Mein allerliebster Besuch aus Wien wollte unbedingt hin, da bin ich wirklich ganz unschuldig. Wir “mussten” also – schon wieder – zu Colette, wo man es ja schon immer bestens verstanden hat, den Spieltrieb anzusprechen, etwa mit exklusiven Editionen ausgesuchter Gadgets.
Und jetzt gibt es doch allen Ernstes eine richtige, von Colette “kuratierte” Wundertüte. Die ist natürlich auch preislich etwas höher angesiedelt als ordinäre Wundertüten, aber Max und ich haben keine Kosten und Mühen gescheut und ein Exemplar erstanden, um zu zeigen, was denn nun drinnen ist, in so einem 20-Euro-Colette-Surprise-Ding:
Was war das nochmal? Hier die vollständige Liste:
Ein Sackerl Haribo Dragibus Zuckerln. Bin zwar kein so großer Haribo-Fan, aber gibt’s die bei uns auch?
Nomen est Omen. Am Heimweg durch die Rue des Archives blieb mein Blick an diesen schönen Exemplaren hängen: Vogue, Jardin des Modes, Femme, Elle, Marie Claire, die Egoïste Ausgabe mit dem nackigen Gerard Depardieu fotografiert von Richard Avedon am Cover. Der Laden hat leider gerade fermeture annuelle.
Endlich hatte ich mal Gelegenheit bei einem kleinen Event bei Colette dabei zu sein. Isabel Toledo und ihr Mann Ruben waren am Montag kurz zu Gast bei der Mutter aller Concept-Stores. Signierstunde quasi. Präsentiert wurde Toledos Kollaboration für den amerikanischen Online-Schuh-Shop Payless.
Irgendwie hatte ich mir Menschentrauben in der rue Saint-Honoré erwartet, aber glücklicherweise sind ja alle PariserInnen im August in der Normandie – um jetzt auch nochmal dieses Klischee zu pflegen – und so war es bei Colette trotz des prominenten Besuchs relativ entspannt.
Isabel und Ruben Toledo sind ein richtig bezauberndes Paar und leben in New York in einem buchstäblich märchenhaften Appartement. Isabels Namen kennen wir als eines von Michelle Obamas Lieblingslables und Ruben hat sich durch seine Arbeit als Künstler und Illustrator, wie z.B. für die Louis Vuitton Cityguides international einen Namen gemacht.
Die Schuhe sind übrigens ein Meisterstück, was hochwertiges Design zum Spottpreis betrifft: Schick, federleicht, bequem mit viel Platz für die Zehen und festem Halt dank der Schnürung, wenn auch etwas höher als ursprünglich geplant. Vollplastik. Kostenpunkt: 35 Euro. Ein wahrlich billiger Spaß, vielleicht zu billig. Ich muss zugeben, dass ich vor lauter Begeisterung für die Toledos die Produktionsbedingungen leider nicht hinterfragt habe.
Auf jeden Fall bin ich jetzt im Besitz zweier echter Toledos (Isabels Schuhe und Rubens Portrait von mir am Colette Sackerl), und das nenne ich gute Beute
Wenn wir schon beim Thema BarCamp, FashionCamp, Mode und Internet sind, erlaube ich mir noch nachträglich auf ein Interview hinzuweisen, das Carmen Rüter aufgrund der BarCamp Session zum Thema Mode und digitale Medien mit mir gemacht hat. Auf deutsch ist es auf Carmens wundervollem Blog m.e.t.r.o.n.o.m. und auf englisch in der Austrianfashion.Net Abteilung bei The Pop nachzulesen.