Modepalast 23. bis 26. April 2009

Modepalast, 23.-26. April 2009, Museumsquartier Wien

Drei Tage lang bietet der Modepalast wieder Einblicke in die junge, vielfältige und talentierte Modeszene. DesignerInnen aus Österreich und den Nachbarländern präsentieren im Wiener Museumsquartier Damen- und Herrenmode sowie Accessoires und Schmuck von Pret-a-porter bis Urban Style.

Über die Verkaufsausstellung hinaus gibt es ein dichtes Programm an täglich stattfindenden Modenschauen,  Side-Events, Late-Night-Shopping, Parties und Präsentationen.

Besonders empfehlen möchte ich das Modepalast Blog mit vielen Kurzinterviews der TeilnehmerInnen. Gespannt darf man sein, was so getwittert werden wird.

8 Fragen an Maronski

Das Modeviertel im 7. Wiener Bezirk bekommt Zuwachs. An sprichwörtlich erster Stelle, nämlich in der Lindengasse Nummer 1 eröffnet MARONSKI am 13. September Atelier und Shop. Martina Meixner produziert unter dem Namen MARONSKI seit 2006 urbane Mode für starke Frauen.

MARONSKI, Herbst/Winter 08/09, Foto: MARONSKI

Im Juli stellte sie ihr Label auf der internationalen Fachmesse Bread and Butter in Barcelona vor. Für unsere Interview-Serie hat Martina Meixner unsere 8 Fragen beantwortet:

Wer ist MARONSKI?

Hinter MARONSKI stehe ich, Martina Meixner.

Woher kommt MARONSKI?

Ich persönlich komme aus Mödling. MARONSKI von wesentlich weiter her: Der Name wurde von einer karibischen Volksgruppe, den „maroons“ abgeleitet, deren Anführerin im 18. Jahrhundert gegen die englische Kolonialmacht siegreich war und heute als jamaikanische Nationalheldin gefeiert wird.

Dementsprechend entwickelt MARONSKI Kleidung für starke Frauen, die sich ihren eigenen Weg erkämpfen.

Wo will MARONSKI hin?

Mein Lebensmittelpunkt soll Wien bleiben, hier habe ich meine Netzwerke aufgebaut. MARONSKI will aber über die Grenzen hinaus, nach der Teilnahme an der Bread & Butter im Juli dieses Jahres sind die ersten Schritte für internationale Auftritte gesetzt.

Was unterscheidet MARONSKI von anderen Labels?

Ich hole mir die Inspiration für meine Entwürfe am Liebsten an belebten urbanen Orten, ich beobachte Menschen gerne und achte darauf was es bei mir auslöst…
Meine Modelle sind also immer von einer sehr persönlichen Stimmung geprägt.

Wie finanziert sich das Label, wie kann man sich internationale Präsentationen wie etwa Bread and Butter leisten?

Ich finanziere das label zum Großteil durch Verkauf, Teilnahme an Modemessen wie den Modepalast, Blickfang, Modezone in Linz etc.

Für die erfolgreiche Teilnahme an der Bread & Butter spielten zwei wichtige Faktoren mit: zum Einen die Förderungen durch WKO, BMUKK und Wien Tourismus.

Zum Anderen haben wir (das sind 8 Designer) uns zusammen getan und den Vienna Showroom gegründet. Das ist eine offene Plattform für Designer mit dem Ziel bei internationalen Messen gemeinsam aufzutreten und so mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wie sehen Sie die österreichische Modeförderung?

Schwieriges Thema… Ich denke, wenn man international arbeiten will, ist die Modeförderung für Wiener Designer – vor allem im Vergleich mit anderen europäischen Städten – ganz gut. Ansonsten ist die „Förderszene“ schwer zu durchschauen.

Was fällt Ihnen  zu „Mode in Wien“ ein?

