Archive der Kategorie ‘Männer’

Gloria tschilpt

Was Frauen wirklich wollen!?

15. August 2007 16:11, by Gloria

Also, eigentlich will und kann ich hier nur von mir sprechen. Vordringlich will ich einen Mann fürs Leben finden. Aber auch sonst stimmt einiges nicht. Manchmal tue ich mir selber leid und denke, ich habe kein Leben neben dem Job!

Die Realität schaut so aus: Ich freue mich, wenn ich mal wieder zu meinem Chiropraktiker muss. Das ist eine der wenigen Begegnungen mit einem Mann, den ich sympatisch und sexy finde! (Selbstverständlich ist er fest vergeben.) Dann gibt es noch die Männer aus meinem beruflichen Umfeld. Die mit viel Geld, viel Eitelkeit und noch mehr Eingebildetheit und die komischerweise auch glauben, im Leben irgendwie zu kurz gekommen zu sein! Und heut hatte ich einen netten und subtil erotischen Termin mit dem Rauchfangkehrer (Die Therme geht schon wieder nicht!). Diese kleinen Begegnungen halten mich weibliches Wesen am Leben.

Doch nun zu Träumen, die sich realisieren lassen. Es stören mich diese dünn machenden Spiegel mit der diskreten Beleuchtung in den Boutiquen. Aber auch die Spiegel bei H & M, die so schiach und fett und alt machen, mag ich nicht. (Der Vorteil dabei ist, das ich das Geschäft verlassen kann ohne etwas zu kaufen!) Ich mag keine Verkäuferinnen, die mich überheblich anmachen! Auch will ich nicht belehrt werden, in nasalem Ton vielleicht, was ich wie und wo und wann zu tragen habe - ist mir übrigens letztens bei Park passiert. (Ich weiß, Verkäufer/in sein ist schwer! Trotzdem!) Und meinen Schneider werde ich auch wechseln. Hab keine Lust mich anschnauzen zu lassen, wie schlecht doch die Kleider verarbeitet sind, die ich dauernd zum Umändern bringe. Und diese Fragen: “Wieviel haben Sie dafür bezahlt? Warum schleppen Sie immer soviel Essenseinkäufe mit sich herum? Wo ist Ihr Mann?”

Wann werde ich den Menschen (männlich) finden, den ich mag, der mir gefällt und dem ich gefalle? Ich hab es satt, wie im Märchen König Drosselbart immer nur Kontakt zu jenen zu haben, die absolut nicht in Frage kommen! (Wie hat das meine Freundin Yvonne letztens so trefflich formuliert: “Da hab ich dich im Café Prückl mit diesem Mann gesehen und wußte - der vereint alles in sich, was du an Männern absolut nicht leiden kannst!”) Naja, bis dahin, werde ich weiter Kleidung anhäufen, dich ich gar nicht brauche und die ich nur um des kurzen Kicks der Verwandlung kaufe! Was Frauen wirklich wollen: Liebe und feine Gewandungen u. v. a. m.!

Gloria tschilpt

Verführung oder Klartext

15. Juni 2007 10:02, by Gloria

Übermorgen ist es wieder soweit. Ich treffe einen Mann, den ich nicht uninteressant finde. Und wieder weiss ich nicht, wie ich es angehen werde? Soll heissen, wie ich mich zu kleiden habe.

Mach ich auf understatement und wähle Jeans mit Boots samt extra langweiligen Durchschnittsleiberl. Oder darf ich es wagen, meine Rundungen ein bisserl ins Schaufenster zu stellen? Dann entscheide ich mich für einen kurzen Rock oder ein Kleid. Doch Frau will ja nicht nur wegen der optischen Reize begehrt werden! Und ein sichereres Gefühl geben mir die obligaten Hosen allemal. Aber wenn es plötzlich wieder heiss wird? Dann schwitze ich doch? Was wieder nicht super cool rüberkommt …

Frieren wär allerdings auch gut möglich. Wenn ich friere, kann ich nicht denken! Ist es also besser zu schwitzen als zitternd zu schweigen? Glattes Haar (dank des Haarglättgeräts, das ich immer noch nicht losgeworden bin) oder unbezähmbare Locken? Beides kann einen Mann abtörnen … Soll ich schüchtern sein oder andauernd reden? Wirke ich fad oder übertrieben selbstbewußt? Darf ich auch Komplimente machen oder ist es sinnvoller, überheblich-abwehrend dreinzuschauen?

