Another Austria: Austrian Fashion-Designers @ London Fashion Week

Jenny FM Murray, Foto: Jenny FM Murray

In London findet heuer zum zweiten Mal der International Fashion Showcase statt. Vertretungen von rund dreissig Ländern präsentieren unter der Schirmherrschaft des British Fashion Councils zeitgleich zur Fashionweek ihre „emerging talents“. Auf Initiative der österreichischen Mode-Plattform AUSTRIANFASHION.NET ist jetzt erstmals auch Österreich dabei.

Hartmann Nordenholz, Foto: Rosa Rendl Johannes Heuermann, Foto: Gregor Titze

Unter dem Titel Another Austria gibt es den ganzen Februar über im Austrian Cultural Forum (ACF) London unterschiedliche Ansätze von in Wien und London lebenden Modeschaffenden in Form von Fotografien, Zeichnungen und Animationen sowie eine spezielle Sammlung von Prototypen und small editions aus verschiedenen Kollektionen von 2000 – 2012 zu sehen.

Claudia Rosa Lukas, Dimitri Jegojkovic, AND_I, Foto: Nicole Maria Winkler Wolfgang Langeder, Foto: Gregor Ttitze

Im Rahmen des Emerging Talent Award 2013 stellen sich dann von 15. bis 18. Februar sechs aufstrebende Modelabels der Jury des British Fashion Councils und British Councils sowie einem internationalen Publikum.

Tina Elisabeth Reiter, Foto: Jayden Tang

Lectures und Talks, unter anderen mit  Fashiondesigner Marios Schwab, Historikerin Dorothea McEwan, Journalistin Gabriele Petricek oder Soziologin Monica Titton bieten darüberhinaus ein breites Spektrum zur Auseinandersetzung. Volles Programm also!

Hannes Groeblacher STEINWIDDER, Foto: Peter Garmusch

 

GON, Florian, Foto: Michael Dürr Sophie Skach, Foto: Manfred Platzer

Hanna Putz km/a, Foto: Gregor Ttitze 

Another Austria
International Fashion Showcase
1 – 28 February 2013 | Austrian Cultural Forum London

Curated by: Claudia Rosa Lukas

Featured fashion designers: BRADARIC OHMAE, Jennifer FM Murray, meshit, STEINWIDDER, Sophie Skach, Tina Elisabeth Reiter

Featured artists: Ignaz Cassar, Michael Dürr, Felix Friedmann, Hannes Gröblacher, Kris Hofmann, Hanna Putz, Rosa Rendl, Nicole Maria Winkler.

Objects on display by:
___fabrics interseason / Bernd Serafin Thaler / flor de illusion / Johannes Heuer / km/a / Michelle Kraemer / miss lillys hats / Nedra Chachoua / Newsknitter / pitour / rosa mosa / Sonja Bäumel / Trikoton

Cinema Photographique Contemporary by Michael Dürr

Der österreichische Fotograf Michael Dürr bespielt kommendes Wochenende an drei Tagen mit drei unterschiedlichen Programmen mit seinem Cinema Photographique den Project Space der Kunsthalle am Karlsplatz. Dürrs Modefotografie im Kinoformat gibt’s einmal am Freitag, den 4. Mai in Form einer Kooperation mit einem Fashion-Konzern, betitelt The Diesel intimate darkroom Défilé.

Am Samstag, den 5. Mai folgt dann die Wiener Avantgarde. Angestiftet von AUSTRIAN FASHION.NET entstanden gemeinsam mit den Wiener Conceptstores Meine Kollegen und Nachbarin filmische Szenerien aus der Wiener Innenstadt.

Mode und Accessoires kommen von Anna Aichinger, Astrid Deigner, A.F. Vandevorst, Baiba Ripa, Bradaric Ohmae, Bruno Pieters, Cathy Pill, Claudia Rosa Lukas, Dejan Dukic, Dries Van Noten, FLorian, Flor de Illusion, GON, Philippe Roucou, Raf Simmons, Susanne Hammer, Sonaj Bischur, Swash und Walter Van Beirendonck. Den Sound dazu werden Edgar Retro und Roman Globan (peng!, Mode Talking) verlegen.

Am Sonntag, den 6. Mai wird dann noch Signapura gegeben, eine live Performance mit Ensemblemitgliedern des Wiener Staatsballets.

Cinema Photographique Contemporary by Michael Dürr 4.-6. Mai 2012

Ort jeweils: Kunsthalle am Karlsplatz , Project Space, Treitlstraße 2, 1040 Wien

Austrian Fashion Showcase in Paris, 3. bis 6. September 2011

Eine neue Initiative präsentiert von 3. bis 6. September unter dem Titel AUSTRIAN FASHION SHOWCASE österreichische Mode in Paris.

Auf Einladung der Première Classe, einer der international größten Tradeshows für Accessoires und Modedesign, werden 17 ausgewählte österreichische Mode- und Accessoire-Labels einen Messestand gemeinsam bespielen.

