Was Frauen wirklich wollen!?

Also, eigentlich will und kann ich hier nur von mir sprechen. Vordringlich will ich einen Mann fürs Leben finden. Aber auch sonst stimmt einiges nicht. Manchmal tue ich mir selber leid und denke, ich habe kein Leben neben dem Job!

Die Realität schaut so aus: Ich freue mich, wenn ich mal wieder zu meinem Chiropraktiker muss. Das ist eine der wenigen Begegnungen mit einem Mann, den ich sympatisch und sexy finde! (Selbstverständlich ist er fest vergeben.) Dann gibt es noch die Männer aus meinem beruflichen Umfeld. Die mit viel Geld, viel Eitelkeit und noch mehr Eingebildetheit und die komischerweise auch glauben, im Leben irgendwie zu kurz gekommen zu sein! Und heut hatte ich einen netten und subtil erotischen Termin mit dem Rauchfangkehrer (Die Therme geht schon wieder nicht!). Diese kleinen Begegnungen halten mich weibliches Wesen am Leben.

Doch nun zu Träumen, die sich realisieren lassen. Es stören mich diese dünn machenden Spiegel mit der diskreten Beleuchtung in den Boutiquen. Aber auch die Spiegel bei H & M, die so schiach und fett und alt machen, mag ich nicht. (Der Vorteil dabei ist, das ich das Geschäft verlassen kann ohne etwas zu kaufen!) Ich mag keine Verkäuferinnen, die mich überheblich anmachen! Auch will ich nicht belehrt werden, in nasalem Ton vielleicht, was ich wie und wo und wann zu tragen habe – ist mir übrigens letztens bei Park passiert. (Ich weiß, Verkäufer/in sein ist schwer! Trotzdem!) Und meinen Schneider werde ich auch wechseln. Hab keine Lust mich anschnauzen zu lassen, wie schlecht doch die Kleider verarbeitet sind, die ich dauernd zum Umändern bringe. Und diese Fragen: „Wieviel haben Sie dafür bezahlt? Warum schleppen Sie immer soviel Essenseinkäufe mit sich herum? Wo ist Ihr Mann?“

Wann werde ich den Menschen (männlich) finden, den ich mag, der mir gefällt und dem ich gefalle? Ich hab es satt, wie im Märchen König Drosselbart immer nur Kontakt zu jenen zu haben, die absolut nicht in Frage kommen! (Wie hat das meine Freundin Yvonne letztens so trefflich formuliert: „Da hab ich dich im Café Prückl mit diesem Mann gesehen und wußte – der vereint alles in sich, was du an Männern absolut nicht leiden kannst!“) Naja, bis dahin, werde ich weiter Kleidung anhäufen, dich ich gar nicht brauche und die ich nur um des kurzen Kicks der Verwandlung kaufe! Was Frauen wirklich wollen: Liebe und feine Gewandungen u. v. a. m.!

Life Ball 2007

„Once upon a time …“ ist heute das Motto des schillerndstens und wichigstens Balls der Stadt. Life Ball ist, und ich finde es immer wieder schade, wie wenig von dem Glamour auf das Stadtbild abfärbt. Passende Outfits kannst Du hier – mit wenigen Ausnahmen – lange in den Schaufenstern suchen. Und das bei den strengen Regeln für die speziellen Styletickets.

Aktuelles Schaufenster bei Fürnkranz, Kärntnerstraße

Zum 15. Geburtstag überträgt erstmals der ORF den Event live, das wurde auch Zeit. Gespannt bin ich auf die Modenschau der unter dem Label Heatherette agierenden New Yorker Richie Rich und Traver Rains. Zur Einstimmung habe ich mir mal die Bilder der aktuellen Kollektion angesehen. Als Models sind unter anderen angekündigt:

