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Michaela tschilpt

Window-Shopping: Alles beim Alten am Kohlmarkt

14. August 2007 00:51, by Michaela

Montag. Erster Tag der Arbeitswoche. Am Mittagstisch reden die Kolleginnen über ihre Fitnessaktivitäten. 1 Monat nichts tun, und man muesse bei allem wieder ganz von vorne anfangen, sagen sie. Mein schlechtes Gewissen klopft an. Ich hab allerdings genug zu tun, das lauter ist, und der Abend ist lau. Das Kontrastprogramm zum schnöden Arbeitswochenbeginntag schaut so aus: Einen guten Grund haben, um in die Innenstadt zu müssen - hier bietet sich der leere Kühlschrank an - kombiniert mit Gehen.

Harmonisch vereinen läßt sich beides am Graben (guter Käse und einige andere Kleinigkeiten von Meinl, Obstabteilung meiden!) und am Kohlmarkt. Der Rundgang mit dem wie immer zu schwer gewordenen Meinl-Sackerl in der einen und der fast gleichgewichtigen Bürotasche in der anderen Hand ist eh schon ein richtiges Fitnesstraining finde ich. Und das ist mir so nebenbei noch aufgefallen:

Lack in der Samstagbeilage der Tageszeitung Kurier

Braver Einsatz von schwarzem Lack bei Armani Wien Überdimensionale Lack-Kamelien in der Chanel Auslage Wien Nochmal die Chanel-Kamelie mit Stepplederstiefeln

Die “Lust auf Lack” ist sogar dem Kurier nicht verborgen geblieben, und bei Armani gibt’s eine recht brave Variante in der Auslage. Erinnert ein bisschen an die kleinen, schwarzen Dolce & Gabbana Kostümchen der letzten Kollektion. Chanel nebenan klotzt, und zwar mit der Auslagendeko. Riesige schwarze, lackglänzende Kamelien, die Lieblingsblumen von Coco Chanel, spielen erfolgreich Eyecatcher für Gewand, das leider sehr weit weg von den Signature-Teilen der aktuellen Kollektion ist.


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Visavis beeindruckt Akris wie stets durch reduzierte und gleichzeitig absolut luxuriöse Eleganz ebenfalls in Schwarz. Hier kommt erstmals auf dem Weg Pelz ins Spiel. Der haarige Rock kostet etwas über € 3000.

Das aktuelle Akris Schaufenster am Kohlmarkt Der einstige “Billigpelz” Opossum in der Gucci Version for men Oma Styling bei Gucci Wien

Ein moderater Preis verglichen mit der groben Opossum-Jacke um € 5890 im 70er-Jahre-Stil bei Gucci. Achja, ich pflege übrigens ständig die Straßenseite zu wechseln, das ist u.a. einer der Gründe, weshalb mein Geliebter da nicht mit will, aber ich schweife ab. Ich frage mich, ob die Opossum-Jagd nun wieder gestattet ist. Aber abgesehen davon, ist das ja wenigstens optisch ein cooles Teil im Vergleich zur Damenauslage, wo ein Oma-Nerz-Schal kombiniert mit Oma-Raubtierprint-Pelz zu sehen sind. Das, wovon Gucci lebt, steht ohnehin daneben: Taschen und Schuhe.

Nachtauslage von Bulgari am Kohlmarkt

Die Schmuckmarke Bulgari auf der anderen Seite der Fußgängerzone investiert offensichtlich ebenfalls ins Accessoires-Business. Die Taschen machen sich als Nachtauslage nicht schlecht, aber Bulgari-Taschen? Ich weiss nicht, das klingt irgendwie nicht richtig. Die interessantesten Lack-Accessoires sind eindeutig die mit Farbverlauf. Und sie kommen am besten von Prada, wenn auch bei Chegini nicht unbedingt die spannensten Modelle zu finden sind.

Pradas einfache Lack-Version bei Chegini

Das Resümee? Die Läden am Kohlmarkt trauten sich noch nie über innovative Mode. So gesehen ist also alles wie gewohnt. Das Publikum, das zum Edelshopping in diese Gegend kommt, will’s vielleicht auch einfach so. Oder doch nicht?

Michaela tschilpt

Sale

23. Juni 2007 02:02, by Michaela

Schnäppchen-Jäger und Jägerinnen aufgepasst, it’s Sale-Time! Und zwar bei meinen 3 Lieblingsläden gleichzeitig: Park, Song und 2006FEB01.

Sale bei 2006FEB01

Bei Song ist ab Juli ausserdem am Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet - inklusive Check-out-Room, der bis jetzt nur samstags zugänglich war und laufend reduzierte Teile älterer Kollektionen bietet.

