Preview: superated Spring/Summer 2012

Wer kennt schon den Wiener Hafen? Ich war da mal. Per Fahrrad, an einem Sonntag im Frühling, und fand es fast ein bisschen entrisch. Einsam aber auch anziehend. Spröde Industrie-Archtiktur neben einem Labyrinth von bunten Containern aus aller Herren Länder.

Die „Danube Docks“ finden sich nun schön remixed in der neuen Frühjahr/Sommer Kollektion 2012 von superated wieder. Label-Gründer und Designer Peter Holzinger hat sie deswegen auch Pier genannt.

At times, this inspiration is taken quite literally, with sailor knot tops and cord jewellery, but is best when kept subtle through the earthy palette splashed with brights, and exaggerated silhouettes.

Zitat: superated

Der Sommer kann kommen! Jetzt. Oder halt im nächsten Jahr.

Hautnah gibt’s die superated Buben übrigens am 15. September um 19 Uhr zu sehen, und zwar bei der superated Show im Rahmen der MQ Vienna Fashionweek 11.

Photo oben: Bertrand Kirschenhofer, Lookbook Bilder: Sam Scott Schiavo

 

Playlist: Prada Menswear Show Fall/Winter 2011

Für alle, die keine Zeit hatten, habe ich schnell ein paar Screenshots vom heutigen Livestream der Prada Menswear Show Fall/Winter 2011 gesammelt. Eine geschnittene Fassung der Show gibt es auch auf der Prada Website, allerdings – wohl aus rechtlichen Gründen – ohne Musik, deswegen hier noch als spezielles Service die Playlist (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Judas Priest: Grinder
  • Judas Priest: Living after Midnight
  • Motörhead: Ace Of Spades
  • Motörhead: Overkill
  • Metallica: Last Caresse/Green Hell

Die Silhouetten haben mich irgendwie an Fotos meines Papas aus Mitte der 60er-Jahre erinnert, also noch relativ breite, aber locker hängende Schultern, schmale Hosen mit kleines Bundfalten, V-Pullis und Polos sowie gerade kurze Mäntel. Dazu waren auch noch eher seltsame Kniebundhosen mit hübschen Stutzen zu sehen und dicksohliges Schuhwerk.

Der Farbmix nimmt schon eher Anleihen in den späten 70-ern: neben Neutrals viel Rostbraun in Kombination mit Lurexfarbtupfern in sattem Smaragdgrün oder Azurblau. Verschiedene Rhombenmuster auf Schultern und Kniestrümpfen – diese übrigens auch aus Lurex! – sind mir ebenfalls in Erinnerung geblieben. Aber das Ganze können wir ja sowieso auf den Profibildern der einschlägigen Websites nachprüfen.

Insgesamt ein perfekt gemachter, aufwändiger Stream, der sowohl einen Eindruck von der riesigen, zweistöckigen Location als auch viele Nahaufnahmen mit Details vermittelte – auch wenn man es noch immer nicht der Mühe wert findet, Social Media wie etwa Twitter zu integrieren. Funktionierte übrigens auch am iPad super.

Intelligente Mode: The Utope Project

Dieser Blick in den Spiegel ist ein Blick in die Zukunft. Designer Wolfgang Langeder gewährt erstmals einen Vorgeschmack auf seine aktuelle Arbeit. Dabei geht es um nichts weniger als die Verwirklichung einer textilen Utopie:

Die Außenseite von Kleidung wird zum Display. Hiermit kann man ihre Oberfläche individuell verändern wie die Haut eines Chamäleons oder sie wie einen Computerbildschirm nutzen.

Für „the utope project“ hat sich der österreichische Designer das renommierte Berliner Fraunhofer IZM / Stretchable Circuits als Kooperationspartner  ausgesucht. Das erste Ergebnis ist nun hier erstmals zu sehen: der „Cyber Nomade Suit“, ein intelligenter Business-Anzug.

Ein im Sakko integriertes Display reagiert auf das eingesteckte Handy und zeigt Anrufe oder SMS an der Oberfläche an. Was zunächst simpel klingen mag, verlangt für den Einsatz im Alltag enormen Entwicklungsaufwand. Hier geht es eben nicht um einzelne effektvolle Showpieces wie etwa Rihannas LED Kostüm von Moritz Waldemeier.

Bei Wolfgang Langeder geht’s in die Tiefe:  Der Anzug muss sich gut anfühlen, das Material gleichermaßen edel wie funktionell, die Schnitte ebenso dynamisch wie angenehm sein. Die verwendete Technologie muss für die Serienproduktion taugen und auch so scheinbar banale Anforderungen wie Biegen, Knittern, Putzen und Waschen aushalten.

„the utope project“ versteht sich als Labor für Mode, in dem intelligentes Design und die innovativsten Technologien unserer Zeit zu einer völlig neuen und zukunftsweisenden Form von Kleidung verbunden werden.

Ich sag ja: Männermode wird immer spannender!

Zitate: Pressetext, Foto: Elisabeth Grebe

superated [MQ Vienna Fashion Week 10]

Unterstützt von Salvatore Viviano als Muse und Possenreißer sowie Bernhard Tobola an den Decks seines Tingeltangel Mobils zeigten die Jungs von superated letzten Freitag bei der MQ Vienna Fashionweek ihre Vorschläge für Frühjahr/Sommer 2011.

Mit der Kollektion Aleatory entwickelt Creative Head Peter Holzinger sein relaxed ironisches Männerbild weiter. Schlabberpullis und -jacken werden mit preppy Polos und Hemden kombiniert.

Die Unterteile bestehen oft aus Hosen mit transparenten Überlagerungen an wesentlichen Stellen oder verwaschen bunt gefärbten Strumpfhosen und Leggings der Designerin Pebelle. Die Schuhe kommen unter anderem von rosa mosa.


Fotos, Video: Tschilp.com