Maison Martin Margiela: Das Oeuvre ist komplett

Seit Margiela auch offiziell nicht mehr Margiela ist, haben die Diskussionen um den Anteil des Gründers an den ohnehin schon länger vom Diesel-Konzern produzierten Kollektionen ein Ende, die Modewelt stellt sich langsam aber sicher auf die Tatsache ein, dass das Werk beendet ist. Und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Quasi die Vollendung – und wenn’s gut geht meist auch Cash-Cow jedes Modeunternehmens – wurde Mitte Jänner in Paris präsentiert und letzte Woche exklusiv bei Colette pre-gelauncht: Das Parfum.

Den, wie man in der Fachsprache sagt, grünen Duft – die Idee dazu stammte wohl noch vom Meister persönlich – kreierte Nase Daniela Andrier, die auch für Pradas L’Eau Ambrée verantwortlich zeichnet. Als Name wählte man origineller Weise „(untitled)“.

Welche Linien Diesel langfristig weiterführen wird, ist noch nicht ganz klar. Der Vergangenheit gehört aber jedenfalls die authentische Artisanal Collection an, einer Art Haute Couture Version von Martin Margiela. Auch in dieser Hinsicht ist also das Oeuvre ist komplett. Vorbereitungen für eine erste große Versteigerung von 1000 (!) Sammlerstücken laufen schon.

Und auch so manche Boutique wird sich demnächst vom Label Margiela verabschieden und ihr Sortiment auf etwas anderes umstellen. Vielleicht auf einen anderen Belgier…

  • Ausführliche Parfum-Review sowie Infos zur Duftkomposition bei The Scented Salamander
  • Empfehlenswerter Artikel u.a. zum Thema Margiela-Versteigerung in der NY Times

Maison Martin Margiela: White Objects

Maison Martin Margiela, Kollektion 13, Videostill

Unter der  Nummer 13 versammelt das Haus Margiela seit 1999 Objekte und Publikationen. Sie spiegeln die, durch die Nicht-Farbe Weiß geprägte Identität der Margiela Shops und Verkaufsflächen wider und eignen sich für den gepflegten Heimgebrauch.

Maison Martin Margiela, Kollektion 13 bei Song, Wien

Im Wiener Avantgardeladen Song gibt es einen autorisierten, ziemlich weißen Margiela Raum. Und gerade richtig für den Weihnachtseinkauf die White Objects aus der Kollektion 13.

Was fehlt jetzt eigentlich noch in der Margiela Produktpalette? Richtig! Ein Parfum. Genau das steht natürlich schon längst auf der Liste von Eigentümer Renzo Rosso (Diesel Konzern). Kosmetikgigant L’Oreal – bereits auch für die Dieselparfums verantwortlich zeichnend – sollte da schon seit einem Weilchen dran sein.

Es heißt, die Entwicklung eines erfolgreichen Duftes dauert mindestens ein Jahr. Der Deal mit L’Oreal wurde Mitte 2008 bekannt gegeben. Wie riecht eigentlich Weiß?

Verstärktes Duftwasser: Nanadebary Präsentation

Nana de Bary erzählt auf ihrer Unternehmenswebsite eine Geschichte: Von ihrem Tsunami Erlebnis 2004, dem Schluß Machen mit ihrer kleinen Boutique im ersten Bezirk, der künstlerischen Auseinandersetzung mit Wasser.

Mit ganz besonderem Wasser hatte sie sich davor international einen Namen gemacht: Nanadebary Eau de Toilette. Eine verstärkte Version ihrer Düfte „pink“, „bronze“ und „green“ als Eau de Parfum bringt sie jetzt auf den Markt. Die Erstpräsentation findet bei Song statt. Sich kosmopolitsch fühlende Prominenz darf im Publikum erwartet werden.

Nanadebary exclusive European presentation of the eau de parfums
am Dienstag, den 29. April, 17-19 Uhr
Song, Praterstraße 13, 1020 Wien

Der Atem der Karibik, 4/24

Von der schönsten Insel der Welt mit den ultimativen Puderzuckerstränden stammt das absolut beste, pudrigste Parfum aus karamelisiertem braunen Zucker mit leichten, aber würzigen Nuancen der Karibik, gerade noch im Zaum gehalten mit einer Note reifer Ananas – Voodoo pur!

Fleur de Canne à Sucre, ST. BARTH FRAGRANCE

Erhältlich u.a. bei Staudigl, Wollzeile.

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