Wenn ihr Tipps habt, wär ich dankbar. Ich schätze, ich werde es auf meine Stimmung ankommen lassen. Vielleicht bin ich mal endlich so mutig wie die Männer und erscheine ungeschminkt. Und bin einfach so wie mir grad zumute ist!

Gloria tschilpt

Ad Schönheit - Teil Zwo

3. April 2007 08:28, by Gloria

Liebe Leser und Innen, wie ihr schon im ersten Teil bemerken konntet: Klischeevorstellungen werden nicht bedient! So war unsere Schönheit als ausgebildete Sozialarbeiterin einige Jahre in einem Frauenhaus tätig. Da hat sie gelernt, daß mit dem “Barbie- und Prinzessinen-Scheiß” nicht viel zu holen ist. Die “Blauäugikeit, die Welt retten zu können” ging ihr relativ bald verloren und eine dicke Haut hat sie sich nicht aneignen können. Heute hilft sie - solange die Tochter im Kindergarten ist - im Geschäft der Mutter mit. Als Hobby ist Bücherlesen so oft wie möglich und Ausgehen einmal die Woche angesagt. Und dann geht es mit Freundinnen immer in das ewig gleiche Stammlokal. Erkenntnis Nummer 3: Schönheit muß nicht mit Oberflächlichkeit gepaart auftreten.

Seconda mit Besitzerin

Und wie schaut es mit dem anderen Geschlecht aus? Von Untreue, Leichtlebigkeit und sogenannten “Lebensabschnittspartnern” hält sie nicht viel. Die Ehe mit dem Kindsvater ist “irgendwie” noch vorhanden, trotz der Trennung vor über 4 Jahren und trotz Konkurrenz einer Anderen an dessen Seite. Sie kann sich in Beziehungen verlieren und ist dann sehr gebend… Auch als Mutter: die Tochter wurde gestillt bis zum stolzen Alter von Zweieinhalb Jahren. Da humple ich hinterher mit meinen läppischen eineinhalb Jahren Voll-Stillzeit. (Gezwungenermaßen, weil der Herr Sohn jegliche Nahrung außer der Muttermilch rigoros abgelehnt hat und ich ihn ja unbedingt vor dem Hungertode retten mußte! Katharina hat da ähnliche Erfahrungen.) Erkenntnis Nummer 4: Wo ist hier die Eitelkeit? Kein Gedanke an Hängebrüste oder sonstige nachteilige Veränderungen als Folge der Mutterschaft!

Als Kind ist sie sich nicht hübsch vorgekommen, dicklich mit reichlich Babyspeck und kleinen Schweinsaugen. Später dann sehr maskulin mit kaum Busen und überhaupt viel zu dünn und zu groß. Eine richtige Spätentwicklerin quasi! Erst mit reifen 16 wagte sich das erste männliche Wesen an sie heran. Sogar diese frühe Beziehung hielt fünf Jahre. Katharina achtet nicht darauf, ob sie jemanden gefällt! Wie ihr die Männer nachschauen, das zu bemerken, überlässt sie der Mutter oder Freundinnen. Aufmerksamkeit ist ihr sowieso zuwider, sie will keineswegs im Mittelpunkt stehen. Heute ist Katharina zufrieden mit ihrem Äußerem (Ach ja, die obligaten 4 Kilo könnten auch gern wieder verschwinden… Aber so geht es doch jeder Frau über Dreißig!). Stöckelschuhe sind bei stolzen 1.80 Meter kein Thema, auch wegen der Unbequemlichkeit nicht. Und überhaupt: Kleidung muss praktisch sein! Erkenntnis Nummer 5: Schönheit muss also gar nicht leiden!!!

