Als Givenchy die Hepburn anzog

Givenchy hatte den Film angezogen. Damals war das noch sehr damenhaft, das war kurz vor Courreges, den Hippies und dem Minirock und den Jeans. Das ist noch – wie soll ich sagen – eine sehr konventionelle Welt mit einem sehr anständigen Humor.

Karl Lagerfeld stellt in seiner Kurzeinführung Charade, den Abschlußfilm der Arte Fashionweek in einen modehistorischen Zusammenhang.

Die anständige Dame trug damals (1963) unterwegs noch stets Hut und Handschuhe, Tasche und Pumps hatten selbstverständlich die selbe Farbe zu haben. Und der männliche Part des Filmpaares Audrey Hepburn und Cary Grant konnte ohne weiteres 26 Jahre älter sein als sie.

Charade (1963):
Stanly Donen (Regie), mit Audrey Hepburn, Cary Grant, Walter Mattau, James Coburn u.a.
Kostüm für Audrey Hepburn: Hubert de Givenchy

Herbstzeit ist Pfarrflohmarktzeit

Blazer, Givenchy Selection, 80er Jahre Blazer, Givenchy Selection, 80er Jahre

Seinen Namen verdankt der Flohmarkt spätmittelalterlichen Kleidergaben der Fürsten. Einmal dem Volk überlassen, wurde mit diesen Kleidungsstücken gehandelt. Dabei wechselte auch der eine oder andere Floh den Wirt.

Zitat: Wikipedia

Klingt plausibel. Und auch wenn die Kleidergaben auf heutigen Flohmärkten weniger fürstlich ausfallen, so lässt sich doch dabei viel über Mode lernen. Wie zum Beispiel, dass Givenchy in den 80ern wohl eine ziemlich üble Lizenzierungsphase gehabt haben muss. Das von Hubert de Givenchy in den 50ern gegründete Haute Couture Haus, dessen Name so untrennbar mit Audrey Hepburn verbunden ist, wurde im selben Jahrzehnt von LVMH übernommen.

Tja – womöglich hätte ich den Blazer doch retten sollen?

Flohmarkt Pfarre Am Schüttel:
Böcklinstraße 31, 1020 Wien
Samstag, 17.10., 10-18 Uhr, Sonntag, 18.10., 11-16 Uhr

Flohmarkt St. Othmar:
Untere Weißgerberstraße 10, 1030 Wien
Samstag, 17.10., 14-18 Uhr, Sonntag, 18.10., 9-15 Uhr