Mode mit Botschaft für die Zielgruppe der 15-24 Jährigen kommt von Rihanna, Chicks on Speed, Good Charlotte, Henrik Vibskov, Jade Jagger, Katharine Hamnett, My Chemical Romance, Rufus Wainwright, Scissor Sisters, The Cardigans, Tiga, Timbaland und Ziggy Marley, die Arbeit und Namen ohne Honorar zur Verfügung gestellt haben (und damit nebenbei in den Genuss einer weltweiten Imagekampagne gelangen).

25 Prozent der Einnahmen will H&M für Projekte zur Prävention von AIDS zur Verfügung stellen. Und des Guten noch nicht genug, bestehen die Shirts überdies aus organischer Baumwolle. Ein kuschelrundes CSR (Corporate Social Responsibility) Konzept, das sich rechnen wird.

Zum Drüberstreuen - weil’s grad aktuell ist - ein Auszug aus dem eben veröffentlichten Geschäftsbericht für das vergangene Geschäftsjahr:

Sales excluding VAT for the H&M Group for the financial year amounted to SEK 78,346 m (68,400), an increase of 15 percent. In local currencies, the increase was 17 percent and in comparable stores 5 percent.

Profit after financial items for the financial year was SEK 19,170 m (15,808), an increase of 21 percent. Group profit after tax was SEK 13,588 m (10,797), corresponding to SEK 16.42 (13.05) per share, an increase of 26 percent.

(…)

For the financial year 2007/2008 a net contribution of 190 stores is planned.

First stores in Russia is planned to open in 2009.

Egypt, Saudi Arabia, Bahrain and Oman new franchise markets in 2008.

The Board of Directors proposes a dividend of SEK 14.00 (11.50) per share.

Update (3.2.): Mehr über Designers Against Aids und AIDS Aufklärung.

Michaela tschilpt

Barcamp Fashion: das Frauenleiberl

27. Januar 2008 12:16, by Michaela

Im WerkzeugH ist es einfach sympathischer. Und diesmal gab’s am Barcamp Vienna sogar lässige Leiberl für Barcamperinnen.

T-Shirt vom Barcamp 25.1.2008

PS: An der Farbe müssen wir aber noch arbeiten ;-)

Inhaltliche Berichte über die recht interessanten und vor allem vielfältigen Sessions sind hier nicht mein Ding, gibt’s aber z.B. hier und hier oder auch hier.
Danke für die Organisation!

Gloria tschilpt

Biokleidung

4. Dezember 2007 10:26, by Gloria

Wenn Ihr mal das Bedürfnis verspürt, Euch und Euren Lieben das politisch, pardon biologisch korrekte Mäntelchen, über zu werfen, seid Ihr bei den nachfolgenden Adressen richtig.

fairkleidung eröffnet am Samstag, 8. Dezember 2007 um 15.00 Uhr mit Kasperl und den Weihnachtswichteln. Hier bietet Margarete Zeiner Baumwoll- und Leinenprodukte aus biologischem Anbau, naturbelassener Wolle und handgefertigte Einzelstücke für Babies und Kinder bis 6 Jahre: 1050 Wien, Kettenbrückengasse 3; Tel 0676 599 35 27, Öffnungszeiten: Di, Mi, Do 10.00 - 14.00 Uhr; Fr, Sa. 12.00 - 18.00 Uhr.

Und wir Ausgewachsene schauen bei AINOAH rein und kaufen uns endlich ein gut und eng geschnittenes T-Shirt aus 100 % Biobaumwolle und ohne dämlichen Aufdruck (Besonderer Tipp für die männlichen Leser!): 1090 Wien, Lichtensteinstraße 63/15; 0699 14 2000 37. Viel Spass!