Fest statt Festival. Die “schau zwei tausend neun” der Modeschule Wien, Hetzendorf

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Die zweite große, österreichische Ausbildungstätte in Sachen Mode veranstaltete soeben ihre letzte Jahreshow in gewohnter Konstellation. Doch während letzte Woche Angwandte-Rektor Gerald Bast Veronique Branquinho recht unspektakulär verabschiedete, geriet die gestrige “schau zweitausendneun” der Modeschule Wien Hetzendorf zu einem regelrechten Abschiedsfest für Gerda Buxbaum.

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Nach zehn Jahren als Direktorin zieht sich Gerda Buxbaum “in ein vielfältiges, freiberufliches Szenario und in die Abenteuer einer Mutter und Großmutter” zurück. Diese Frau hat aus der Schule mit dem einst eher verstaubt-schnörkseligen Handarbeits-Image eine Ausbildungsstätte mit internationalem Anspruch gemacht.


Heuer zeigten etwa die ersten AbsolventInnen des Bakkalaureat-Studiums ihre Abschlusskollektionen, die in ihrer Individualität und Umsetzungsstärke die (hiesige) Konkurrenz nicht zu scheuen brauchen. Ich merke mir davon mal Milena Leszkowicz für gekonnt geradlinige Schnittführung und eigenwillige Farb- und Dessinkombis, Lisa Pek für das Ensemble in orange, in das ich mich sofort hineinkuscheln möchte und Brigitte Mair für sprichwörtliche Vielschichtigkeit.

"The inner Monster", Brigitte Mair"The inner Monster", Brigitte Mair"The inner Monster", Brigitte Mair

"Peri Physeos", Lisa Pek"Peri Physeos", Lisa Pek

"Below 14th Street", Milena Leszkowicz"Below 14th Street", Milena Leszkowicz"Below 14th Street", Milena Leszkowicz

Aber schon davor hatte es einiges Vielversprechendes zu Schwerpunkten wie historischer ländlicher Arbeit, Fairtrade, japanische Stoffe oder Interieurmaterial nebst Arbeiten von StudentInnen des renommierten Bunka College Tokio zu sehen gegeben. Die Diplomkollektionen kann man übrigens von 1. bis 11. Juli im Advanced Minority Artspace begutachten.

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Mode[BA]exhibit (Diplomkollektionen des Bakkalaureat-Studiums)
Advanced Minority Artspace, Westbahnstraße 22, 1070 Wien
1. – 11. Juli 2009
Vernissage: 1. Juli ab 19 Uhr

Fotos, Video: Tschilp.com

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9 Responses to Fest statt Festival. Die “schau zwei tausend neun” der Modeschule Wien, Hetzendorf

  1. gesunde frische sagt:

    Nervenkostüm- phänomen des Wahnsinns – the inner monster – born to blaze – Psychologisch – krankes blutbild unterm mikroskop – demenz – überstandene Krisen etc. etc.
    Was ist denn los da draußen??
    einzig milena scheint sich mit mode außeinanderzusetzen.
    Muß man der Öffentlichkeit wirklich noch alles zeigen was im gesamten schuljahr produziert wurde?

  2. Michaela sagt:

    hm, ob man muss weiss ich auch nicht, aber anscheinend findet die öffentlichkeit es schon interessant. die show war ja 2x ausverkauft.

    finde es auch hier spannend, was sich mit der neubesetzung (direktorIn & professur) ändern wird.

    modepräsentationen können ja längst schon ganz anders passieren, zb online…

  3. gesunder menschenverstand sagt:

    ob man zeigen muss was das ganze jahr über in dieser schule produziert wurde??? was ist das denn für eine frage ?
    jeder schüler hat dadurch die möglichkeit entdeckt zu werden und warum sollte dieser die chance nicht nützen wenn sie sich schon so leicht ergibt??!!! warum sollte nur eine einzige person herausgehoben werden? das ergibt doch keinen sinn.. dann wäre diese schule unnötig, weil das, das man produziert sowieso nicht gezeigt werden würde.

    modepräsentationen kann man sich zwar online anschauen, nur verpasst man da so einiges. das feeling ist nicht das gleiche und außerdem kommen die sachen nicht richtig rüber.
    wem es egal ist wie das kleidungsstück oder das accessoire im endeffekt wirklich aussieht, weil man so etwas online nicht erkennen kann, der brauchts sich meiner meinung nach auch gar nicht anschauen. ist doch zeitverschwendung

  4. pro menschenverstand sagt:

    Zu – was ist denn los da draußen?

