Mann-oh-Mann

Alexander hat mich mit dem Kommentar zu meinen „Hosen mit Geschichte“ dazu gebracht, hier wieder mal meine Verwunderung auszudrücken: Männer und Mode, das ist etwas, was oft nicht gut zusammenfindet. Ich verstehe also die Männer nicht.

In den ersten sechs Monaten Liebestaumel ist die Kleiderfrage noch nicht wirklich relevant geworden. Trafen mein (Lauf)Freund und ich doch nur im Trainingsgewand, Hauskleid oder Pyjama aufeinander. Heute allerdings, spüre ich Erleichterung darüber, dass er auch angezogen sehr gut aussehen kann. Und immer noch, halte ich ihn im Anzug nicht gut aus. Was ich noch weniger aushalte ist, dass der Mann mit zwei Anzügen und zwei Paar Schuhen im Berufsleben sein Auslangen findet.

Ich weiß, das ist ein alter Hut! Auch mein Ex hat erst Neues akzeptiert, wenn das Bewährte bereits definitiv in Auflösung begriffen war. Ich erinnere mich gut daran, wie ich oft ratlos und mit durchlöcherter Unterhose bewaffnet bei H & M herum irrte und Bundweiten verglich! Dagegen hat der Sportsfreund mehrere Dutzend Unterhosen und mindestens dreißig Shirts vorzuweisen. Von Hemden, Socken, Krawatten und Schuhwerk will ich gar nicht reden. Alles exklusive Marken, angefangen mit Hugo Boss bis D & G etc. Nur heutzutage, wo er an mich gekommen ist, übt er sich in Konsumverweigerung. Nicht einmal für den Job will er investieren…

Und weil das Gegenüber und ich uneinig sind, wer von uns schlank(er) sei, habe ich ihn gestern gezwungen, sich in meine engste Röhrenjeans zu zwängen. Leider ist es ihm, trotzdem er zwanzig (!) Kilo mehr auf die Waage bringt, gelungen. Und ich will euch sagen – er hat wirklich sexy ausgesehen! Wir Frauen haben’s doch auch sehr gern, wenn ein Mann herzeigt, was er hat! Überhaupt, warum sollen immer nur wir weibliche Wesen als Sexsymbol herhalten und uns demgemäß stylen? Mein alter Freund, seines Zeichens Ungar und Philosoph, hat mal gesagt: Eine Frau in Stöckelschuhen, ist für einen Mann ein Sonnenstrahl im Nebel. Also, wo sind unsere Sonnenstrahlen, wenn es schon um fünfzehn Uhr dunkel wird? Männer traut euch! Mut zur Mode!

Mein wunderbarer Waschsalon

Also, jetzt kennen wir einander seit fast zwei Monaten. Und am Samstag brachte mir dieses unglaubliche Exemplar seine Wäsche! (Ja, ja, er hat keinen Kühlschrank – hat er doch, aber der ist dauernd ausgesteckt – und keine Waschmaschine.) Die vorerst noch schüchterne Anfrage, ob er bei mir ein paar Unterhosen waschen darf, habe ich selbstverständlich und blauäugiger weise mit Ja gerne! beantwortet. Er kam mit einem Rucksack voll, besser gesagt, der gesamten Wäsche seit Jahresbeginn! Ich wusste gar nicht, dass es Männer gibt, die so viele Unterhosen und Socken besitzen. (Immerhin weiss ich jetzt, dass er Boss, D&G und nicht zuletzt Bruno Banani als Unterhosenfabrizierer schätzt!)

So wurden es zwei Maschinen und die letztere durfte ich schon allein erledigen… Dieser Mann hat mir allerdings die zusätzliche Hausarbeit mit Charme verkauft: Es sei ja auch ein Vertrauensbeweis, mir die Wäsche zu überlassen. Da musste ich das zweite Mal schlucken! Sicher, ich bin schon sehr interessiert an seiner Unterwäsche, aber sie zu waschen, war ziemlich das Letzte, was ich mir erträumt hatte. Also, was ist eigentlich los mit mir?

