Kleine schwarze Variationen

Kleines, schwarzes Partyzeugs im Zara Schaufenster. Nur blöd, dass die an Rodarte (Herbst 08) angelehnten grobmaschigen Leggings am durchschnittlichen Bein wohl ziemlich anders aussehen werden.

Nochmal schwarz und nicht mehr ganz so klein bei Prada. Die Blumenapplikationen erinnern ein bisschen an Chanels Kamelien, oder?

Die Marni Schneekönigin

Prada hat 2008 mit Trembled Blossoms den Anfang gemacht. Nun präsentiert auch Marni ein stimmungsvolles Märchenfilmchen online, das den zutiefst winterlichen Titel The Ice Storm trägt.

Wieder stakst ein zartes, einsames Wesen auf dünnen Beinchen durch seltsame Welten.  Wieder – ganz Kindchenschema – blickt ein großer weißer Kopf mit riesigen dunklen Alienaugen suchend in die eisige Landschaft. Und die kleinen Puppenkleidchen, die das Wesen vor dem eisigen Wind schützen, sind natürlich ganz Marni.

"The Ice Storm", Animation für die Marni Winter Edition 2009, Screenshot

"The Ice Storm", Animation für die Marni Winter Edition 2009, Screenshot

Es ist ein zerbrechliches, kindliches, hilfloses Frauenbild, das hier vermittelt wird. Etwas mehr Stärke, Mut und Tapferkeit wie etwa im russischen Märchenfilmklassiker Die Schneekönigin (nach Andersen) könnten nicht schaden. Auf die Winterkollektion (und den nächsten Sale im Onlinestore) freue ich mich jedenfalls schon.

"Die Schneekönigin", Märchenfilm, UdssR 1966, Screenshot

Die Marni-Animation ist übrigens sehr schön gemacht. Leider habe ich eine Credits gefunden. Weiß jemand mehr?

Bilder (von obne nach unten): 1+2 Screenshots The Ice Storm, 3 Die Schneekönigin

Rundblick: festliche Schaufenster 2008

Wien hinkt ja in der Kunst der Schaufenstergestaltung meistens etwas hinten nach. Und die Auslagen der global players – egal welcher Preisklasse – folgen weltweit einem zentralen Konzept (vgl.  z.B. Prada Wien mit Prada New York). Damit ist eigenständiges Bemühen leider kaum sichtbar.

Ausnahmen wie diese bestätigen natürlich die Regel:

Primrose, 1010 Wien, Weihnachtsauslage

Klein und sehr fein: Primrose


Pompös mit Riesenglitzermasche: Popp & Kretschmer

Vielen Dank an meine weltweiten Blog-KollegInnen! Dank euch kann man angenehm den einen oder anderen Blick auf die weihnachtlichen Shopping-Windows von New York, Mailand, London, Paris und Berlin werfen und faul von der warmen Stube aus ein bisschen vergleichen…

Foto, Video: Tschilp.com

Alle Jahre wieder…

Ich mag glitzernden Klunker nicht besonders. An mir meine ich. Aber der Faszination, die funklende Dinge ausstrahlen, kann ich mich nicht wirklich entziehen. Die blitzenden und spiegelnden Accessoires im Wiener Prada Store, noch dazu auf einer Drehscheibe drapiert, übten neulich abends beinahe magische Anziehungskräfte aus.


Und nachdem letzten Samstag die feierliche Illuminierung des Weihnachtsbaums vor dem Wiener Rathaus stattfand, freue mich jetzt auf die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt und hoffentlich viele festliche Auslagen. Obwohl – bei letzterem könnte sich der Wiener Handel mal in New York oder London inspirieren lassen.

Fotos, Video: Tschilp.com

Nachlese: Club Prominier Modenschau im WerkzeugH

Was Miuccia Prada kann, das können wir schon lang. Unter dem Motto stand wohl die erste Kollektion des brandneuen Labels „blaspheme“. Mit viel Spitze, Transparenz und heftig vom Original (Prada Fall/Winter 2008, vgl. z.B. hier) inspirierter Linienführung betreibt man hier frech „Gotteslästerung“. Wie soll das bloß weitergehen? (Da wird wohl in Ermangelung einer Website ein Interview fällig…)

Am Anfang der gut gemachten und kurzweiligen Fashionshow des Club Prominier hatte letzten Freitag im WerkzeugH Martina Salner aka Ready-made ihre klaren, fast klassischen Ensembles gezeigt. Die bloß auf den ersten Blick simpel anmutende Farbzusammenstellung Rot und Blau wird auch im kommenden Sommer noch wichtig werden. Rating: Kaufen! (Z.B. auf der Blickfang Wien)

Von Pia Mia waren spannungsreiche Materialkombinationen von glänzende Satins mit matten Materialien zu sehen, sehr weich und fließend. Die Schnitte erinnerten mich manchmal leider ein bißchen an die madamigen Teile der Zaras und Mangos unserer globalisierten Welt. Aber das spricht ja ganz und gar nicht gegen den Geschäftserfolg.

Den Abschluß bildeten Edith A’Gays perfekt produzierte Kreationen mit vielen Hängerchen in allen möglichen Längen, auf denen die voluminösen Schmucktücke von AND_i bestens zur Geltung kamen.


Insgesamt eine runde Veranstaltung mit charmanter Moderation (Paul Lohberger, Club Prominier), interessanter Damenmode made in A (einzig bei Pia Mia war ein Mann am Catwalk zu sehen) und guter Inszenierung (Michael Meinhart, Audioroom). Nur das Licht fand ich – vor allem fürs schlichte Schnappschießen – nicht ganz optimal.

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