Ein Originalzitat Katharinas will ich euch mit auf dem Weg geben: “Schön sein ist so langweilig!” Das hab ich mir hinter die Ohren geschrieben, falls sich mal wieder die große Unzufriedenheit einstellt!

Gloria tschilpt

Single sein ist schwer, besonders zu den Feiertagen …

25. Dezember 2006 16:19, by Gloria

Wieder steht Silvester vor der Tür. Und ich habe Dringlicheres auf der Seele, als die leidige Frage, was ziehe ich zu Silvester an. ich bin jetzt schon die dritte Silvesternacht ohne Mann. Das heißt genauer gesagt ohne Beziehung. Weihnachten konnte mich die Familie aus dem tiefen Loch der schleichenden Depression reißen: mein Bruder, meine Mutter und vor allem mein zehnjähriger Sohn. Meine kleine Familie, die ich bekochen durfte…

Freundinnen helfen da nicht wirklich. Mir schwirrt mir der Kopf vor lauter gutgemeinten Ratschlägen: Du darfst nicht suchen, lass dich finden! Du bist noch nicht bereit! Sei einfach offen, einen Mann findest du überall! Sei nicht so verkrampft, bleib locker! Anscheinend musst du erst lernen, alleine gut zu leben! Wenn sich eine Tür schließt, geht eine andere auf! Und am Schlimmsten, der Ausspruch meines Ex - der es immerhin 18 lange Jahre mit mir ausgehalten hat, bis ich mich wegen eines Anderen trennte -: Wenn ich gehe, findest du keinen mehr! (Den Nachfolger habe ich dann bereits nach zwei Jahren verabschiedet. Immerhin, der Sex war gut…)

Ohne Mann Silvester und Weihnachten und Ostern feiern zu müssen, ohne Partner durchs Leben zu gehen, das ist so wie alleine auf Urlaub fahren: Als ich sechzehn war, hab ich das gezwungenermaßen gemacht: Interrail, und in Portugal hab ich mich dann den zwei besten Freundinnen, mit denen ich unterwegs war, zerstritten. So bin ich weiter allein nach Barcelona, Südfrankreich, San Remo: Und all die tollen Eindrücke durfte ich mit niemanden teilen! Was hab ich mich einsam gefühlt ! (Obwohl, so viele Menschen wie damals hab ich in keinem Urlaub mehr kennen gelernt.)

Ich will nicht übermäßig klagen: Als ich den Mann meines “vorigen” Lebens traf, war ich bereits einundzwanzig Jahre alt. Das wird schon auch an mir gelegen haben. Einige der besten Freundinnen meinen, ich leide am “König Drosselbart“—Syndrom. Na und, wenn schon! Immerhin hab ich mich dieses Jahr bereits zweimal verliebt. Da war einmal der einsame bildende Künstler, der seine gescheiterte Ehe auch nach zwei Jahren nicht verkraftet hat. Im Frühsommer begegnete ich dann Christian, ihr habt ihn ja schon kennen gelernt. Der ebenfalls der Exfrau und Mutter seiner beiden Söhne noch nach fünf Jahren nachtrauert. (Immerhin, Christian hat mir ein sehr nettes Weihnachts-SMS geschickt. Als Single erfreut man sich auch an solchen Kleinigkeiten, Nettigkeiten!) Und Robert, werdet ihr vielleicht einwenden, was ist mit Robert geschehen? Na ja, Robert hat sich nach dem verheissungsvollen zweiten Treffen nicht mehr gemeldet. Vielleicht wartet er auf die nächsten Tage, wenn mein Sohn mit seinem Papa schifahren geht, und hofft auf eine intimere dritte Begegnung ohne Söhne.

Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf! Und die Kleiderfragen bleiben derweil hintangestellt, wichtiger als das outfit ist doch die Herzensbildung! Wie hat das Karoly, einer der wenigen männlichen Freunde, auf die ich zählen darf, ausgedrückt: Jetzt hast du noch mehr Chancen als früher, denn mit den Jahren bist du viel netter geworden! (Aber eine Kleinigkeit hab ich mir doch quasi zu Weihnachten geschenkt: Ihr werdet es nicht erraten, es ist wieder ein auberginefarbiges Diesel-Kleid. Wie das im Sommer erstandene Jeansteil sehr figurbetont geschnitten, mit langen Ärmeln in Größe Large - in die ich inzwischen fast nicht mehr hineinpasse. Das liebe Kind meinte: Das passt nicht zu dir, du schaust wie ein zu dick geratenes Model aus! Egal, jedenfalls werde ich es zum nächsten Date und zur Silvesterparty bei Michaela und Max anziehen.)

Gloria tschilpt

Klettern oder was?

15. Dezember 2006 14:33, by Gloria

Ich hab mit Klettern nicht viel am Hut. Aber mein Sohn Loris dafür umso mehr. Vorigen Freitag, dem Feiertag, fuhren wir nach Niederösterreich zur Ruine Staatz, einem steil aufragenden Kalksteinkegel mit imposanter Burgruine und Weitblick. Dort gibt es auch einen Klettersteig.

Ich war wieder mal falsch angezogen: Sämischlederschuhe von Camel mit leider schon ganz abgeschmirgelten und damit rutschigen Gummisohlen. Oben trug ich einen Jeansrock mit Stretchjeans darunter, dazu einen Pulli von Max Mara, eigentlich schon ein grauer Lumpen, so oft schon getragen, und eine halblange schwarze Bauwolljacke im Military-Look. Geschminkt habe ich mich selbstverständlich nicht, auch meine Haare nicht frisiert, sondern nur mit einem uralten Gummiteil zusammengefasst. In aller Deutlichkeit, ich hab irgendwelches Gewand zusammengefischt, mir die Zähne geputzt, das Kind eingesammelt und los ging es!

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir die Ruine und den Klettersteig. Es fing gut an! Behindert durch den Jeansrock und die doch recht steifen Jeans erwies sich der Aufstieg als anstrengend. Aber gleich nach der ersten Hürde, die Belohnung: Hier erwartete uns ein gut aussehender Mann – Robert - samt Sohn - ebenfalls wie meiner 10 Jahre alt. Wir beschlossen den Aufstieg gemeinsam zu wagen. Die Kinder verstanden sich gut und motivierten einander und wir hatten auch eine gute, freundliche Konversation. Nebenbei betrachtete ich dieses Männerexemplar und er gefiel mir immer besser. Groß, super sportlich, schwarzes Haar und, man glaubt es kaum, intelligent und sehr nett. Natürlich gibt es einen Haken an der Geschichte! Er ist zwar getrennt von der Mutter seines Sohnes, doch er hat inzwischen einen zweijährigen Buben mit seiner neuen Frau. Trotzdem, wir haben Nummern ausgetauscht und waren beide der Meinung, wir sollten das wiederholen. Gut gelaunt verbrachte ich den übrigen Tag und spürte: So eine Beziehung wünsche ich mir! Gemeinsame sportliche Unternehmungen in der Natur mit den Kids und nett und aufmerksam zueinander zu sein.

Irgendwie war ich überzeugt, aus dem reichen Schatz meiner Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht schöpfend, dass Robert sich nie bei mir melden wird. Halt irgendwann, in einem halben Jahr, wenn wir wieder nach Staatz fahren, werd ich ihn dann anrufen, wenn ich ihn bis dahin nicht vergessen habe. Geschenkt! Er hat sich bereits drei Tage später  gemeldet und wir treffen uns morgen, natürlich samt kletterwütigen Söhnen. Wo? Na, so ganz romantisch ist es nicht - im Kletterzentrum Walfischgasse! Aber danach folgt ein gemeinsames Mittagessen… Was meint ihr, will Robert nur Klettern mit mir? Ich werde jedenfalls ob des großen Erfolges wieder ungeschminkt und ungestylt auftreten!