London: 30 Years of Japanese Fashion

Nach ein paar Tagen in London bin ich wieder einmal schwer begeistert vom Ausstellungsangebot dieser Stadt.  Die Relevanz der Themen und Exponate, brillante Inszenierungen und eine ganz selbstverständliche Wissenschaftlichkeit zusammen mit einfallsreichen Begleit-Events machen einfach Freude und Vergnügen.

Mein persönliches Highlight aus gerade mal vier (!) parallelen Modeausstellungen war Future Beauty: 30 Years of Japanese Fashion.

Die Schau widmet sich erstmals in Europa der japanischen Mode-Avantgarde seit den frühen Achzigern, als Visionäre wie Rei Kawakubo, Issey Miyake oder Yohji Yamamoto die Pariser Modewelt sprichwörtlich aufmischten.

Asymmetrien, Dekonstruktion, ein radikal anderer Zugang zu Schnitt und Körper, der weibliche Formen oft eher verfremdet als betont, waren damals und sind noch immer ungewöhnlich und faszinierend.

Mittels perfekt präsentierter Originalmodelle, Showvideos, Interviews, Fotos, Magazinen entwickelt die Ausstellung sowohl thematische als auch biografische Stränge über die letzten 30 Jahre bis in die Gegenwart. Absolute Empfehlung für alle, die vor dem 6. Februar in London sind!

Ausserdem ist ein exzellenter Katalog (Merrell Publishers) erschienen. Die Beiträge kommen u.a. vom Kurator und Direktor des Kyoto Costume Institute Akiko Fukai oder auch der wunderbaren Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken, die vor nicht allzu langer Zeit beim Symposium Fashionable Queens in Wien zu Gast war.

Der eigens produzierte Soundtrack von Janek Schaefer mit dem Titel Unfolding, der die Inszenierung in der Barbican Art  Gallery akustisch abrundet, steht übrigens hier zum Download bereit.

Future Beauty: 30 Years of Japanese Fashion
Barbican Art Gallery, London
Noch bis 6. Februar 2011

Liebe österreichische Museen und AusstellungsmacherInnen! Kann man diese Schau bitte nach Wien holen?

Warten auf Comme des Garçons

Wieder etwas, das ich verpassen werde. Tokyo hat es schon hinter sich gebracht. Ab morgen, Donnerstag ist sie auch in Europa erhältlich: Die Commes des Garçon Kollektion für H&M.

Von den Fotos her, die vor allem durch das Styling und die perfekte Umsetzung – nona, wenn Peter Lindbergh am Werk ist – die Sprache von Rei Kawabuko für H&M übersetzen, finden wir die Männerkollektion noch am interessantesten. Angeblich wird der Verkauf reglementiert auf maximal 2 Stück pro Teil.

Es kann auch ganz ok sein, etwas zu verpassen…

Bild: „Waiting for Comme Des Garçons“, Quelle

Rei Kawakubo (Comme des Garçons) gestaltet H&M Gast-Kollektion

H&M kündigt die Zusammenarbeit mit Rei Kawakubo an! Die legendäre Comme des Garçons Gründerin wird für kommenden Herbst eine Damen- und Herrenkollektion, einige Kindersachen, Accessiores und ein Parfum designen.

„I have always been interested in the balance between creation and business. It is a dilemma, although for me creation has always been the first priority. It is a fascinating challenge to work with H&M since it is a chance to take the dilemma to its extreme, and try to solve it,“

so Rei Kawakubo, Comme des Garçons, in der Presseaussendung.