Windowshopping: Weihnachten bei Prada

Wie eine Kreuzung aus mit Samt ausgekleideten Schmuck-Etuis und amerikanischer Art Deco Architektur kommen die Weihnachtsauslagen bei Prada daher.

Ein globales Konzept offensichtlich, und sehr gelungen, wird man doch nach und nach richtiggehend in das Schaufenster hineingezogen.

 

Verkaufsausstellung im Palais Kaiserhaus

Das erste Adventwochenende ist da und damit zahlreiche mehr oder weniger phantasievolle vorweihnachtliche Einkaufsverlockungen.

Die Verkaufsausstellung im Palais Kaiserhaus versammelt zum Beispiel Klapptische mit Motivfurnier neben Luxusaccessoires, Spielzeug neben Korngrasbäumchen oder Batistnachthemdchen neben kuscheligem Kaschmir und natürlich Kränze, Lebkuchen, Marmelade, Senf, Hochprozentiges und vieles mehr.

Das Besondere in diesem Fall ist aber die Location, denn das Palais ist  nur im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich!

Verkaufsausstellung im Palais Kaiserhaus
Wallnerstraße 3, 1010 Wien
Freitag, 25.11. – Sonntag 27.11.2011, jeweils 11-19 Uhr

MQ Vienna Fashion Week 11. Ein Resümee.

Die dritte MQ Vienna Fashion Week ist am Sonntag mit der Urban Fashion Night zu Ende gegangen. Das eineinhalbstündige Finale feierte nach sechs Tagen Show noch einmal ausführlich den puren Spaß an der Mode.

Wahre Heerscharen an Profi-, Laien-, Charakter- und Promi-Models spulten im Four-to-the-floor-Rhythmus vier Streetstyle lastige Shows ab ergänzt durch musikalische und tänzerische Liveacts.

Was sich hier in aller Lockerheit auflöste ist ein Projekt, hinter dem ein enormer Aufwand steht. So bedankte sich das Organisationstrio etwa bei einem 70-köpfigen Team. Und das kommt mir eigentlich fast wenig vor, aber vielleicht haben die drei Veranstalterinnen Elvyra Geyer, Zigi Mueller und Maria Oberfrank ja wirklich das Klonen erfunden. Sie schienen zumindestens während der vergangenen Woche ständig an mehreren Orten des geräumigen Geländes gleichzeitig zu sein.

Mehr als 50 Modeschauen führten eine kunterbunte Palette vor. Neben österreichischen Labels – nicht wenige mit eigener Fangemeinde – waren Kollektionen aus so unterschiedlchen Ländern wie Polen, Thailand, Ungarn oder Georgien zu sehen. Winter und Sommer, Damen und Herren, Low-Budget-Produktionen neben aufwändiger Fertigung, organische Materialien, Neopren und Pelze, Fetisch und Gender Mainstreaming gaben sich ein Stelldichein.

Kinderkrankheiten wie Chaos beim Einlass und überfordertes Personal beim Seating sind überwunden. Zahlreiche Side-Events und Aftershow-Partys trugen die Fashionweek in die Stadt. Geschickte Medienpartnerschaften und Sponsoring-Kooperationen erzeugten breitenwirksam Öffentlichkeit. Sogar via Livestream – wenn auch punkto Performance und störender Werbung nicht ganz optimal – ließen sich die Shows mitverfolgen. Und eine starke, junge Blogger-Community – siehe etwa die Liste hier – begleitete die Veranstaltungen in den diversen Social Media Kanälen weitgehend wohlwollend.

Was mich noch nicht ganz überzeugt ist der Messeteil. Wir haben ja mit der Blickfang und dem Modepalast zwei recht erfolgreiche, gestandene Mode- und Designmessen für EndkundInnen in Wien. Hier müsste man sich schon etwas überlegen um wettbewerbsfähig zu werden. Auch im B2B-Bereich, der Order-Kollektionen für den (internationalen) Einkauf und die Presse vermarkten will, gibt es noch viel zu tun. Das betrifft einerseits die Form der Präsentation, und andererseits braucht es hier eine proaktive Akquise und nachhaltige Beziehungspflege um erfolgreich zu werden.

Dass es der MQ Vienna Fashion Week gelingt eine stetig wachsende Menge an überwiegend jungen bis sehr jungen Menschen – ich bin schon auf die heurigen BesucherInnenzahlen gespannt – für Mode zu begeistern, ist ihr hoch anzurechnen.

In einem nächsten Schritt könnte man vielleicht mit einer Optimierung der Messepräsentation auch wieder ein bisschen über die Fokussierung auf die Show als Spektakel hinaus gehen und zeigen, dass Mode mehr ist das, was am Catwalk passiert. Auch von einer Schärfung  des Profils – sei es geographisch oder saisonal – könnte die MQ Vienna Fashion Week vor allem international und im B2B Bereich profitieren.

FashionCamp Vienna 2011

Am Samstag findet das zweite FashionCamp Vienna statt. Die ursprünglich aus dem BarCamp-Umfeld enstandene Konferenz will das spannende und breite Themengebiet rund um Mode und neue Medien präsentieren,  diskutieren sowie kommentieren und versteht sich als Plattform und Treffpunkt der österreichischen Web 2.0 Modeszene.

Für fünf knapp einstündige Sessions, in denen rechtliche oder werbliche Fragen ebenso wie Bezüge zur lokalen Modeszene behandelt werden sollen, haben sich die Veranstalterinnen heuer entschieden.

So hostet Social-Media Fachfrau Julia Basagic eine Runde mit Jette Farwick (Dealhunter), Heiko Herbig (Burda Verlag) und Sabine Kolby (Humanic).

Sie möchte Unternehmen und BloggerInnen einander näher bringen und aufzuzeigen, welche Maßnahmen nötig sind, um eine funktionierende und für alle zufriedenstellende Zusammenarbeit zu fördern.

Moderedakteur Daniel Kalt (Die Presse) wird sich mit Marlene Agreiter (Kooperationsbörse), Cloed Baumgartner (Modepalast), Marjan Firouz (Vienna Awards) und Maria Oberfrank (MQ Vienna Fashion Week) überlegen, wie die zahlreichen Mode-Events im Zusammenhang mit der Bedeutung Wiens als „Modemetropole“ stehen.

Der Eintritt ist frei, für Essen ist gesorgt, die Sponsoringpartner haben sich die eine oder andere Hetz einfallen lassen und Afterparty gibt’s sowieso. Was will man mehr?


FashionCamp Vienna
The Hub Vienna
Lindengasse 56, Top 17-18 (Hofeingang) , 1070 Vienna, Austria
Samstag, 10. Septemner, 11 bis 18 Uhr
Veranstaltet von: Michaela Ambos, Viktoria Egger, Teresa Hammerl, Anna HeubergerLeni Garibov, Maria Ratzinger

Video: Anna Heuberger