AFA. What else?

AFA Auction 2014

Die Austrian Fashion Association (AFA) richtet heuer zum ersten Mal die Austrian Fashion Awards (ebenfalls AFA) aus.  Neu ist auch das Umfeld: Die offiziellen österreichischen Modepreise werden nämlich erstmals im Rahmen der MQ Vienna Fashion Week, und zwar am 9. September vergeben.

Auch für die Inszenierung wartet die AFA mit einer Novität auf: Wally Sallner, vielen wohl noch ein Begriff als Hälfte des Modelabels fabrics interseason, hat sich nämlich ein besonderes Präsentationskonzept einfallen lassen. In der performativen Austrian Fashion Auction (AFA, what else) können nämlich Modebegeisterte ausgewählte Kreationen direkt vom Laufsteg ersteigern.

Alles beim Alten heißt es lediglich für die Preise. Der Modepreis der Stadt Wien ist nach wie vor mit 10.000 Euro und der Modepreis des Bundeskanzleramts Österreich, Kunstsektion (vormals BMUKK) mit 13.200 Euro innerhalb Europas bzw. 18.000 Euro außerhalb Europas dotiert. Der Preis des Bundes ist an ein einjähriges Arbeitsstipendium gebunden.

Unter den Nominierten findet sich schließlich eine feine Mischung schon bekannter aber auch neuerer Namen.

Finalistinnen Modepreis der Stadt Wien:

Finalist_innen Modepreis des Bundeskanzleramtes:

AFA Jury:

  • Laura Saglio, Buyer, concept-store Tom Greyhound, Paris
  • Muriel Piaser, International Fashion Consulting & Global Fashion Developer, Paris
  • Nicolas Andreas Taralis, Designer, Paris

AFA Austrian Fashion Awards 2014
MQ VIENNA FASHION WEEK.14
Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Fashion-Zelt auf dem Vorplatz des MQ Wien
Dienstag, 09. September 2014
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

 

 

Stil! Monica Vitti in Antonionis „Il deserto rosso“

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Kennt ihr das? Sich selber zusehen wie in einem Film? Distanz, Entfremdung, innere Zerissenheit, davon erzählt Michelangelo Antonioni in seinem ersten Farbfilm „l deserto rosso“ 1964. Nachkriegszeit, Moderne, Industrialisierung, und mitten drin eine geradezu perfekte, neurotisch Zerissene, die zwischen ihrer gesellschaftlichen Rolle und elementaren Zweifeln schwankt: die großartige Monica Vitti, die sich durch eine extrem reduzierte, mitunter bewusst nervige elektronische Musik-Kulisse von Vittorio Gelmetti bewegt.

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Tschilp Interview auf woman.at

Die Online-Redaktion der gleichnamigen österreichischen Frauenzeitschrift Woman.at zeichnet seit einiger Zeit dank Michaela Cooloutfit Ambos ein hübsch buntes Bild der österreichischen Mode-Blog-Landschaft. Jetzt gibt’s auch ein Interview mit mir, hat Spass gemacht! Zum Nachlesen, einfach auf den Screenshot klicken oder direkt bei woman.at lesen.

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Berlin Fashionweek Spring/Summer 2014

Die Berliner Fashionweek  (2.-5. Juli 2013) war für mich kurz, schmerzlos und hat eigentlich relativ wenige Eindrücke hinterlassen. Hier sind ein paar davon.

Berufsbedingt ging’s erst am Mittwoch los. An diesem, meinem ersten Urlaubstag wollte ich wissen, wie es auf einer der, neben der Bread & Butter, bedeutensten Berliner Fachmessen zugeht. Auf der Premium ist es sehr voll. Gut. Aber auch stressig. Heiß. Laut. Es ist nicht einfach, sich durch die ganz nach Ikea-Prinzip schlangenförmig im Labyrinth angeordneten Stände seinen Weg zu bahnen. Entdecken hier Einkäuferinnen Neues? Ich kann es mir nicht vorstellen.

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Nachmittags im großen Fashionzelt, das dankenswerter Weise seit letztem Winter vom öffentlich kaum erreichbaren Großen Stern zum Brandenburger Tor übersiedelt ist: Eine perfekt inszenierte Designer for Tomorrow Award Show. Die rumänische Designerin Ioana Ciolacu Miron gewinnt verdient mit ihrer schlüssigen, tragbaren Kollektion – monochrome Prints plus blitzblauen gestreiften Farbakzenten. Stella tritt wie erwartet als überaus symphatische Schirmherrin auf und absolviert anschließend auch wunderbar approachable die Private Reception im China Club visavis im Adlon Komplex. Wie schaut eigentlich so ein Schirmherrschafts-Werbe-Vertrag aus?

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Am Abend geht’s ins noch immer leer stehende, ehemalige Kaufhaus Jandorf – ach, Berlin mit seinem Schatz an spannenden Off-Locations! Patrick Mohr zeigt die Kollektion Human als Performance und Fotoschau im Erdgeschoss und auf der Galerie darüber. Neben Mannequins stehen auch muskulöse Türsteher der fotografierenden Meute Modell. Sie müssen barfuß auf hohen Keilen balancieren oder sitzen in Rollstühlen. Die Mode oszilliert irgendwo zwischen Rick Owens und Marc & Julia, dazu gibt’s natürlich wieder Signature T-Shirts. Vom DJ Team fühle ich mich in eine durchaus nicht unangenehme Zeitreise in meine musikalische Vergangenheit transferiert. Songs wie Devo’s Mongoloid oder The Human League’s Empire State Human passen – nona – zum Geschehen.

So weit der Mittwoch.

Fotos: Designer for Tomorrow, Tschilp.com

Voll retro oder was?

Nicht nur. Schafft Leggindary es doch so etwas wie eine Neuinterpretation der gleichermaßen geliebten wie gehassten engen Beinbekleidung zu re-mixen. Das Teaservideo zur Leggindary Party am Samstag, den 13. Juli illustriert das besonders gut:


Die beiden Jung-Unternehmerinnen Caroline Wiltschek und Katrin Mayer haben ausserdem noch so einiges in petto. So wird es demnächst auch Catsuits, eine basic Shirt Kollektion sowie kurze Leggins zu kaufen geben. Spezielle Limited-Editions in Kooperation mit KünstlerInnen und DesignerInnen sind ebenfalls geplant.

Leggindary Party
Celeste, Hamburgerstr. 18, 1050 Wien
Samstag, 13.Juli.2013 ab 15 Uhr (bis 20 Uhr Sale, bis 4 Uhr Party)