Bruno Pieters schließt

Was macht Bruno Pieters? Nachdem er bereits vergangenen Herbst die Kreativdirektion bei Boss Orange zurückgelegt hat, schließt er nun auch sein eigenes, seit neun Jahren bestehendes Label.

Kollektionsteile aus dem Archiv werden beim Antwerpener Konzeptstore RA13 – auch online! – verkauft. Mit dem Erlös soll laut Vogue UK eine indische Wohltätigkeitsorganisation für Kinder unterstützt werden.

Bruno Pieters verlässt Hugo Boss

Hugo Damenkollektion Herbst/Winter 2009, Screenshot Website Hugo Boss

Brauchbare Business Mode für Frauen, die sich nicht mit dem madamig tussigen Kunstseidenrüschenblusenlook à la Zara und Mango abspeisen lassen wollen. Dachte ich grade noch. Und schon ist’s wieder vorbei damit.

Bruno Pieters verlässt nämlich laut Stephan Hilpold nach knapp zwei Jahren Hugo Boss, wo er für die Linie Hugo verantwortlich zeichnete.

Verantwortlich dafür dürfte der mäßige Erfolg von Pieters Damenkollektionen gewesen sein. Zu unweiblich war das Verdikt, zu fern vom durchschnittlichen Geschmack der Hugo-Kundin.

so Hilpold. Gut möglich. Vielleicht hätte man aber mit einer entsprechenden Kommunikationsstrategie damit auch neue Zielgruppen ansprechen können. Immerhin ist es auffällig, dass sich online zwar massenhaft Bilder und Berichte über die Männerkollektionen finden, aber nur sehr wenig über die Damenlinie. Schade.

Aber ein, zwei Anwärterinnen für die Nachfolge wüsste ich schon, Hugo Boss könnte ja mal rübergucken zu uns…