Kurz vor ihrer Abreise konnte ich den beiden Initiatorinnen Camille Boyer und Marlene Agreiter noch schnell ein paar Fragen stellen:

Könntet ihr ganz kurz erzählen, wie die Initiative AUSTRIAN FASHION SHOWCASE entstanden ist?

Camille Boyer berät seit einigen Jahren österreichische DesignerInnen in den Bereichen Vertrieb, PR und Sales und unterstützt Labels bei der Planung ihrer Internationalisierungsmaßnahmen.

Ein ganz wesentlicher Punkt dabei ist die Auswahl und Vorbereitung von Präsentationen auf Tradeshows. Nach einigen erfolgreichen Erstpräsentationen österreichischer Labels auf der Premiére Classe wurde Camille eingeladen eine Auswahl österreichischer Labels in größerem Rahmen zu präsentieren.

Wie wurden die Labels ausgewählt?

Da die Messe auf Accessoire-Design ausgerichtet ist, sollten primär DesignerInnen vertreten sein, die in diesem Bereich arbeiten, aber auch ModedesignerInnen, die eigene Accessoire Kollektionen präsentieren.

Erklärtes Ziel von Anfang an war es DesignerInnen zu zeigen, die von der Messe als solcher auch wirklich profitieren können.

Da die Première Classe am Beginn der Ordersaison steht, eröffnet der Termin zusätzliche Geschäfts-Chancen, auch wenn eine DesignerIn bereits im Rahmen der Modewochen Oktober zeigt. Die Messe ist also eine gute Gelegenheit für arrivierte (oder bereits in Paris vertretene) DesignerInnen zusätzliche Aufmerksamkeit zu erlangen (und z.B.  Showroom-Termine oder andere Messeteilnahmen anzukündigen).

Andererseits ermöglicht sie DesignerInnen, die bislang lokal agiert haben, eine guten Einstieg in den internationalen Verkauf.

Ein entscheidendes Kriterium war, dass die TeilnehmerInnen für die Anforderung des internationalen Marktes gerüstet sind, und den Produktionshintergrund haben, um Orders zeitgerecht abwickeln zu können.

Drittens war es uns ein Anliegen, dass die Präsentation auch als Gesamtschau funktioniert: Natürlich nicht mit dem Anspruch der Vollständigkeit und ohne hochtrabendes Konzept, aber mit dem erklärten Ziel, die Lebendigkeit der österreichischen Modeszene abzubilden, ganz bewusst Newcomer neben etablierte Namen zu stellen und dem Publikum die Möglichkeit zu geben sowohl Bekanntes zu finden als auch Neues zu entdecken.

Und schließlich gibt es auch ganz profane Kriterien: Schafft der/die DesignerIn den frühen Termin ? Und last but not least: Sind wir von dem/der DesignerIn überzeugt!

Was kostet so eine Gruppenpräsentation? Konnten die Kosten durch die unterstützenden Stellen gedeckt werden?

Die Präsentation im Rahmen der Première Classe hat jetzt eine Vorlaufzeit von ziemlich genau einem Jahr, da wir auf Unterstützung aus öffenlicher Hand angewiesen sind.

Ein Partner, der sehr früh aufgesprungen ist, war das BMUKK, auch die Wirtschaftskammer Österreich hat uns über das Programm go international von Anfang an ihre Unterstützung zugesagt. Darüberhinaus wird auch ein kleiner Teil der Kosten von den Labels selbst getragen.

Für den Katalog haben wir Unterstützung von departure, Wien Products und der Firma AIRMICI erhalten. Die Abwicklung des Showcases hat Advantage Austria in Paris tatkräftig unterstützt. Unsere Ausgaben für das Projekt sind durch die Förderungen gedeckt bzw. durch Kooperationen geleistet.

Wann ist die Präsentation für euch ein Erfolg?

Eigenlich ist für uns die Tatsache, dass es den AUSTRIAN  FASHION SHOWCASE  gibt, schon ein Erfolg. Der Messeveranstalter wsn developement ermöglicht und fördert zum ersten Mal eine nationale Präsentation im Rahmen der Première Classe! Uns freut es ein so breites Spekturm an interessanten Labels präsentieren zu können.

Natürlich gibt es kommerzielle Ziele: Aufmerksamkeit und neue Kunden für unsere Labels zu gewinnen und zu verkaufen.

Ihr habt ja auch bereits die Kooperationsbörse im vergangenen November organisiert – welche weiteren Projekte würdet ihr gerne noch umsetzen?

Uns ist es wichtig, Projekte umzusetzen, die Basisstrukturen für Designer schaffen. Kurzfristiges Ziel ist es, das Showcase-Konzept als Wanderschau weiterzuentwickeln. Es gibt konkrete Pläne, aber es wäre verfrüht hier Genaues zu sagen.