Lydia Hearst (Model, Verlagsdynastie Hearst), Kelly Osbourne (Popsängerin), Adriana und Christian Karembeu (Supermodel und französischer Fußball-Welt- und Europameister), Justin Chambers (Schauspieler, „Grey’s Anatomy“), Mya (Amerikanische R&B- und Pop-Sängerin, Grammy-Gewinnerin), Jenna Jameson (erfolgreichster weiblicher Pornostar der Welt), Daniella Sea (Schauspielerin, „The L Word“), Jamie Lynn Siegler (Schauspielerin, „The Sopranos“), Alan Cumming (Hollywoodschauspieler,“The Flintstones“), Viktor Emanuel von Savoyen (Enkel des letzten italienischen Königs), Amanda Lepore (New Yorks berühmteste Transsexuelle), Aubrey O´Day (Mitglied der von P. Diddy gegründeten Girlband Danity Kane), Lance Bass (Ex-Mitglied der Boygroup ´N Sync), JC Chasez (Ex-Mitglied der Boygroup ´N Sync), Tinsley Mortimer (New Yorker It-Girl), Kelly Craig (Model, Schauspielerin, „300“), Dirk Bach (Comedian), Collien Fernandes (MTV-Moderatorin, Deutschland), Rico Rex (Profi-Eistänzer, Deutschland), Gitta Saxx (Playmate of the Century, Deutschland), Ruth Moschner (TV-Moderatorin & Comedian, Deutschland), Boris Entrup (Juror „Germany’s Next Topmodel“), Anja Platzer (österreichische Finalistin „Germany’s Next Topmodel“), Lotte Tobisch-Labotyn (ehemalige Opernballorganisatorin), Andrea Kdolsky (Österreichische Gesundheitsministerin), Dagmar Koller (Show-Legende), Markus Rogan (Weltklasseschwimmer), Christoph Feurstein (ORF-Journalist & Moderator „Thema“), Daniela Zeller (Moderatorin, „Ö3 Wecker“), Max Schmiedl (Schauspieler & Musiker), Maria Schuchter (Schauspielerin), Katrin Lampe (ATV-Moderatorin), Mel Merio (pulsTV-Moderatorin & Designerin), Christine Reiler (amtierende Miss Austria), Miss Candy (Drag Queen, „Heaven“-Veranstalterin), Dame Galaxis (Drag Queen), Claudia Kristofics-Binder (Ex-Eisläuferin, Europameisterin und WM-Dritte), Chris und Patrick Harand (Eishockey-Nationalteam-Spieler).
Na dann, viel Spaß mit dem Heatherette Märchen!

Alle Details zum Programm vor und im Wiener Rathaus sind auf der Life Ball Website zu finden.

Was Männer wirklich wollen?

Der nette Herr Troi riet mir ja vorletzte Woche nachdrücklich zu Stilettos und Hilflosigkeit. Ich weiß, ich hab es schon gespürt, Männer sind öfters recht verunsichert, vielleicht sogar noch mehr als ich, wenn es ums Zwischenmenschliche, Geschlechtliche geht.

Gestern hab ich mit meinem Bekannten Andreas dieses Thema bei einigen Gläsern Wein debattiert. Der vermeintliche Grund für mein Unvermögen Christian einzufangen, stach ihm sofort ins Auge. Er ist der festen Meinung, wenn eine Frau nicht spätestens nach dem dritten Treffen mit ihm ins Bett geht, ist es gelaufen und vorbei. Und ich unverbesserliche Optimistin und Nichtmännerkennerin habe diesen tollen Mann fünfmal getroffen ohne, dass mehr als ein Kuss für ihn drinnen war! Und wie sehr habe ich ihn wohl damit verletzt, wie sehr gekränkt in seinem Selbstwertgefühl als sexuelles Wesen! Was mindestens genauso neu für mich war: Andreas meinte, ich sei eine außerordentlich gebildete und ausgebildete Frau, die beruflich viel erreicht hat und in Verbindung mit meinem Selbstbewusstsein und Aussehen, das mir zwar im Job gute Dienste leistet, schreckt das jeden Mann ab. Jedenfalls ohne eine Prise Hilflosigkeit oder wenigstens ein bisserl Gewackel in Stöckelschuhen.

