AFA Austria Fashion Awards Nominees

Making of AFA Videos, Photo: Diane Pernet

Making-of AFA Videos.
Foto: Diane Pernet, Quelle: Austrian Fashion Awards Shoot Day 1

Im Rahmen des 9festival for fashion and photography (28. Mai – 10. Juni) werden auch heuer wieder die Austria Fashion Awards vergeben.

Nominiert sind keine Unbekannten: Adlmüller Preisträgerin Christina Steiner sowie Ali Zedtwitz,  die im letzten Jahr das Editorial in der Standard Beilage Rondo gewann, für den Modepreis des BMUKK; Christina Berger und Radic/Morger für den Modepreis der Stadt Wien und schließlich Awareness & Consciousness sowie Wilfried Mayer für den Unit F Preis für
internationale PR.

Alle Preise sind zweckgebunden und sollen auf verschiedene Weise zur Internationalisierung junger österreichischer Labels beitragen. So sponsert das BMUKK mit seinem Modepreis in der Höhe von 13.200 Euro (innerhalb Europas) bis 18.000 Euro (außerhalb Europas) ein einjähriges Arbeitsstipendium bei einem/r international tätigen DesignerIn.

Der Modepreis der Stadt Wien unterstützt mit 10.000 Euro die Teilnahme an einer internationalen Modemesse oder einem Festival.

Und der Unit F Preis für Internationale PR besteht in der Vermittlung an eine internationale Presseagentur mit Übernahme des Agenturhonorars in der Höhe von 15.000 Euro.

Auf die Präsentation der nominierten Kollektionen in Form von Modenschauen wird wohl auch heuer verzichtet, dafür arbeitet Fashionunikum Diane Pernet mit ihrem Team  an entsprechenden Videos. Und die werden hoffentlich  nicht nur in der Awards Night gezeigt, sondern auch auf ihrem populären Modeblog landen.

  • 9festival for fashion and photography
    28. Mai – 10. Juni, Wien
  • AFA-Austria Fashion Awards, Awards Night
    3. Juni 2009
    Semperdepot, Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien
    Lehárgasse 6, 1060 Wien
    Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr, nur mit Einladung

Austrian Fashion Designers @ Berlin

Von 17. bis 20. Juli findet die Berlin Fashionweek statt. Dazu gibt’s wieder das Berlin Fashion Magazine als PDF mit vielen Off-Infos und Tipps für Public Viewing sowie einen Guide auf der neuen und sehr schicken Organizing-Plattform Unlike.

Christina Berger, Spring/Summer 2009

Bild: W.U.R.S.T, the Spring/Summer Collection 09 by Christina Berger zu sehen im Apartment Showroom Berlin, via Très plus cool

Eine erlesene Schar österreichischer Designerinnen und Designer zeigt in Berlin ihre Frühjahr/Sommer Kollektionen für 2009. Hier der Versuch einer Liste – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Showroom Projektgalerie:

Premium:

Apartment Showroom:

The Hunter Berlin:

Guerilla Shop mit österreichischen Labels by Projektgalerie, JB Space & Styleserver, mehr Info hier.

Departure Fashion Night 2008

Ob das Semper-Depot der geeignete Raum für Fashionshows ist, darüber kann man streiten. Die Sicht auf den Laufsteg war jedenfalls außer vom VIP-Bereich aus generell schlecht. Mittwoch Abend ehrte die Wiener Förderfirma Departure im Rahmen des 8festival einige seiner unterstützten Modelabels. Zweifellos haben sich allesamt die Wirtschaftsförderung verdient.

Radic/Morger: High Noon Radic/Morger: High Noon

Radic Morger zeigten in der ersten Etage eine Miniversion ihres schon durch Youtube gegeisterten Motorrad-Auftritts während der Pariser Fashionweek High Noon. Auf die erste Kollektion darf man gespannt sein.

Wilfried Mayer Wilfried Mayer Wilfried Mayer

Wilfried Mayer folgte mit Herrenmode, die noch eine Spur zu wenig differenziert mit den traditionellen Versatzstücken von Hemdkragen, Sakko und Hose spielt, und irgendwie an Frauen am besten aussieht.

Anna Aichinger Anna Aichinger Anna Aichinger

Anna Aichinger Anna Aichinger Anna Aichinger

Anna Aichinger stellte vor, was sie unter Alphafrauen versteht, für mich eher herkömmliche, mittelsexy Mädchen in schmalen, kurzen Silhouetten, zwischendurch coole Jerseymodelle.

Nina Peter Video Nina Peter Video

Nina Peter – ja, verwandt mit der Legende Handschuhpeter – präsentierte ihre Handschuhe aussschließlich in Videos – tja, eine Handschuhmodenschau stelle ich mir auch schwierig vor.

__fabrics interseason __fabrics interseason __fabrics interseason

Den Abschluss bildeten __fabrics interseason mit einem superrunden Auftritt: 9 oder 10 MusikerInnen in roten Strumpfhosen betraten zunächst die Szene, um mal mit kräftiger, minimalistischer Gitarren-lastiger Untermalung den Boden zu bereiten. Erst dann folgte der Auftritt der Models, die den typischen Lagen-Look vorführten. Das sah echt gut aus so.