Die Kooperationsbörse ist ja eine Initiative von AUSTRIANFASHION.NET, die wir in Auftrag von AFN als 3er-Team (Dr. Karin Hirschberger, Camille Boyer, Marlene Agreiter) inhaltlich und organisatorisch abwickeln. Die Vorbereitungen für die 3. Kooperationsbörse MODE im Mai 2012 laufen schon.

Danke für das Interview!

AUSTRIAN FASHION SHOWCASE @ Première Classe
Parc des Expositions – Porte de Versailles, Paris
3.9.2011 – 6.9.2011

Mit folgenden Labels:

Download Katalog [PDF]

Lese-Empfehlung: Kollegin Carmen Rüter hat für AUSTRIANFASHION.NET ein ausführliches Interview mit Camille Boyer und Marlene Agreiter geführt.

Kooperationsbörse Mode

Kommenden Donnerstag findet die von AustrianFashion.Net voriges Jahr initiierte Kooperationsbörse Mode zum zweiten Mal statt. Nach dem Motto „From Contacts to Contracts“ wird im Wiener MAK wieder eine Plattform zur persönlichen Vernetzung von Gewerbetreibenden und Kreativen geboten.

Über 60 Unternehmen aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland, darunter Zulieferer und Handelsagenten für Stoff und Zubehör,  Produktionsvermittler, Lohnkonfektionäre, Textildrucker und ausgewählte Nischenproduzenten werden vertreten sein, um ihr Leistungsspektrum vorzustellen. Eine Liste habe ich leider nicht finden können.

Kooperationsbörse Mode 2010
MAK, Ausstellungshalle Obergeschoß
Weißkirchnerstraße 3, 1010 Wien
Donnerstag, 4. November 2010, 13 – 18 Uhr
Eintritt frei

Gelungenes Experiment: Das erste Wiener FashionCamp

Vergangenen Samstag war’s  endlich soweit. Nachdem wir beim letzten allgemeinen BarCamp im Mai mit Erfolg eine Session zum Thema Mode gewagt hatten, wollten wir das Format diesmal für eine ganze Mode-Tagung nutzen.

Obwohl für viele Modebegeisterte neu, erwies es sich einmal mehr als bestens funktionierende Möglichkeit Wissen und Meinungen miteinander auszutauschen. Und im Auditorium im Wiener MUMOK herrschte den ganzen Tag eine angeregt angenehme und offene Atmosphäre.

Inhaltlich fand ich alle Sessions spannend und vor allem abwechslungsreich. Walter Lunzer gab – gleich in der Früh – eine sprichwörtlich lebendige Abhandlung seiner Diplomarbeit zum Thema Dresscodes zum besten. Nebenan widmete sich Strick-Guru Veronika Persché experimentellen Textilien.

Befragt, wie das Online-Kommunizieren mit dem Betreiben eines Fashionabels zusammengeht, erzählten in meiner Diskussionsrunde Julia Cepp (mija t. rosa), Claudia Lukas (Claudia Rosa Lukas, Austrian Fashion Net), Christian Moser (superated, samstag) und Moriz Piffl (Gebrüder Stitch), wie sie Website, Facebook, Blogs und co einsetzen, während im zweiten Raum über Nachhaltigkeit im allgemeinen und die Wearfair im besonderen gesprochen wurde. Zwischendurch stellten einige der Anwesenden spontan ihre Blogs vor.

Der legendäre Mario Soldo offerierte amüsante wie kritische Einblicke in die Wiener Modeszene der 80er und 90er Jahre von U-Mode bis IMOTA und ließ dazu reichlich Anschauungsmaterial wie gedruckte Einladungen – very old school ;-) – durch die Runde gehen.

Viki Krammer diskutierte die Technorati Studie State Of The Blogosphere 2009 und deren Relevanz für Fashionblogger und Sandra Konrad erklärte SEO (Search Engine Optimisation).

Derweilen gelang es Mary Scherpe mit dem nur 15-minütigen Vortrag Die Milchmädchenblogger eine wichtige und notwendige Diskussion auszulösen, deren aufklärerische Dimension leider einigen Anwesenden entgangen sein dürfte. Mehr dazu zum Beispiel hier oder hier.

Den Abschluss bildeten dann eine Dreier-Session, in der garmz, useabrand und EDITD ihre Fashionprojekte mit jeweils durchaus revolutionärem Potential diskutierten sowie die Session Bloggen als Karrieresprung, von der ich leider gar nichts mitbekommen habe, weswegen mir wohl auch keine große Bloggerkarriere mehr vergönnt sein wird.

Mit insgesamt rund 80 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wird das FashionCamp übrigens  möglicherweise als erstes BarCamp in die Geschichte eingehen, bei dem mehr Frauen als Männer dabei waren. Und das nächste kommt bestimmt.

  • Weitere Postings über das Fashioncamp hat Maria gesammelt.
  • Links zu den Aufzeichnungen des Livestreams (by Luca) aus Raum A sowie Slides zu einigen Sessions sind hier zu finden.
  • Karola Riegler hat fast alles fotografisch festgehalten.

Foto: Karola Riegler