Michaela tschilpt

Mitch & Co: Luxus sieht anders aus

7. Juni 2007 01:35, by Michaela

Wenn man eigene Wege geht, kann breite Popularität nur gut sein. Michael Michalsky, war 11 Jahre lang bei Adidas Chefdesigner. Dort hat er zweifellos Großartiges geleistet, wie etwa im Managermagazin voriges Jahr ausführlich zu lesen war. Es ist wichtig, das zu wissen, denn bevor Adidas als Brand wieder uncool wird, darf das Image ruhig auch ein bisschen auf die Bekleidungsschiene von Tchibo abfärben.

Die Mitch & Co Auslage schaut in jeder Filiale exakt gleich aus Mitch & Co: aber billig is schon

Mitch & Co ist da, die Sportswear-Basics by Michael Michalsky für Tchibo. Die Idee dahinter ist reine PR: “Die Etablierung eines neuen Modelabels, das modische Basics in erstklassiger Designqualität zu fairen Preisen für junge und jung gebliebene, modebewusste Menschen anbietet.”

Mitch & Co: Luxus sieht anders aus

Erstklassig? Modebewusst? Schon mal genauer hingesehen? Das schaut für mich ganz einfach wie stinknormale, billige Lizenzware aus. Und die antiquierte Ansage, mit der auch ich noch aufgewachsen bin (oops, bin ich jetzt die Zielgruppe?), “Luxus ist, etwas hochwertiges, langlebiges zu besitzen“, sehe ich da ganz und gar nicht realisiert. Abgesehen davon ist der ultimative Luxus doch wohl, überhaupt nicht darüber nachdenken zu müssen ;-)

Michaela tschilpt

Anna Hoj

4. Juni 2007 00:59, by Michaela

Jedesmal, wenn ich da war, war das winzige Geschäft geschlossen - bis gestern. Nachdem ich mich nämlich bei Irenes Geheimtipp, dem Geschäft about skin mit allerlei feinen Kokosnussmilch-Produkten von Pure Fiji eingedeckt und mir gemeinsam mit Max bei der billigsten Vorverkaufsstelle von ganz Wien auch noch meine sommerlichen Open Air Konzerte gesichert hatte - Sonic Youth und OMD, letzteres war eventuell gar keine so gute Idee, wie ich mir leider zu spät jetzt nach den Hörproben auf der Homepage denke, aber naja, mal sehen - also jedenfalls schon bestens gelaunt, kamen wir diesmal gerade recht.

Johanna Lakner hat nebst einer Riesenschüssel frischer Erdbeeren ihre aktuelle Kollektion namens Anna Hoj (Joh Anna - alles klar?) in Ihrem Laden vorgestellt. Hochwertige Baumwolljerseys und Sweatshirtstoffe und durchaus raffinierte, teils asymmetrische Schnitte prägen vor allem ihre vielseitigen und wandelbaren Shirts, Tops und Sweater. Sehr nett ist das eingestickte Label an ungewöhnlicher Stelle am Rücken.

Anna Hoj Sweater mit asymmetrischen Details und gesticktem Tiger am Bauch

Mit den Ton-in-Ton Stickmotiven erinnert mich Manches irgendwie an Surfer-Mode, aber das passt ja gut zur Jahreszeit. Und hat vielleicht auch mit den vorherrschenden Farben zu tun: blau, grau und viel weiss. Die Verarbeitung der Stücke ist angenehm professionell, was ja für kleinere Produktionen nicht unbedingt selbstverständlich ist. Dafür sind die Preise halbwegs ok - den Sweater gibt’s z.B. um €132. Produziert wird übrigens in Österreich.

Gloria tschilpt

SchmuckSchnäppchen

24. Mai 2007 11:34, by Gloria

Die tolle Schmuckkünstlerin Haldis Scheicher verkauft Kreationen aus den Kollektionen der letzten 10 Jahre günstig ab. Am Dienstag, 12. Juni 2007, von 18.00 bis 21.00 Uhr und am Mittwoch, 13. Juni 2007, von 14.00 bis 21.00 Uhr. Und zwar im DENKRAUM am Bacherplatz 11/2, Tel. 01-208 29 56 oder 06991 130 38 63. Möglicherweise wird es einen special guest geben …

KieselsteinringHaldisArmreifBrosche und Ring

Wer da keine Zeit hat, darf es auch nochmal bei ihr persönlich versuchen: Haldis hat ihr Atelier im fünften Bezirk, Kohlgasse 19, Tür 1, Tel. 06991-967 86 87. Ich werde jedenfalls dort sein und mir endlich die Stücke kaufen, die ich immer schon haben wollte!