Also geht Andreas da konform mit Herrn Troi! Was soll ich tun? Mein Treffen mit Christian findet heute statt! Soll ich mir noch schnell Stöckelschuhe besorgen und dann damit wie eine Hüftoperierte herumwanken? Soll ich einen Minirock und ein busenbetonendes Top dazu kombinieren? Muss ich mich ganz zurücknehmen und immer nur zuhören, wenn ich endlich wieder eine Beziehung haben will? Darf ich Widerspruch äußern, zumindest bevor ich fast ersticke an Gegenargumenten? Die Haare werde ich selbstverständlich waschen und offen tragen. Strenge Aufsteckfrisuren oder Zöpfe sind ja verpönt in der Männerwelt oder? Aber die wichtigste Frage habe ich ganz vergessen: Will ich überhaupt einen Mann, bei dem ich mich so verstellen muss, damit er mich erhört?

Ich hab mich entschlossen, mein bereits zweimal an Männern erprobtes Experiment auch hier bei Christian weiterzuführen. Ich versuche, ganz bei mir zu bleiben, mich zu fühlen, in keine Rolle zu fallen, mich nicht zu verstellen und mich nicht für alles verantwortlich zu fühlen, nicht mal für den guten Fluss der Konversation. Lange Rede – kurzer Sinn: Ich konzentriere mich nicht aufs Gegenüber, sondern spüre immer wieder nach: Wie geht’s mir eigentlich? Was will ich wirklich? Fortsetzung folgt!

A propos Jeanskleid

Schon mal ein déjà vu gehabt? Mir ist das vorgestern spätnachmittags passiert. Etwas gehetzt laufe ich die Mariahilfer Strasse vom Westbahnhof stadteinwärts. Vor der Auslage des Diesel-Shops springt mir ein Jeanskleid ins Auge. Genauso eines, auch Marke Diesel, hatte ich vor ca. 15 Jahren. Der Stoff, damals wie heute aus Baumwolle war dreifärbig in gelb, lila, blau. Ärmellos, mit Reissverschluss in der Mitte und kniekurz war dieses Bekleidungsstück sportlich, sexy und praktisch zugleich und wurde bald eines meiner besten Stücke.

Wen wunderts da, wenn ich trotz Eile kurzerhand das Wunderwerk probieren musste. (Achtung! Die bei Diesel haben teuflische Spiegel: Nicht nur, dass sie strecken und mein Gegegenüber plötzlich an die 10 kg weniger auf die Waage brachte, nein, ich sah – oh Wunderwerk der Technik! – jünger und besser aus als wie vor 15 Jahren.) Schnell mein Bares zusammengekratzt, da taten sich Widernisse auf. Es fehlten mir noch sage und schreibe zwanzig Cent auf nicht gerade geringen Verkaufspreis von 260,00 Euro. Die freundliche Verkäuferin wollte mir diese „borgen“, worauf ich mich allerdings nicht einlassen konnte. (Der Begriff Barzahlerskonto ist hier anscheinend noch unbekannt!) Da fasste sich der gutaussehende Mann an der Kassa (leider definitiv nicht am „schönen Geschlecht“ interessiert) ein Herz, gab mir 4,80 Euro zurück und meinte, ich solle damit einen Kaffee trinken gehen und an ihn denken. Was ich als weiteres Zeichen deutete: Dieses Jeanskleid will mich, so wie ich es will!

Einige Stunden später machte sich bei mir leichtes Bauchweh bemerkbar. Stehe ich doch im 43 Lebensjahr, kann ich mir ein derart auf Körper geschnittenes Exemplar noch leisten? Ich will nicht länger um den Brei herumreden: Ja, ich kann und ich will!

Ein gutmeinender Freund riet zwar, ich solle vor dem ersten Tragen mindestens fünf Kilogramm abnehmen, dreimal wöchentlich laufen gehen, durch tägliches Hanteltraining meine schlaffen Oberarme auf Vordermann bringen und meinen Body zumindest vorbräunen. Ja, und äh, zwei bis dreimal Sex pro Woche könnten auch nix schaden… Den Großteil dieser, für mich persönlich zu ehrlichen, Ratschläge schlug ich leichten Herzens in den Wind. Wenn ihr also in den nächsten Wochen eine Frau in den Vierzigern in einem super-sexy Jeanskleid durch Wien radeln seht, lästert nicht und freut euch mit mir!