Aufgewachsen mit und erzogen von quasi zwei Müttern ohne jegliche väterliche Autoritätsperson denke ich doch, dass ich einige Markpfeiler des Feminismus mit der Muttermilch mitbekommen habe. Trotzdem tappe ich immer wieder in diese chauvinistischen Fallen. Ich bekoche den Mann meiner Träume, wasche seine Wäsche und versuche auch in anderen Belangen gefällig zu sein… Da drängt sich die leidige Frage auf: Ist mir das Hirn in die Hose gerutscht? In der letzten, längeren Beziehung ist es bis zur Geburt unseres Sohnes gelungen, dem Partner zumindest annähernd die Hälfte der Hausarbeit zuzuschieben. Einkaufen, Wäsche und Kochen blieb sowieso sehr schnell an mir hängen. Doch als dann die Karenzzeit begann, war es klar: Die Mutter bleibt zuhause, verzichtet auf die Karriere und widmet sich gefälligst der Hausarbeit.

Naja, ich will nicht zu laut klagen, der Anzugträger bringt viel Wunderbares in mein Leben. Und selbst dieses eminente Verliebtheitsgefühl schafft es nicht, sämtliche Warnsignale ausser Kraft setzen: Der Traum von Gleichberechtigung ist für mich noch lange nicht ausgeträumt! Vielleicht darf er ja demnächst meine Wäsche besorgen…

Schnäppchen ist gut ;-)

Der Sommerschlußverkauf ist – bis auf die üblichen Nachzügler – in vollem Gange. Jetzt heisst’s rasch handeln. Da es immer konkrete Gründe gibt, wieso auch edelste Stücke übrig bleiben, und diese exponentiell mit der Anzahl der Abverkaufstage ansteigen, muss man sich früh auf die Jagd begeben. Und genau schauen. Wenn z.B. ein relativ schlichtes schwarzes Prada-Kleid noch lückenlos in den Größen 36-42 vorhanden ist, und zwar bei -50%, dann hat’s da vermutlich was mit dem Schnitt. Wird eine Dior-Tasche mit 2300 € angeschrieben und um 30% reduziert, dann ist es einfach nicht DIE Dior-Tasche und somit zu vergessen. Schluck, das nenn ich Schnäppchen…

Hier einige Eindrücke rund um Kohlmarkt und Graben (bitte Bilder anklicken, um auch den Bildtext zu sehen!):

Dior bei Liska am Graben Diesel Flagship Store am Kohlmarkt Burberry am Kohlmarkt

Alaia Schuhe um die Häfte und die Prada-Kleider! Bei Chegini am Kohlmarkt Männer lieben Dolce & Gabbana, Kohlmarkt Aktuelle Preise bei Dolce & Gabbana

Abverkauf bei Hermes, Graben Preise Hermes, Graben Schweizer Eleganz im Schlussverkauf, Akris, Kohlmarkt “Schnäppchen?-Preise bei Akris, Kohlmarkt

Fortsetzung folgt.

Summer Sale (2)

SummerSale
oder SSV, wie wir ja hier sagen, ist in vollem Gange. Wer’s eher fad will, ist bei Denkstein am Stefansplatz gut bedient. Aus unerfindlichen Gründen werden dort zwar gute Schuh-Labels (u.a. Prada, Miu Miu, Dolce & Gabbana, Hogan, Bruno Magli) aber jeweils die langweiligsten Modelle geführt. Vorteil: Auch am Saisonende noch ganz gute Auswahl. Spannender wird es schon bei Stiefelkönig (Brandstätte 6). Meine Favoriten: Marc Jacobs Holzschlapfen, Jil Sander Eintracht. Schuhe sind bei Liska am Graben nur ein Add-on, aber jedenfalls jetzt auch im Angebot. Mal sehen, ob die Yves Saint Laurent Plateaus noch da sind! Ja, und der Wunderl ist zu Ausverkaufszeiten allemal eine Reise aufs Land wert.