Sehr facettenreich und lebendig. Dank Modepalast können sich Modeinteressierte auch jedes Jahr ein gutes Bild von der Szene machen!

Was sollte sonst noch unbedingt über MARONSKI gesagt werden?

MARONSKI eröffnet am 13. September in der Lindengasse 1, 1070 einen Shop mit integriertem Atelier. Verkauf jeden Fr 14.00 – 20.00 Uhr und Sa 10.00 – 17.00 Uhr!

Danke für das Interview!

Nachtrag zum Wochenende: party, party!

Der Freitag Abend startete mit der Tupalo Party, bei der u.a. die Heavy User Helge Walter und Christian prämiert und die schönsten Goodie-Bags ever verteilt wurden.

Der schicke Tupalo Goody Bag!

Für die Ansprache war ich leider zu spät dran. Kurz nach (!) der Gemeinschafts-Modenschau von 7tm trudelte ich dann im Gartenbau ein. Die Show soll eher unspektakulär gewesen sein.

Passendes Product-Placement von Eastpak - Absicht?

Danach gings quer durch Wien zum Wurstsalon, einer der besten elektronischen Partys seit langem. Erholungsbedürftig wie ich war, verpasste ich natürlich dann die letzten 2 Tage Modepalast und freue mich deswegen besonders, dass Michi und Mia vor Ort waren.

PS: Am Mittwoch, den 23.4. (20 Uhr) findet in den Ringstrassengalerien wieder bei freiem Eintritt der jährliche Designer Award statt, womöglich verpasse ich den aber auch…

17.-20. April: Modepalast im Museumsquartier

Zorana Janjic, Foto: Z. Janjic

Von 17. bis 20. April findet im Wiener Museumsquartier wieder die Verkaufsausstellung Modepalast statt. Nicht nur österreichische Mode, Accessoires und Schmuck sind vertreten, sondern auch DesignerInnen aus der Schweiz, Ungarn, Prag, Sarajevo und Zagreb.

MICHAEL männerg’wand, Foto: M.Eisner

Am 18. und 19.4. lassen sich die Modelle während der Modeschauen auch in Bewegung studieren (jeweils um 18 Uhr). Für die maskuline Zielgruppe gibt’s eine eigene Männermodezone.

In dem Zusammenhang sei auf 2 fashionable Partys am Freitag, den 18.4. hingewiesen:
Tingeltangel-goes-Modepalast-Party im Gartenbaukino (ab 22 Uhr), Tupalo-Nacht-des-Chaos-Party am Ort des Geschehens bei play.fm (20 bis 01 Uhr) im Museumsquartier.

Bild oben: Zorana Janjic, Foto: Z. Janjic, Model: Ivana Djurovic
Bild unten: MICHAEL männerg’wand, Foto: M.Eisner

Boutique Gegenalltag: Budapest Style

Noch bis 16. April kann man in der Boutique Gegenalltag im Wiener Museumsquartier Budapest Style sehen und kaufen:

Von Couture, Street Fashion bis hin zu Prèt-à-porter-Bekleidung werden unterschiedlichste Stile und Haltungen präsentiert und geben Einblick in die wachsende und vielfältige Modeszene Budapests.

(Zitat: Boutique Gegenalltag)

Budapest Style in der Boutique Gegenalltag. Design: HEPP, Foto: HEPP Budapest Style in der Boutique Gegenalltag. Design: barbrodesign, Foto: barbrodesign

Die Fashionshow dazu findet heute im Rahmen der MAKnite statt und kann schon mal als Einstimmung für den diesjährigen Modepalast empfohlen werden. Folgende ungarische Labels sind vertreten:

BUDAPEST STYLE – MAKnite Fashionshows
Dienstag, 1. April, 20 Uhr
MAK, Museum für Angewandte Kunst
, Säulenhalle
Stubenring 5, 1010 Wien
Eintritt: € 5.-/7,90.-

Fotos: HEPP, barbrodesign