Jetzt neu: Evoque Fashion Award

Bewirb dich mit deiner Kollektion und gewinne die Produktion deiner Kollektion als Ready-to-wear-Kollektion im Wert von über 25.000 Euro!

Zitat: Presseaussendung, garmz & Range Rover

Ab 15. März läuft die Bewerbungsfrist für einen neuen, unkonventionellen Modepreis, den Evoque Fashion Award.

Für den Collection Contest können sich Studierende im Abschlussjahrgang oder Absolventen und Absolventinnen einer Modeschule oder -universität um nichts weniger als die Serienproduktion ihrer Musterkollektion bewerben. Produktion und Vertrieb der Kollektion (maximal zehn Outfits) erfolgen durch die kürzlich von Wien nach London übersiedelte Modeplattform garmz.

Modeaffine Zeichentalente, die ihre Ideen einfach einmal realisiert sehen wollen, können dagegen beim Sketch Contest mitmachen und Ausführung und Vertrieb immerhin eines Entwurfs gewinnen.

Drum herum gibt es noch Reisen nach London zum garmz Workshop, nach Paris zum Photoshooting für das Magazin QVEST sowie Showpräsentationen inklusive Dokumentation und natürlich Party. Zwei hübsche Pakete, die da geschnürt wurden. Der Wettbewerb läuft bis 10. April.

Neue Kollektion?

Irgendwie scheint das heuer besonders lang zu dauern. Während etwa bei Fast-Fashion-Ketten wie Zara schon jede Menge sommerlicher Celine-Kopien hängen, muffeln viele edle Multibrand-Geschäfte immer noch im Winterschlußverkauf dahin. Ich finde, zwei Monate Sale sind genug.

Erfreuliche Ausnahmen gibt es aber auch, zum Beispiel Chegini, wo man schon viele neue Teile sowie Schuhe von Miu Miu oder Marni begutachten kann oder Park, wo sowohl Maison Martin Margiela als auch die leistbarere Variante Martin Margiela 6 für Männer wie Frauen ziemlich aufgestockt wurden.

Es stimmt schon: Die Modezyklen werden mit der zunehmenden Online-Öffentlichkeit immer mehr in Frage gestellt. Wer will denn schon ein halbes Jahr – zumindestens in Österreich, bedeutendere Märkte werden ja etwas rascher versorgt – auf das warten, was seit Herbst in Blogs und anderen Onlinemedien in Echtzeit zu sehen war?

Fast Fashion und Zwischenkollektionen tragen dem bereits Rechnung. Spannend verspricht es jetzt zu werden, wenn etwa das amerikanische Unternehmen Moda Operandi seine Luxus Crowdsourcing, oder besser Direct-Ordering Plattform startet. Launchtermin ist nächste Woche zur New York Fashion Week.

Mehr Info dazu u.a. auf modabot.

9festival Fashion 2.0 E-Commerce Day: Youtube video removed due to terms of use violation?

The Business of Fashion, Screenshot, vor dem Klick The Business of Fashion, Screenshot, nach dem Klick

Zu früh gefreut habe ich mich heute morgen, als ich in meinem RSS Feed den Beitrag How are your clients changing their shopping habits in the downturn? vorfand. Herausgeber Iman Amred versuchte mit einem ersten Video eine Reihe von Aufzeichnungen des Fashion 2.0 E-Commerce Day zu starten.

Er hatte die mit Sarah Curran (My Wardrobe)  
José Neves (Farfetch) und Stefanie Phair (The Outnet) nicht unspannend besetzte Podiumsdiskussion vergangene Woche im Rahmen des 9festival auch moderiert. Aber – oops – was sehe ich beim Anklicken des eingebetteten Videos? „This video has been removed due to terms of use violation.“ (Siehe auch Screenshots.)

Hoffentlich handelt es sich da nur um ein Missverständnis. Denn, wer auch immer die Entfernung des Videos veranlasst haben mag, würde sich damit selbst disqualifizieren, wenn es um Web-Kompetenz und Fashion 2.0 geht.

EDIT 12.6. 14:00 Video und Plattform wurden getauscht, jetzt mit Statement von Sarah Curran statt Stefanie Phair.

Acne & Lanvin Onlineshop

Acne launcht noch schnell vor Weihnachten den virtuellen „Campaignshop“ für die Acne & Lanvin Kollektion, deren Ankunft in den real life Stores gleichzeitig verkündet wird.  Ein ziemlich husch, pfusch – wie man auf gut österreichisch sagt – gemachter Emailnewsletter dieses Inhalts landete heute in meiner Inbox (siehe Screenshot).

Wer jetzt aber meint, er oder sie kann sich oder lieben anderen da noch zu Weihnachten eine Freude machen, wird gleich mal enttäuscht. Die meisten Modelle kann man lediglich vorbestellen, die Lieferung wird mit Jänner recht vage angegeben. Verschickt wird immerhin international.

Die Produktfotos lassen sich zwar gut vergrößern, Rückenansichten bleiben allerdings ein Geheimnis (beim klassischen Acne Onlineshop hat man das immerhin schon geschafft). Farben weichen in den verschiedenen Darstellungen innerhalb einer Seite (!) stark voneinander ab. Rückgabe innerhalb 14 Tagen via UPS ist ok, allerdings auf eigene Kosten, was ich nicht ok finde, und bei richtig gut gemachten Onlineshops wie etwa Net-A-Porter selbstverständlich gratis ist.

Die Kollektion selbst halte ich für überschätzt, überteuert – edler japanischer Denim hin oder her – aber wohl und vor allem tragbar und vermarktbar. Mit Versatzstücken wie kleinen Hemdkragen bei den Herren oder betonter Taille in Kombination mit Halbkreisrock bei den Damen wirft Alber Elbaz mit seiner 80er-Jahr-Brille einen Blick auf die 50er.

Kooperationen dieser Art sind als Werbekonzept – siehe H&M, Mango, Topshop, etc. gerade der absolute Renner. Und das passt doch perfekt zu einem aus einer Werbeagentur heraus entstanden Unternehmen.

Colette: full access Onlinestore!

Eben lese ich bei Modepilot, dass die Mutter aller Concept-Stores Colette neuerdings Blogs – ja, mehrere – betreibt. Was bislang allerdings auch meiner Aufmerksamkeit entgangen ist, Colette vertreibt endlich ein richtig umfangreiches Sortiment im e-Shop.

War jahrelang nur eine sehr reduzierte Auswahl von CDs, T-Shirts, Parfums und dergleichen online erhältlich, so verkündet die Website nun „full access to Collette’s stock“. Ich hab schon nicht mehr daran geglaubt. Shipping: international!

Etwas irritierend wirkt auf mich die Usability, so führt etwa der „Back“-Button der in Flash umgesetzten Shop-Applikation nicht auf die vorherige Ansicht zurück. Und wer das Passwort vergessen hat, landet überhaupt auf einer ziemlich mieselsichtigen Seite. So perfekt Colette sich sonst gibt, hier zeigt sich freilich noch Potential zur Optimierung.