Haberer in Frauenkleidern: Mode statt Hode


„Des sant  jo lauter Habara, oder?“ Haberer, das heisst ja nicht nur Freund, Kumpane, sondern meint in erster Linie einfach einen männlichen Zeitgenossen. Und in der Hinsicht lag der Kommentar – aufgeschnappt vor dem Ort des Geschehens – auf jeden Fall richtig.

Die Haberer von gelitin plus Verstärkung aus dem mutmaßlichen Freundeskreis defilierten nämlich gestern abend bei vollstem Haus durch die Galerie Meyer Kainer.

Unter dem Titel Mode statt Hode führten ausschließlich Männer Arbeiten von 29 StudentInnen der Modeklasse unter der Leitung von Bernhard Willhelm vor, das allerdings in  klassischer Catwalk-Manier. Der Publikumsandrang war groß, und so manch ein Modestudent nebst der Vizerektorin der Angewandten hatten es nicht leicht mit dem Türsteher.

Was das jetzt eigentlich war? Faschingsdienstag? Boys-Protest am Weltfrauentag? Kunst? Spaß? Ein Haufen Arbeit? Ich denke etwas von allem, und viel von Letzterem. Übrigens gab es da auch erstaunlich viele Brüste zu sehen.

Wenn ein offener Blick für unkonventionelle Denk- und Arbeitsweisen, viel Buzz und Öffentlichkeit das Ziel waren, dann ist das bestens gelungen. Gerade in einer von Shareholder-Value bestimmten, globalisierten Modeindustrie braucht es das doch, oder nicht?

Mode von:

  • Sladana Amidzic
  • Emil Beindl
  • Markus Binder
  • Marlene Büchler
  • Claus D. Bukowsky
  • Julian Cech
  • Nedra Chachoua
  • Isis Flatz
  • Armita Haghi
  • Milena Heussler
  • Kazuaki Inoue
  • Kenneth Izedonmwen
  • Marcus Karkhof
  • Charlotte Klobassa
  • Ken Kumagai
  • Jackie Wha Jung Lee
  • Alissia-Lara Mayerhofer
  • Isabella Meus
  • Taro Ohmae
  • Caroline Pretterebner
  • Noushin Redjaian
  • Teresa Schröder
  • Anna Schwarz
  • Ronja Stahl
  • Martina Tiefenthaler
  • Lisa Tritthart
  • Christiop Tsetinis
  • Takahiro Ueno
  • Ayo Van Elmar

 

Mode statt Hode

Edit (9. März): Ein Video der Performance gibt’s hier.

Hode [ˈho�?də] v. mittelhochdt.: hode, v. althochdt.: hodo, v. idg.: *skeu(t)- „bedecken, verhüllen“

Unter dem auf den zweiten Blick doch richtig tiefsinnigen Titel Mode statt Hode zeigen die Studierenden der Modeklasse ihre aktuellen Arbeiten im Kunstkontext. Die Präsentationsform, die Professor Bernhard Willhelm letztes Jahr – siehe auch hier und hier – mit viel Erfolg in Wien neu eingeführt hat, wird heuer fortgesetzt.

Und diesmal werden keine Geringeren als die Herren gelitin die studentischen Werkstücke als Performance inszenieren. Pflichttermin!

Mode statt Hode
Dienstag, 08. März 2011, 19:30 Uhr
Galerie Meyer Kainer
Eschenbachgasse 9, 1010 Wien

Fotos: Maria Ziegelböck

Die New Design University (NDU) feiert mit Mode und Architektur

Noch schnell ein Tipp in letzter Minute für heute Donnerstag Abend. Die New Design University (NDU) in St. Pölten feiert Semesterabschluss mit Programm und Party.

Der  Lehrgang Innenarchitektur und 3D Gestaltung präseniert erstmals unter der Leitung von Modedesignerin Patricia Hepp die Ergebnisse langer Auseinandersetzungen an der Schnittstelle zwischen Kleidung als zweiter Haut und Innenarchitektur unter dem Motto: „Der gestaltete Raum der mich umgibt, beginnt beim Innenfutter meines Kleides.“

Ausserdem hält der Architekt Christian Knechtl einen Vortrag zum Thema „Innenräume als dritte Haut des Menschen – die unsichtbaren Materialien der Architektur.“ Das Programm beginnt um 18 Uhr und findet in den Räumlichkeiten der NDU St. Pölten statt.

Klingt vielversprechend!

Präsentation Moden & Styles

Die Studentinnen des künstlerischen Lehramts der Akademie der Bildenden Künste stellen ihre Projektarbeiten der Lehrveranstaltung „Projekt Moden & Styles“ unter der Leitung von Edwina Hörl und Sabina Muriale vor.

Präsentation Moden & Styles
Zeitvertrieb Galerie
Kirchengasse 36, N° 9 (Gassenlokal), 1070 Wien
Donnerstag, 3. bis Samstag, 5. Juni 2010

Party mode.mode.der.klub presents styles der befreiung + critical crafting cafe
Elektro Gönner
Mariahilferstrasse 101/1, 1060 Wien
Samstag, 5. Juni 2010, 19 Uhr

Bless in Graz


Im Rahmen der Schwerpunktreihe So lebt der Mensch ist im Kunsthaus Graz  ab 22. Mai die Arbeit BLESS N°41. Retroperspektives Heim zu sehen. Während Nummer 40 whatwasitagain die jüngst präsentierte Kollektion des Designerduos BLESS für Herbst/Winter 2010/11 bezeichnet, dürfen wir gespannt sein, was Ines Kaag and Desiree Heiss als quasi nächsten Schritt für Graz entwickelt haben:

[N°41] ist Heim, ist Haus, ist Shop, ist Museum, ist Sammlung, ist Ausstellung. […] Die beiden Künstlerinnen nutzen [dafür] den Raum des oberen Geschosses und Sammlungsinhalte des gesamten Universalmuseums Joanneum als Ausgangspunkte für die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten.

Zitat: Pressetext

BLESS N°41
Retroperspektives Heim

Kunsthaus Graz, Lendkai 1, A-8020 Graz
Eröffnung: 21.05.2010, 19 Uhr
Laufzeit: 22.05.-29.08.2010
Kuratiert von: Katrin Bucher Trantow, Peter Pakesch

Showvideo: Sebastian Jamain