Austrian Fashion Awards 08: die Shirts

Shirt mit Druck von pelican avenue

Shirt mit gesticktem Logo von Wilfried Mayer

Irgendwie interessant: Was ich gestern noch schlicht für eine nette Idee aus dem ganz normalen Eventmarketing-Alltag hielt, entpuppt sich jetzt in fataler Weise wirklich als bestens funktionierender Erinnerungsträger. In ihrer Lieblosigkeit spiegeln die als Giveaways zum Abschied verteilten T-Shirts in auch den gesamten Event wider.

Sponsoren sind sehr wichtig

Im Vordergrund stehen zu allererst die Sponsoren. Die Schriftzüge der Modelables sind dazu verdammt auf einem, am Rücken applizierten Billig-Glanz-Etikett gemeinsam mit dem Logo der fördernden Tageszeitung in trauter Zweisamkeit zu prangen. Und sonst nirgends. Untrennbar miteinander verbunden. Von der Scheußlichkeit trennen, kann sich also nur, wer auch auf den Nachweis der Kunst verzichtet.

originell-protzige Etikett-Lösung

Apropos Nachweis: Wie ist das bitte mit der Limited Edition zu verstehen? Ohne Auflage ist das leider eine recht matte Ansage. Aber vielleicht steht’s ja im Verwertungs-Vertrag mit pelican avenue und Wilfried Mayer – so es einen gibt. Unübersehbar auch das Logo der T-Shirt-Produzenten: das zu entfernen, hinterläßt auf jeden Fall Spuren in Form von 2 Löchern. Und selbst wenn man das in Kauf nimmt, bleibt immer noch der dezente Abdruck der Firmenphilosophie auf der Innenseite.

Mit ein bisschen Feingefühl sollte es doch zu schaffen sein, eine auch für Sponsoren zufriedenstellende Form zu finden, in der die Hauptakteure pelican avenue und Wilfried Mayer nicht bloß den Aufputz für billige Werbeartikel abgeben, sondern alle Beteiligten ihren Anspruch an Qualität kommunizieren.

Qualitätssicherung? die verschieden weiten Ärmel

Letztenendes profitiert weder Die Presse vom schlampig bedruckten Satin-Streiferl. Noch spricht es für advancedminority – die Website schaut irgendwie sehr nach Icons aus – wenn der rechte Ärmel um 4 cm (!) weiter ist als der linke, die Größenangaben offensichtlich per Zufall eingenäht werden oder Frauen-Shirts gar nicht erst vorhanden sind.

Da stellt sich halt wiedermal die Frage, was tun damit? Auf Ebay versteigern? Humana spenden? Umändern?

Austrian Fashion Awards 08 entschieden

Meine Heldinnen haben gewonnen: Den Modepreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur erhielt Isabelle Steger. Steger, die bereits beim heurigen Festival Hyères in die Endaussscheidung geladen war, erhält damit die Möglichkeit, ein einjähriges Arbeitsstipendium bei einem/r internationalen Designer/in ihrer Wahl zu absolvieren (Dotation: 13.200 Euro innerhalb Europas und bis 18.000 Euro ausserhalb Europas).

An Christiane Gruber (Awareness & Consciousness) ging der mit 10.000 Euro dotierte Modepreis der Stadt Wien. Wer Glück hat, kann sogar noch günstige Modelle von ihr beim Designer Sale erstehen. Mode von Awareness & Consciousness ist demnächst auch im Festspielhaus St. Pölten zu sehen. Für die Hommage an Grete Wiesenthal am 22. Juni kommen einige Kostüme zum Einsatz, die Christiane Gruber entworfen hat.

Carolin Lerch gewann mit ihrem Label pelican avenue den Die Presse Preis für internationale PR. Die Tageszeitung Die Presse stiftet 5.000 Euro für herausragendes Modedesign auf internationaler Ebene und die Vermittlung an eine internationale Presseagentur mit Übernahme des Agenturhonorars.

Nur hier am Schluss, denn bei der Gala war er als erster dran: Jakub Polanka bekam den mit 4000 Euro dotierten KONTAKT Fashion Award der Erste Bank für eine außergewöhnliche Kollektion aus CEE. Die PreisträgerInnen bekamen diesmal auch Raum für kurze Dankesreden. Das war ja leider nicht immer so.

In der mit weißer Lounge-Möblierung ausgestatteten Lloonbase verzichtete man auf Modeschauen zugunsten von Videopäsentationen mit leicht epigonenhaften Effekten. Die ehrenwerte Jury thronte als Bühnenbild auf ihren Barhockern hoch über dem Publikum, umgeben vom Club der Nominierten, Sponsoren und VeranstalterInnen.

Und wie es sich für einen brav nach Lehrbuch durchexerzierten Event gehört, gab man den Gästen am Ende auch etwas mit nach Hause, etwas Bleibendes, das die Erinnerung nährt: je ein T-Shirt mit Druck von pelican avenue und Wilfried Mayer. Schöne Idee, wenn auch ohne Damenschnitte, was in solchem Umfeld verwundert.

Gratulation an alle PreisträgerInnen! Mehr Infos auf der Festival-Website.