    Lies Zeitung und schau raus. Ich gehöre selber zu den “unnötigen” die gezeigt wurden und alles was wir machen sind Tendenzen der Gesellschaft und Kultur zu analysieren um sie in unserer Mode zu reflektieren und darzustellen.

    Denken, dann schreiben.

  5. Barbara sagt:

    Bei unseren Modeschauen wird bei weitem nicht alles gezeigt, was während des Jahres produziert wird. Nicht einmal bei den Abschlußkollektionen, denn auch da wird von den SchülerInnen und StudentInnen eine Auswahl getroffen. Von allen anderen wird jeweils ein Outfit ausgesucht. Die Modeschule Hetzendorf besteht aus der 5-jährige HLA und dem Bakkalaureatsstudium. Würde da alles gezeigt, was im Laufe eines Jahres gefertigt wurde, würde die Show die ganze Nacht dauern.
    Betreffend Onlinepräsentation: Mode ist dazu da getragen zu werden und da ist – auch international gesehen – immer noch der “Catwalk” erste Wahl als Präsentationsmedium – egal wie man dazu steht.
    Einen Internetauftritt betrachte ich allenfalls als Zusatzinformation und als Marketingaspekt.

  6. michaela sagt:

    Interessante Diskussion! Meiner Meinung nach war es eine sehr gute Show.

    Und es ist doch toll, wenn sich jemand damit auch ernsthaft und kritisch auseinandersetzt, oder soll immer alles nur bejubelt werden, weil da halt fesche Menschen über einen Laufsteg gehen? Wäre wohl gerade bei dieser Show auch nicht Sinn der Sache.

    Zum Thema online @ Barbara:
    Was man hier machen kann, haben große Namen wie Viktor & Rolf oder YSL mit ihren Online-Shows bereits gezeigt. Natürlich ist es anders als direkt in einem Raum vor Ort zu sein (Dafür jedoch für viel mehr Menschen weltweit zugänglich!)

    Ich wage zu behaupten, dass JEDE Fashionshow VIRTUELL ist und zwar in dem Sinn, dass sie in keinem Fall die Realität des Getragenen im Alltag zeigt. Das will sie auch nicht, sondern sie will idealisieren. Das geht nun aber – vorausgesetzt man arbeitet mit fähigen Profis – online ebenfalls sehr gut. Den Stoff angreifen kann ich als Publikum ja ohnehin auch nicht.

  7. Barbara sagt:

    Onlineauftritte haben durchaus ihren Wert als Informtionsmedium mit grosser Breitenwirkung. Aber auch bei YSL und anderen stand hinter der virtuellen die reale Show und es pilgern jährlich genug Modeinteressierte zu den jeweiligen Schauplätzen um sich selbst ein Bild zu machen. Abgesehen davon, dass sich meiner Meining nach heute schon (zu-)viele Dinge virtuell abspielen – Stichwort: “second live” – aber das führt jetzt schon zuweit!

    Hingehen, ansehen, mit Gleich- oder Andersgesinnten darüber diskutieren, live und nicht nur in Foren, das macht für mich das Leben aus! Wir hängen doch beruflich und privat sowieso schon viel zu viel im “Netz” herum!
    Ausserdem bietet so eine Modeschau den vorwiegend sehr jungen Modeschülerinnen auch die Möglichkeit zur Sammlung von Erfahrungen, was die Organisation und den Ablauf solcher Veranstaltungen betrifft.

  8. Pingback: Mode[BA]exhibit: Die ersten Absolventinnen des Bachelorstudiums Mode | Tschilp

  9. MB sagt:

    Gareth Pugh hat seine Aktuelle Kollektion NUR auf einer großen Leinwand gezeigt.

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